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Borussia Mönchengladbach verpasst Platz sieben, Werder Bremen steigt ab

Borussia Mönchengladbach gewinnt in einem attraktiven Spiel mit 4:2 (1:0) beim SV Werder Bremen. Am Ende der Partie gab es enttäuschte Gesichter auf beiden Seiten, denn für Werder stand der Abstieg, Gladbach verpasste trotz des Sieges den siebten Rang und die Qualifikation für die Europa Conference League.

Bundesliga Match Facts

Der SV Werder Bremen musste kurzfristig auf Ludwig Augustinsson verzichten, der mit muskulären Problemen ausfiel. Auch Milos Veljkovic wurde nicht rechtzeitig fit. Thomas Schaaf nahm insgesamt drei Änderungen vor: Marco Friedl, Jean-Manuel Mbom und Romano Schmid spielten für Niclas Füllkrug (auf der Bank), Christian Groß (gesperrt) und Augustinsson. Bei Borussia Mönchengladbach kamen Valentino Lazaro, Hannes Wolf und Denis Zakaria für Christoph Kramer, Alassane Plea und Jonas Hofmann (alle auf der Bank) ins Team.

Fantasy Heroes: Lars Stindl (22 Punkte), Stefan Lainer (18), Ramy Bensebaini (13)

Schon nach drei Minuten bekamen die Hoffnungen der Bremer auf den Klassenerhalt einen herben Dämpfer. Gladbach kombinierte sich durch die Werder-Abwehr, Stefan Lainer passte von rechts in die Mitte zu Lars Stindl und der Kapitän der Fohlenelf schoss die Kugel zur Führung ins rechte untere Eck. Es war Stindls achter Bundesliga-Treffer gegen Bremen; gegen keinen anderen Verein traf er in der Bundesliga so oft! Zu diesem Zeitpunkt sprangen die Gäste auf Platz sieben und waren damit auf Kurs Richtung Europa Conference League.

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Mangelnde Einstellung konnte den Gastgebern niemand vorwerfen. Werder kämpfte und wollte schnell antworten. Die große Chance dazu vergab Davie Selke. Joshua Sargent legte den Ball im Strafraum quer und Selke schaffte es aus kurzer Distanz nicht, den Ball ins Tor zu schießen. Gladbachs Keeper Yann Sommer konnte sich noch so eben in den unplatzierten Schuss werfen (19.). Bremen machte weiter Druck, doch bis zur Pause sprang keine vergleichbar große Chance mehr dabei heraus.

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Auch in den zweiten Durchgang starteten die Gäste furios. In Minute 52 spielte Marcus Thuram mit Stindl Doppelpass und lief dann alleine auf das Bremer Tor zu. Theodor Gebre Selassie schaffte es nicht mehr, ihn einzuholen und so schoss der französische Nationalspieler zum 2:0 ins lange Eck. Kurz darauf hätte Thuram sogar schon für die Entscheidung sorgen können, doch diesmal warf sich Friedl in letzter Sekunde in den Schuss des Angreifers (56.).

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Die Entscheidung besorgte dafür Ramy Bensebaini, der nach einem Stindl-Freistoß den Ball per Kopf zum 3:0 für die Gäste ins lange Eck verlängerte (58.). Nun war die Luft etwas aus der Partie, Florian Neuhaus erhöhte kurz darauf auf 4:0 (67.). Bis in die Schlussphase hinein sah es zunächst danach aus, als sollte von Werder nun nichts mehr kommen, doch Milot Rashica (80.) und Niclas Füllkrug (83.) gestalteten das Ergebnis mit ihren Toren noch einmal etwas enger.

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Kurz vor Schluss dann die Hiobsbotschaften für beide Teams: Der 1. FC Köln ging im Parallelspiel kurz vor Schluss in Führung, Werder rutschte dadurch auf Platz 17 ab und stieg aus der Bundesliga ab. Union Berlin drehte die Partie gegen RB Leipzig, daher stand am Ende Rang acht für Gladbach, die Qualifikation zur Europa Conference League wurde verpasst.

Lars Stindl freut sich über seinen Treffer zum 1:0 für Gladbach - Pool/Focke Strangmann - Pool/Getty Im

Spieler des Spiels: Lars Stindl

Lars Stindl war wieder einmal ein vorbildlicher Borussia-Kapitän: Der 32-Jährige erzielte das 1:0 selbst (sein einziger Torschuss im Spiel), bereitete anschließend noch das 3:0 (mit schönem Freistoß) und das 4:0 jeweils vor. Insgesamt bereitete er fünf Torschüsse vor – so viele wie kein anderer Spieler in dieser Partie. Auch kämpferisch wusste Stindl wieder einmal zu überzeugen, entschied 53 Prozent seiner Zweikämpfe für sich.