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Wer wird der Spieler des Monats Dezember?

In der Saison 2018/19 wurde in der Bundesliga erstmals die offizielle Auszeichnung "Spieler des Monats" vergeben. Diese junge Tradition wird auch in der aktuellen Spielzeit weitergeführt. Die Wahl wird von der DFL Deutsche Fußball Liga in Kooperation mit dem offiziellen Lizenzpartner der Bundesliga EA SPORTS durchgeführt.

Die Vergabe beruht auf einem zweistufigen Auswahlverfahren, in dem sowohl die individuellen Leistungsdaten der Spieler als auch das Votum von Fans und Experten berücksichtigt werden. Das sind die Kandidaten für den Dezember:

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Philipp Max (FC Augsburg)

"Wenn's läuft, dann läuft's" – das galt im Dezember für Philipp Max und den FC Augsburg. Der Linksverteidiger sammelte mit den Fuggerstädtern drei Siege, nur beim Herbstmeister RB Leipzig war für den FCA nichts zu holen. Dass die Mannschaft von Martin Schmidt vor der Winterpause so stark unterwegs war, lag vor allem an den starken Leistungen von Philipp Max. Vier Treffer erzielte im Dezember – das war bisher sein Bestwert für eine komplette Saison. Seine drei Großchancen verwandelte der Sohn des einstigen Bundesliga-Torjäger Martin Max eiskalt, dazu versenkte er gegen Düsseldorf noch einen Freistoß direkt im Netz des Gegners. Insgesamt kommt der Linksverteidiger nun auf sechs Saisontore – nur Florian Niederlechner durfte beim FCA häufiger jubeln. "Er ist enorm torgefährlich. Er geht die vielen Wege und ist natürlich auch bei Standards enorm gefährlich", weiß Augsburgs Sportchef Stefan Reuter um die Stärken des 26-Jährigen.

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Kaum verwunderlich, dass auch seine Teamkollegen ihn in den höchsten Tönen loben. "Philipp ist der beste deutsche Linksverteidiger, das ist klar“, bringt ihn beispielsweise Innenverteidiger Tin Jedvaj ins Gespräch für die DFB-Auswahl. "Wenn er so weitermacht, hätte er sich das verdient", unterstreicht Niederlechner, der beim Doppelpack seines Kollegen in Sinsheim (4:2) dessen ersten Treffer vorbereitete, die Qualitäten des offensivstarken Linksfußes. Vorbereiten kann Max übrigens auch sehr gut: Eine Torvorlage gegen Düsseldorf am 16. Spieltag rundete seinen starken Dezember ab – er war im abgelaufenen Monat damit an der Hälfte der zehn Augsburger Tore direkt beteiligt.

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Marco Reus (Borussia Dortmund)

Der Kapitän von Borussia Dortmund ging im Dezember voran bei den Schwarzgelben: Bevor der Nationalspieler das abschließende Duell bei der TSG Hoffenheim wegen einer Muskelverletzung verpasste, war er in den drei vorherigen Partien der überragende BVB-Akteur. An sechs Treffern war der 30-Jährige beteiligt, erzielte drei Tore selbst und bereitete drei weitere vor. Damit sammelte Marco Reus die Hälfte seiner zwölf Hinrunden-Torbeteiligung im abgelaufenen Monat. Und: Einzig sein Teamkollege Jadon Sancho sammelte in den Dezember-Partien mehr Scorerpunkte als die Dortmunder Führungsfigur. An Torvorlagen ist Reus derweil unübertroffen an den vergangenen vier Spieltagen. Für den BVB-Kapitän war schon der Auftakt in den Dezember eine Befreiung: Nach einem für seine Verhältnisse eher schwachen November führte Reus beim 5:0 gegen Fortuna Düsseldorf seine Schwarzgelben mit zwei Toren und einem Assist zum Kantersieg.

