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Supercup 2019: Alles Wissenswerte von A bis Z

Köln - Zum 20. Mal wird 2019 der DFL-Supercup ausgetragen. Borussia Dortmund empfängt am Samstag, den 3. August um 20.30 Uhr den DFB-Pokalsieger und Deutschen Meister FC Bayern München. bundesliga.de hat alles Wissenswerte zum großen Showdown um den ersten Titel der Saison im "A bis Z" zusammengefasst.

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A wie Auftakt

Der DFL-Supercup ist der erste offizielle Titel der Saison. Ein deutscher Club kann rein theoretisch drei nationale (Supercup, Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal) und drei internationale Titel (Europäischer Supercup, FIFA Klub-Weltmeisterschaft, Europa oder Champions League) gewinnen.

B wie Burgsmüller

Der älteste Spieler, der jemals im Supercup zum Einsatz kam, ist der leider viel zu früh verstorbene Manfred Burgsmüller, der 1988 für Werder Bremen mit 38 Jahren, 6 Monaten und 28 Tagen auflief. Gegen Eintracht Frankfurt erzielte der Angreifer an diesem Tag den 2:0-Endstand und somit auch der älteste Torschütze des Wettbewerbs.

C wie Clubs

Zwölf Clubs haben bisher das Spiel um den Supercup erreicht: Der bisher letzte Debütant war Eintracht Frankfurt im vergangenen Jahr. Rekordteilnehmer sind die Bayern, die 2019 bereits zum 13. Mal um die Trophäe kämpfen. Seit der Wiedereinführung des Supercups 2010 und der Umbenennung von DFB-Supercup in DFL-Supercup spielten insgesamt fünf verschiedene Teams um den Titel - Bayern, Dortmund, Schalke, Wolfsburg und Frankfurt.

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D wie Drama

Schon fünf Mal wurde die Entscheidung über den Supercup-Sieg erst im Elfmeterschießen entschieden. 1993 gewann der SV Werder Bremen gegen Bayer 04 Leverkusen, 1996 Borussia Dortmund gegen den 1. FC Kaiserslautern, 2011 der FC Schalke 04 gegen den BVB, 2015 siegte der VfL Wolfsburg gegen Bayern München und 2017 sicherten sich die Münchner den Titel gegen den BVB.

E wie Evergreen

Insgesamt gab es 14 unterschiedliche Paarungen um den Supercup, aber nur zwei Teams standen sich öfter als ein Mal im Kampf um den ersten Titel der Saison gegenüber: Im Klassiker zwischen Bayern München und Borussia Dortmund wurde schon sechs Mal der Supercup-Sieger gekürt. Keine andere Begegnung gab es mehr als ein Mal.

>>> BVB und FCB im Duell um den ersten Titel der Saison

F wie Fauxpas

Daniel van Buyten erzielte 2013 das erste Eigentor im Supercup. Er ist bis heute der einzige Feldspieler mit einem Supercup-Eigentor. 2017 unterlief auch Roman Bürki ein solches Missgeschick.

G wie Garantie

In 19 Spielzeiten landete der Supercupsieger in der folgenden Spielzeit immer in der obersten Tabellenhälfte. Die schwächsten Platzierung nach einem frühen Triumph gab es 1993/94 für den amtierenden Meister SV Werder Bremen und 2015/16 für den als Pokalsieger für den Supercup qualifizierten VfL Wolfsburg. Beide Teams wurden am Ende der Saison Achter.

H wie Hummels

Vor allem Mats Hummels wird beim diesjährigen Supercup im Fokus stehen. Der BVB-Rückkehrer stand im Supercup für Dortmund zwei Mal auf dem Platz und holte ein Mal den Titel, mit dem FC Bayern gewann er in drei Spielen drei Mal die Trophäe. Beim BVB verspricht man sich vom 30-Jährigen das sichere Spiel aus der Defensive und starke Führungsqualitäten.

>>> Ein besonderes Spiel für Mats Hummels

I wie Interesse

Auch 2019 ist das Interesse am Supercup wieder immens und die Karten finden reißenden Absatz: Bereits einige Tage vor dem Duell ist der Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München im Dortmunder Signal-Iduna-Park ausverkauft. Im TV wird die Partie live im ZDF und bei DAZN gezeigt.

