
Marcel Sabitzer: Eckpfeiler des Erfolgs von RB Leipzig
RB Leipzig befindet sich im Höhenflug. Das Team von Julian Nagelsmann legt einen Startrekord hin und steht mit 13 Punkten nach fünf Spieltagen noch nie so gut zu Beginn der Bundesliga dar wie jetzt. Allen voran geht Marcel Sabitzer, der sich von Spiel zu Spiel immer mehr zum Eckpfeiler des Teams entwickelt.
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Ein kurzer Blick zum Tor, zwei schnelle Schritte Anlauf und dann mit viel Druck und Effet, aus halblinker Position vor dem Strafraum, in Richtung Tor: Marcel Sabitzers Freistoßtor gegen den SV Werder Bremen am 5. Spieltag war eins für die Lehrbücher. Torhüter Jiri Pavlenka hatte keine Chance, als die Kugel fast perfekt im oberen linken Eck des Tores landete. Sabitzers Jubel im Anschluss war hingegen eher verhalten. "Ich war überrascht, dass er reingeht", erklärte der Österreicher nach dem Spiel und fügte hinzu: "Klar freue ich mich, aber manchmal kommt man gar nicht zum Jubeln, bevor die Kollegen da sind."
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Das Tor von Sabitzer ebnete den Weg zum vierten Sieg im fünften Spiel der Sachsen in dieser Saison. Seit dem 3. Spieltag ist RB Leipzig Tabellenführer. Mit einem Sieg gegen den FC Schalke 04 am Samstag um 15:30 Uhr kann Leipzig aus eigener Kraft erstmals in der Bundesliga über vier Spieltage hinweg Spitzenreiter sein. Trotz dieser starken Leistung bleibt Sabitzer aber gelassen: "Wir dürfen nicht alles auf die Goldwaage legen. Wir haben es bis jetzt ordentlich gemacht, aber auch nicht immer ganz so gut. Wir werden versuchen, das zu verbessern, dass wir auch mental auf der Höhe sind, und dann kann das natürlich gut aussehen am Ende der Saison."
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Alles neu unter Nagelsmann
Unter Julian Nagelsmann entwickelt sich Leipzig spielerisch weiter, läuft mehr und hat eine bessere Passquote als letzte Saison. Die Sachsen verstehen es aber weiterhin, im richtigen Moment schnell und effektiv umzuschalten. 2017/18 waren die Leipziger das konterstärkste Team der Bundesliga (elf Kontertore waren Liga-Bestwert). Von dieser Stärke büßten die Leipziger 2018/19 allerdings etwas ein, acht Kontertore waren ein mittelmäßiger Wert. Mit dem neuen Spielsystem unter Nagelsmann kommt die alte Konterstärke so langsam wieder zurück: Aktuell haben die Leipziger zwei Kontertore auf dem Konto (Ligahöchstwert). Nachdem also nicht mal 15 % der Saison hinter uns liegen hat Leipzig schon 25 % seiner Vorjahresausbeute erreicht.
Spielbericht: Klares 3:0 für Leipzig gegen Werder Bremen
Trotz allen Erfolgen weiß der Cheftrainer, dass seine Truppe noch weit vom Titel entfernt ist und versucht die Euphorie zu bremsen: "Für einen angeblichen Titelkandidat haben wir bei weitem noch nicht so dominant gespielt." Die frühe Zurückhaltung nimmt natürlich großen Druck von der Mannschaft, sollten die aktuellen Leistungen aber hochgehalten werden können, wird RB ein ernst zu nehmender Gegner bleiben.

Neuer Eckpfeiler
In der vergangenen Saison brillierte Marcel Sabitzer unter Ralf Rangnick nur selten. Vier Tore und fünf Assists standen nach 30 Spielen auf dem Konto. In den letzten Jahren stand er oft im Schatten von Spielern wie Emil Forsberg oder Naby Keita, die für deutlich mehr aufsehen sorgten.
Diese Saison ist alles anders. Sabitzer ist einer der Eckpfeiler seiner Mannschaft. Bereits am 1. Spieltag drehte er ganz groß auf und war an allen vier Leipzig-Treffern beim Auftakterfolg gegen den 1. FC Union Berlin beteiligt. Das Freistoßtor gegen Bremen war sein zweiter Treffer in dieser Saison. Mit fünf Scorer-Punkten ist er gemeinsam mit Timo Werner Topscorer der Sachsen.
Der 25-jährige Rechtsfuß ist vor allem bei Standards besonders gefährlich: Der letzte direkte Treffer gegen Werder war bereits sein drittes Freistoßtor für RB, alle erzielte Sabitzer in diesem Jahr. Das schaffte in 2019 bisher kein anderer Bundesliga-Spieler. Drei der vier bisherigen Bundesliga-Freistoßtore für RB gehen auf den Österreicher, das vierte schoss der heutige Liverpooler Keita.
Marcel Sabitzer geht mit starken Leistungen voran und ist für den großen Erfolg der Leipziger mitverantwortlich. Die Mentalität des Teams stimmt und für Sabitzer persönlich waren die letzten Spiele ein "Riesenspaß". Wenn die Sachsen in dieser Saison so weitermachen, könnte der Kampf um die Meisterschaft wieder spannend werden.
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