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"Die Kritik, die an mir aufkam, war berechtigt. Ich weiß, dass ich nicht meine besten Leistungen gezeigt habe", gab sich der 30-Jährige selbstkritisch – und gab die passende Antwort. In Mainz setzte er dann am 15. Spieltag einem besonderen Makel ein Ende: Beim klaren 4:0 der Dortmunder feierte mit einem Tor und einem Assist seine ersten Scorerpunkte auf fremdem Platz in dieser Bundesliga-Saison. Auch im Topspiel gegen Leipzig war der Nationalspieler dann wieder als Vorbereiter aktiv. Ein starker Dezember – und die richtige Antwort auf kritische Stimmen: Marco Reus ist wieder in der Spur. Und hat mit seinen neun Hinrundentreffern nun bereits die Hälfte seines persönlichen Bundesliga-Rekords (2011/12) erreicht.

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Jadon Sancho (Borussia Dortmund)

Starke Leistungen zeigte Borussia Dortmund im Dezember. Starke Leistungen zeigte dabei vor allem Jadon Sancho. Der englische BVB-Youngster legte im zurückliegenden Monat herausragende Auftritte hin. Allein die nackten Zahlen lesen sich schon besonders beeindruckend: Mit sieben Torbeteiligungen (vier Tore, drei Torvorlagen) war Sancho im Dezember der Topscorer der Bundesliga. Der junge Engländer war im Dezember also an mehr als der Hälfte der 13 Dortmunder Tore beteiligt. Viele Chancen braucht der Wunderdribbler von der Insel dabei im BVB-Dress nicht: Zehn Torschüsse gab Sancho im Dezember ab, vier davon fanden ihr Ziel. In direkten Duellen und im Kombinationsspiel mit seinen Kollegen ist der 19 Jahre alte BVB-Offensivallrounder von den gegnerischen Abwehrreihen kaum zu halten.

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Lucien Favre outete sich nicht nur deshalb als großer Sancho-Fan: "Als Fußballer ist er Weltklasse", schwärmte der Schweizer in den höchsten Tönen von seinem Schützling, der im Dezember fast die Hälfte seiner bisher neun Saisontore (persönlicher Hinrunden-Rekord für Sancho!) erzielen konnte. "Er ist ein guter Junge, der uns regelmäßig sehr, sehr hilft. Ich habe selten einen Spieler gesehen, der in seinem Alter schon so weit ist", macht Favre deutlich, welche große Rolle der Engländer in seinen Planungen einnimmt. Auch in seiner Heimat ist Sancho mittlerweile ein großer Star. Viel Rummel für einen 19-Jährigen, doch den BVB-Offensivwirbler scheint der Trubel im abgelaufenen Monat alles andere als beeindruckt zu haben. Auf dem Platz zeigte er im Dezember regelmäßig, was er drauf hat.

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Philippe Coutinho (FC Bayern München)

Ein Ballzauberer im Mittelfeld – das hatte sich der FC Bayern München versprochen, als der Rekordmeister im Sommer Philippe Coutinho vom FC Barcelona ausgeliehen hatte. Was der Brasilianer alles am Ball kann, bewies er im Dezember vor allem im Duell gegen Werder Bremen. Drei Tore, zwei Torvorlagen: Satte fünf Scorerpunkte sammelte der 27 Jahre alte Spielmacher beim 6:1-Erfolg seiner Münchener. Solch eine Bilanz in einem Spiel gelang im Bayern-Trikot vor Philippe Coutinho zuletzt Robert Lewandowski im April 2017 gegen Augsburg – auch sein jetziger Teamkollege zeichnete damals für drei Tore und zwei Assists verantwortlich. Vor Philippe Coutinho schnürte übrigens nur ein Brasilianer Bundesliga-Dreierpacks für den FC Bayern München: Giovane Elber.

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Sprechen lässt Coutinho derweil lieber Taten als Worte – das Reden überlässt er anderen. "Ich freue mich unheimlich für ihn, dass der Knoten geplatzt ist", war FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic voll des Lobes nach der Galavorstellung, die dem offensiven Mittelfeldspieler fast die Hälfte seiner Torbeteiligungen (fünf von elf) in dieser Saison einbrachten. Torjäger Lewandowski betonte gar: "Wir brauchen so einen Spieler!" Das sah der neue Bayern-Coach Hansi Flick offenbar ähnlich und brachte den brasilianischen Ballzauberer auch in den abschließenden Partien in Freiburg und Wolfsburg von Beginn an. Der Lohn: In beiden Spielen konnten die Münchener wichtige Punkte im Titelrennen sammeln – auch dank Coutinhos Leistungen im offensiven Mittelfeld des Rekordmeisters, der auf weitere Galavorstellungen des 27-jährigen Brasilianers hofft.

