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Kein Ausrutscher erlaubt: Im Nordduell zwischen St. Pauli und Bremen steht einiges auf dem Spiel
Kein Ausrutscher erlaubt: Im Nordduell zwischen St. Pauli und Bremen steht einiges auf dem Spiel - © IMAGO/Michael Taeger
Kein Ausrutscher erlaubt: Im Nordduell zwischen St. Pauli und Bremen steht einiges auf dem Spiel - © IMAGO/Michael Taeger
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St. Pauli gegen Bremen: Ein Nordduell unter Hochspannung

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Vorhang auf für einen echten Abstiegskracher: Am Sonntagnachmittag empfängt der FC St. Pauli den seit zwölf Spielen auf einen Sieg wartenden SV Werder Bremen. Für beide Teams bietet das Nordduell die Möglichkeit, sich im direkten Vergleich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

"Wir haben in keinster Weise die Energie auf den Platz gebracht, die vonnöten ist, um hier etwas zu holen", konstatierte ein sichtlich enttäuschter Alexander Blessin nach der herben 0:4-Pleite bei Bayer 04 Leverkusen am vergangenen Spieltag. Doch anstatt Ratlosigkeit angesichts der unerwartet hohen Klatsche an den Tag zu legen, blickte der Coach des FC St. Pauli direkt nach vorn.

"Wir müssen das Spiel schnell abhaken und uns auf das nächste Spiel gegen Bremen konzentrieren. Da haben wir was gutzumachen", gibt Blessin die Marschroute vor – und wählt dabei verblüffend ähnliche Worte wie Kiezkicker-Kapitän Jackson Irvine: "Wir müssen die Partie schnell abhaken, nächste Woche haben wir ein ganz wichtiges Spiel."

Und die Hamburger Akteure haben recht: Es ist nicht irgendein Spiel. Es ist das Nordduell gegen den SV Werder Bremen, es ist die Chance für St. Pauli, sich für die knappe 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel zu revanchieren – und damit erstmals seit dem 16. Spieltag die Abstiegszone zu verlassen.

Bremen zwischen Ergebniskrise und Zuversicht

Doch eben jenen Siegeswillen dürften auch die Werderaner in nicht geringem Ausmaß verspüren, warten sie doch seit Anfang November auf einen Dreier. Auch mit Neucoach Daniel Thioune an der Seitenlinie wollte dies bisher nicht gelingen: In Freiburg setzte es ein 0:1, gegen die Bayern am vergangenen Wochenende ein 0:3.

Trotz dieser Umstände beschreibt Torhüter Mio Backhaus die Stimmung im Team vor dem Nordduell nicht gerade als negativ – im Gegenteil: "Ich habe nicht das Gefühl, dass wir die Köpfe hängen lassen. Wir sind etwas angespannter, aber dennoch positiv."

Das rührt vor allem daher, dass besonders gegen den FC Bayern "viel Positives" zu erkennen war, wie Startelf-Rückkehrer Felix Agu im Nachgang feststellte. Seine Mannschaft zeigte ein aufopferungsvolles Spiel, erzwang mehrere Fehler im Aufbauspiel der Münchner und erspielte sich zahlreiche aussichtsreiche Chancen. "Was gefehlt hat, war, dass wir es finalisieren", brachte es Thioune nach dem Schlusspfiff auf den Punkt.

Ein Nordduell unter Hochspannung

Und so liegt es auf der Hand, dass das anstehende Nordduell eine ordentliche Portion Spannung mit sich bringt – auch wenn Werder auf eine ziemlich eindeutige Bilanz gegen die Kiezkicker bauen kann: In 19 Bundesliga-Duellen wurden 13 Siege und fünf Unentschieden eingefahren, nur einmal musste eine Niederlage hingenommen werden.

Doch Statistiken wie diese werden am Sonntagnachmittag ab 17:30 Uhr, wenn im Millerntor-Stadion der Ball rollt, nebensächlich sein. Für beide Teams ist es bereits ein Do-or-die-Spiel, in dem eine Niederlage aus tabellarischen Gründen fast schon verboten ist. In diesem Sinne: Vorhang auf für einen echten Abstiegskracher!