Terzic, Farke, Schwarz, Kramer, Maaßen, Breitenreiter, Kovac (v.l.n.r.): Die neuen Trainer der Bundesliga - © DFL
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Das sind die neuen Trainer in der Saison 2022/23

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Vor einem Jahr waren es acht Bundesliga-Vereine, die mit einem neuen Trainer in die Saison starteten, diesmal sind es sieben. bundesliga.de stellt die Männer vor, die für frischen Wind in ihren Clubs sorgen sollen.

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Edin Terzic, Borussia Dortmund

Der neue BVB-Trainer ist ein alter Bekannter: Edin Terzic führte die Schwarz-Gelben in der Saison 2020/21 als Interimstrainer in einem bärenstarken Schlussspurt in die Champions League und zum DFB-Pokalsieg. Schon damals war allen BVB-Fans so gut wie klar, dass der Vorgänger von Marco Rose irgendwann auch sein Nachfolger werden würde. Nach einem Jahr in der Position des Technischen Leiters kehrt Terzic nun auf die Trainerbank zurück und wird, gemeinsam mit dem bisherigen U17-Trainer Sebastien Geppert und dem erfahrenen Co-Trainer Peter Hermann, an die Leistungen aus der Endphase der vorletzten Saison anknüpfen wollen. Der Vorteil des 39-Jährigen: Als glühender Fans seines eigenen Vereins besitzt er einen großen Kredit bei den Anhängern. Wenn Terzic es schafft, dass Dortmund auf dem Platz und auf den Rängen als Einheit auftritt, dann könnte der BVB im Meisterkampf ein Wörtchen mitreden.

Andre Breitenreiter, TSG Hoffenheim

In Deutschland galt Andre Breitenreiter in der Vergangenheit als Aufstiegs-Experte, schließlich hat er sowohl mit dem SC Paderborn 07 (2014) als auch mit Hannover 96 (2017) schon den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Seit der letzten Saison darf er sich aber auch Meistertrainer nennen, denn er schaffte es, den FC Zürich nach 13 Jahren wieder zum Titelgewinn in der Schweiz zu führen. Durch diesen Erfolg betrieb er nachdrücklich Eigenwerbung und es ist die TSG Hoffenheim, die sich die Dienste des 48-Jährigen gesichert hat. Breitenreiter übernimmt eine Mannschaft mit viel Potenzial, die zurück ins internationale Geschäft will. Seine Vita zeigt: Dafür könnte er genau der richtige Mann sein.

Daniel Farke, Borussia Mönchengladbach

Der Name von Daniel Farke fiel in der Vergangenheit häufig, wenn ein Bundesliga-Verein auf der Suche nach einem neuen Trainer war. Doch obwohl sich der 45-Jährige in den letzten Jahren einen guten Ruf erworben hat, dauerte es, bis er den Weg in Deutschlands Eliteklasse fand. Farke begann seine Trainerlaufbahn beim SV Lippstadt, den er durch zwei Aufstiege in Serie in die Regionalliga führte, danach betreute er von 2015 bis 2017 die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Von dort gelang ihm der Sprung auf die Insel, wo er Norwich City in die Premier League führte. Nach einem kurzen Gastspiel beim FK Krasnodar ist er nun der neue Trainer der Fohlenelf. Eine spannende Wahl, die den Gladbachern Lust auf die neue Saison macht.

Niko Kovac, VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfburg konnte sich einen Trainer sichern, der mit Fug und Recht als Bundesliga-Legende bezeichnet werden kann: Niko Kovac hat schließlich nicht nur zahlreiche Einsätze als Spieler für Hertha BSC, Bayer 04 Leverkusen, den FC Bayern München und den Hamburger SV in der Vita stehen, sondern wurde als Trainer schon mit Eintracht Frankfurt DFB-Pokalsieger und holte mit den Bayern 2018/19 Meisterschaft, DFB-Pokal und Supercup. Zuletzt hatte er in Frankreich bei der AS Monaco das Sagen, bevor er nun die Wölfe anleiten wird. Der 50-Jährige, der wie üblich von seinem Bruder Robert unterstützt wird, ist sicherlich der prominenteste unter den neuen Bundesliga-Trainern. Es bleibt abzuwarten, ob er auch der erfolgreichste wird.

Enrico Maaßen, FC Augsburg

Der neue Cheftrainer des FC Augsburg hat von allen neuen Coaches sicherlich den unbekanntesten Namen, noch wird Enrico Maaßen vielen Fußballfans in Deutschland kein Begriff sein. Das könnte sich aber rasch ändern, denn der 38-Jährige ist ehrgeizig und hat es durch seine akribische Arbeit im Rekordtempo aus der Oberliga bis in die Bundesliga geschafft. Bei seinen ersten Stationen SV Drochtersen/Assel und SV Rödinghausen machte er den BVB auf sich aufmerksam, der Maaßen zur Saison 2020/21 für seine zweite Mannschaft verpflichtete. Diese führte er direkt zum Aufstieg in die 3. Liga und dort zum souveränen Klassenerhalt und Platz neun. Jetzt darf er sein Können in Augsburg auf der großen Bühne Bundesliga zeigen.

Sandro Schwarz, Hertha BSC

Lange war der Name von Sandro Schwarz eng mit dem 1. FSV Mainz 05 verbunden, denn dort war 43-Jährige einst als Spieler aktiv und betreute später nacheinander die U19, die zweite Mannschaft und schließlich das Bundesliga-Team. Nachdem er dort Ende 2019 freigestellt wurde, landete er ein knappes Jahr später bei Dynamo Moskau. Bei seinen bisherigen Stationen präsentierte sich Schwarz als Trainer, der sehr leidenschaftlich und emotional auftritt und seine Spieler mitreißen kann. Diese Qualitäten soll er nun bei der Hertha einbringen, die nach zwei enttäuschenden Jahren, in denen der Klassenerhalt jeweils nur knapp vermieden wurde, endlich wieder den Weg nach oben finden will.

Frank Kramer, FC Schalke 04

Die Verantwortlichen des FC Schalke 04 haben deutlich erklärt, dass es nach dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga nur ein Ziel geben kann: den Klassenerhalt. Um diesen zu erreichen, sieht der Verein Frank Kramer als den genau richtigen Mann an, obwohl er zuletzt mit Arminia Bielefeld den Abstieg nicht hatte vermeiden können. Der 50-Jährige genießt in der Branche einen sehr guten Ruf, hat nicht zuletzt während seiner Arbeit für den DFB, wo er von 2016 bis 2019 mehrere Junioren-Nationalteams betreute, gezeigt, dass er ein Händchen im Umgang mit jungen Spielern hat. Zudem gilt Kramer als Teamplayer und Taktik-Experte. Allesamt Fähigkeiten, die ihn für die Königsblauen interessant gemacht haben.