J wie Jubel

Der FC Bayern ist Supercup-Rekordsieger. Mit dem Erfolg im letzten Jahr konnten die Münchner bereits sieben Mal über den Titelgewinn jubeln - und haben Borussia Dortmund (fünf Siege) damit etwas distanziert. Auf Platz drei folgt Werder Bremen mit drei Erfolgen.

K wie Kovac

Im letzten Jahr war der Supercup für Bayern-Trainer Niko Kovac ein ganz besonderes Spiel. Nicht nur, dass er für den FCB sein Pflichtspiel-Debüt an der Seitenlinie gab, für den 47-Jährigen ging es zudem mit Eintracht Frankfurt gegen seinen Ex-Club. In diesem Jahr könnte Kovac seinen zweiten Supercup in Folge und seinen vierten Titel mit dem FC Bayern holen.

L wie Lewandowski

Robert Lewandowski und Thomas Müller sind mit jeweils acht Einsätzen beim Supercup die Rekordspieler des Supercups. Mit fünf Treffern ist der polnische Angreifer zudem auch der Supercup-Rekordschütze.

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M wie Meister

In den 19 bisherigen Auflagen des Supercups triumphierte zwölf Mal der Deutsche Meister. Zuletzt triumphierte der FC Bayern drei Mal in Serie als amtierender Titelträger. Zuletzt konnte der VfL Wolfsburg 2015 als Pokalsieger den Ligachampion schlagen: Die Wölfe bezwangen die Münchner im Elfmeterschießen.

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N wie Neuzugänge

Borussia Dortmund hat sich in diesem Sommer mit einigen neuen Spielern verstärkt. Neben den Nationalspielern Julian Brandt und Nico Schulz könnten auch Rückkehrer Mats Hummels und der ehemalige Gladbacher Thorgan Hazard zum Einsatz kommen. Auf Bayern-Seite könnten mit Lucas Hernandez und Benjamin Pavard gleich zwei amtierende Weltmeister spielen.

O wie Oldies

1996 schickte Kaiserslauterns Trainer Otto Rehhagel eine Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von 30,1 Jahren auf den Platz. Bis heute die älteste Startelf der Supercup-Geschichte. Das Team verlor allerdings knapp mit 4:5 im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund.

P wie Pokalsieger

Seit 2010 setzte sich erst zwei Mal der Pokalsieger aus der Vorsaison gegen den amtierenden Deutschen Meister durch. Schalke 04 gewann 2011 den Supercup gegen Borussia Dortmund 4:3 n.E., Wolfsburg holte 2015 gegen Bayern München ebenfalls im Elfmeterschießen den Titel (6:5). 2010 und 2016 gewann der FC Bayern zwar auch als Pokalsieger den Supercup, allerdings holten die Bayern im selben Jahr auch die Meisterschaft und bezwangen somit den Tabellenzweiten der Bundesliga. Mit den Spielen aus dem DFB-Supercup (1987-96) behielten die Pokalsieger sieben Mal die Oberhand.

Q wie Qualität

Torreich ging es in der Vergangenheit zumeist in den Spielen des Supercups zu. In den bisherigen 19 Supercup-Endspielen fielen 62 Treffer – im Schnitt also 3,3 pro Partie.

R wie Rekordteilnehmer

Es treffen die beiden Rekord-Supercup-Teilnehmer aufeinander: Der FC Bayern kämpft zum 13. Mal (zum achten Mal in Folge), Borussia Dortmund zum zehnten Mal um die Trophäe (auf Platz drei folgt Werder Bremen mit vier Teilnahmen).

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S wie Statistik

Statistisch gesehen gibt in diesem Supercup-Duell keinen klaren Favoriten. Die Münchner und die Dortmunder trafen schon sechs Mal im Supercup aufeinander (fünf Mal in den letzten sieben Jahren). 1989 siegte der BVB gegen den deutschen Rekordmeister in Kaiserslautern trotz zweimaligem Rückstands mit 4:3. Andreas Möller erzielte in der 88. Spielminute den Siegtreffer (die weiteren Tore: 2-mal Breitzke, Wegmann - McInally, Grahammer, Mihajlovic). 2012 gewannen die Bayern am 12. August in der Allianz Arena mit 2:1 (Tore: Mario Mandzukic 6., Thomas Müller 11. - Robert Lewandowski 75.). 2013 und 2014 hieß der Sieger jeweils Dortmund (4:2 und 2:0), ehe 2016 und 2018 die Bayern wieder die Oberhand behielten.