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Filip Kostic (Eintracht Frankfurt)

Und er läuft und läuft und läuft: Auf der linken Außenbahn von Eintracht Frankfurt ist Filip Kostic der Dauerbrenner. Der Serbe war in einem für die Hessen eher weniger erfolgreichen Dezember einer der Lichtblicke. "Filip ist heute für drei Mann gelaufen", attestierte ihm beispielsweise SGE-Sportvorstand Fredi Bobic nach der Niederlage im abschließenden Hinrundenspiel beim SC Paderborn. 27 Sprints pro 90 Minuten brachte Kostic auf den Rasen im Dezember – in allen vier Partien stand er über die komplette Spielzeit auf dem Feld. Offensiv ist bei den Hessen kein Spieler auffälliger als an der 27 Jahre alte Außenbahnspieler. Kostic lieferte im Dezember die meisten Torschussvorlagen (25), die meisten Torschussbeteiligungen (37) und mit Abstand die meisten Flanken (35) in der Bundesliga. Gleich zweimal war der Linksfuß im abgelaufenen Monat als Vorbereiter erfolgreich.

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"Es ist erfreulich, dass wir die beste Mannschaft der Bundesliga bei Standards sind", weiß Frankfurts Trainer Adi Hütter die Qualitäten des Serben bei ruhenden Bällen zu schätzen. Kaum verwunderlich, dass auch Kostics Assists aus dem Dezember durch Standards herbeigeführt wurden. Gegen den 1. FC Köln bereitete er zunächst mit einem Eckball den Führungstreffer von Martin Hinteregger vor, wenig später wurde seine Ecke von Goncalo Paciencia veredelt. An der 2:4-Niederlage der Frankfurter gegen die "Geißböcke" änderte diesmal freilich wenig, konstant starke Leistungen zeigte Kostic dennoch als einer der wenigen SGE-Spieler im zurückliegenden Monat.

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Timo Werner (RB Leipzig)

Auch im zurückliegenden Monat war Timo Werner von den Abwehrreihen der Bundesliga-Konkurrenten kaum zu stoppen: Der "Spieler des Monats" November verdiente sich mit seinen Saisontoren 14 bis 18 im Dezember die Chance auf die Titelverteidigung. Mit seinen fünf Treffern war der Nationalstürmer von RB Leipzig Top-Torschütze in diesem Zeitraum und gab ligaweit auch die meisten Torschüsse ab (23). Zu verdanken hat der 23 Jahre alte Angreifer sein Formhoch nach eigenen Angaben dem neuen Trainer seiner Mannschaft. "Unter Julian Nagelsmann bin ich insgesamt sehr variabel geworden und habe schon ganz verschiedene Positionen gespielt. Ich habe nicht nur links oder rechts gespielt, sondern auch schon als Zehner oder vordere Spitze“, erklärt Werner.

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Nagelsmann sieht seinen Schützling ebenfalls besser unterwegs. "Er hatte oft am linken Flügel geparkt und Umschaltmomente kreiert. Jetzt bewegt er sich zwischen den Räumen und ist schwerer auszurechnen", sieht der Leipziger Coach die Qualitäten des Stürmers nun noch effizienter eingesetzt. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder: Durch die fünf Tore im Dezember stellte er beim Herbstmeister einen Vereinsrekord in der Hinrunde auf, auch persönlich war Werner niemals gefährlicher in den ersten 17 Spielen der Saison. Mit 18 Saisontreffern ist der Leipziger darüber hinaus der erfolgreichste deutsche Torschütze in einer Bundesliga-Hinrunde seit Dieter Müller 1977/78. Und er sieht das komplette Potenzial seines Teams noch längst nicht ausgeschöpft: "Wir können noch viel mehr. Wenn wir das zeigen, können wir da, wo wir jetzt stehen, vielleicht auch am Ende stehen."

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