Robert Lewandowski bereitet sich mit der polnischen Nationalelf akribisch auf die EM vor - © LUKASZ GROCHALA/CYFRASPORT via www.imago-images.de/imago images/Newspix
Robert Lewandowski bereitet sich mit der polnischen Nationalelf akribisch auf die EM vor - © LUKASZ GROCHALA/CYFRASPORT via www.imago-images.de/imago images/Newspix
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Knipst Robert Lewandowski jetzt auch für Polen bei der EM?

Robert Lewandowski hat das erfolgreichste Jahr seiner Karriere hinter sich. In den letzten zwölf Monaten holte er mit dem FC Bayern den Titel in der Champions League, wurde zwei Mal Deutscher Meister, erhielt die Auszeichnung zum Weltfußballer und brach den Gerd-Müller-Rekord in der Bundesliga. Kann er nun auch im Trikot der polnischen Nationalelf bei der Europameisterschaft glänzen?

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Was für ein Jahr! Robert Lewandowski hat in den letzten zwölf Monaten so ziemlich jeden Titel gewonnen, den es im Vereinsfußball zu gewinnen gibt. Der Weltfußballer 2020 befindet sich mit 32 Jahren in der Form seines Lebens und schaffte in der abgelaufenen Saison sogar das lang für unmöglich Gehaltene: Er brach den Rekord von Gerd Müller, der in der Saison 1971/72 stolze 40 Saisontore erzielt hatte. 49 Jahre lang schaffte kein anderer Stürmer, diesem Rekord auch nur nahe zu kommen. Dann kam Lewandowski und schoss 41 Tore für den FC Bayern München in der Saison 2020/21.

"Ich habe nicht einmal davon zu träumen gewagt, dass man in einer Saison so viele Tore schießen kann", bekannte der Angreifer selbst gegenüber dem Fußballmagazin "kicker". "Die Bedeutung dieses Rekords für mein späteres Leben kann ich noch nicht einschätzen. Schon der Moment mit 40 Treffern war etwas Besonderes. Es war für mich bisher einfach unvorstellbar gewesen, dass ich diese Marke erreichen könnte." Doch er hat es geschafft.

Lewandowski hat seinen unglaublichen Wert für den deutschen Rekordmeister einmal mehr unter Beweis gestellt. Gegen 16 der 17 Gegner traf er 2020/21 ins Netz und stellte damit den historischen Bundesliga-Rekord ein – nur gegen Leipzig traf er nicht. Dank seiner Tore holten die Bayern den neun Meistertitel in Serie.

Nun fährt der Pole in absoluter Top-Form zur Europameisterschaft. Seine Landsleute erwarten viel vom Superstürmer, wenngleich ihn eine schwierigere Aufgabe erwartet als im Verein, wo er mit einem Team aus Weltklasse-Spielern aufläuft. In der polnischen Nationalelf hingegen sticht Lewy heraus, dort ist er der mit Abstand prominenteste Name und der größte Hoffnungsträger.

Doch hohe Erwartungen ist Lewandowski gewöhnt, diese hat er auch an sich selbst. Keine Frage, dass er alles dafür geben wird, mit Polen bei diesem Turnier, das in elf verschiedenen Städten ausgetragen wird, möglichst weit zu kommen. In der Gruppe E treffen Lewy und Co. auf die Slowakei, Spanien und Schweden. Gegen die Spanier sind die Polen klarer Außenseiter, doch Platz zwei in der Gruppe erscheint als realistisches Ziel.

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Sollte die Mannschaft, in der außer Lewandowski nur ein in Deutschland beschäftigter Spieler steht (Dawid Kownacki von Fortuna Düsseldorf), die Vorrunde überstehen, dann ist nicht auszuschließen, dass im K.o.-Modus weitere Überraschungen gelingen. So gut die Gegner beim Turnier auch sind, einen Lewandowski in Top-Form hat sonst niemand.