T wie Trainer

Der Rekordtrainer der Bundesliga (832 Spiele) ist auch Rekordtrainer im Supercup. Insgesamt war Otto Rehhagel fünf Mal als Coach mit dabei. Vier Mal erreichte er das Finale mit dem SV Werder Bremen, einmal mit dem 1. FC Kaiserslautern. Drei Mal sicherte er sich am Ende den Titel. Damit ist er gemeinsam mit Jupp Heynckes der Rekordsieger.

U wie Unvollkommen

Fast wäre dem FC Bayern 2013 der Gewinn eines Sextetts gelungen. Die Münchner gewannen 2012/13 DFB-Pokal, Deutsche Meisterschaft und die Champions League, holten anschließend den UEFA-Supercup und die Klub-Weltmeisterschaft. Nur im DFL-Supercup scheiterten sie und mussten sich in Pep Guardiolas erstem Pflichtspiel als Bayern-Coach Borussia Dortmund mit 2:4 geschlagen geben.

V wie Vergangenheit

Zwischen 1987 und 1996 wurde nur ein Supercupsieger im Anschluss auch Deutscher Meister. Borussia Dortmund verteidigte nach einem 1:0 im Supercup gegen Borussia Mönchenglabach 1995/96 erfolgreich die Meisterschaft. Seit der Wiedereinführung 2010 ist die Quote wesentlich besser: Vier Mal holte der Supercupsieger im Anschluss auch die Schale. Jedes Mal war es der FC Bayern München, der beide Titel gewinnen konnte. Zuletzt sogar drei Mal in Serie.

>>> So könnte der FC Bayern München im Supercup auflaufen 

W wie Wanderpokal

Der Supercup ist 53 Zentimeter hoch und 5,5 Kilogramm schwer. Entworfen und angefertigt wurde der Wanderpokal in der Silbermanufaktur Koch & Bergfeld in Bremen. Die Veredelung durch Sterling-Silber symbolisiert den Wettbewerb um die Deutsche Meisterschaft, jene mit Feingold den um den DFB-Pokal. Beide Trägerseiten der Supercup-Trophäe symbolisieren Arme, die nach einem Chromball mit 19 Zentimetern Durchmesser greifen. Der Versicherungswert des Pokals beträgt 30.000 Euro.

X wie X-Faktor

Die bisherigen 19 Ausgaben des Supercups fanden sieben Mal in einem neutralen Stadion und zwölf Mal in der Heimstätte einer der beiden Mannschaften statt. Einen Heimvorteil, also den entscheidenden Faktor X, gab es bislang allerdings nicht zu beobachten: Nur fünf Mal durfte der Supercupsieger im eigenen Stadion den Titel feiern. Sieben Mal triumphierte das Gastteam.

>>> Dortmunds mögliche Startelf im Supercup

Y wie Youngster

Der jüngste je im Supercup eingesetzte Spieler war 2014 Gianluca Gaudino vom FC Bayern München (17 Jahre, 275 Tage). Der jüngste Supercup-Sieger war nur wenige Tage älter, Julian Draxler im Jahr 2011 im Alter von 17 Jahren und 306 Tagen. Der jüngste Torschütze ist wiederum Christian Pulisic, der 2017 im Alter von 18 Jahren und 321 Tagen für Borussia Dortmund gegen Bayern München traf. Der BVB verlor damals im Elfmeterschießen.

Z wie Zuschauer

Der Supercup erregt auch 2019 wieder weltweite Aufmerksamkeit. Das Spiel im Dortmunder Signal-Iduna-Park wird in mehr als 200 der 211 FIFA-Mitgliedsländer übertragen. In Deutschland ist die Begegnung live im ZDF und auf DAZN zu sehen. Mit eigenen Teams werden vor Ort zudem unter anderem FOX Sports (Südamerika), Sky Perfect TV (Japan), Eleven Sports Polen, Eleven Sports Belgien, beIN Frankreich und beIN MENA (Mittlerer Osten und Nordafrika) vertreten sein und aus dem ausverkauften Stadion berichten.