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Matheus Cunha: Energiebündel und Hoffnungsträger von Hertha BSC

Es dauerte ein wenig, bis Winterneuzugang Matheus Cunha Hertha BSC weiterhelfen konnte. Erst kurz vor dem 22. Spieltag kehrte er von der erfolgreichen Olympia-Qualifikation mit der brasilianischen U23-Nationalmannschaft zurück. Alexander Nouri berief den 20-Jährigen beim wichtigen Auswärtsspiel in Paderborn sofort in die Startelf.

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Und diese Maßnahme zahlte sich aus. Matheus Cunha war einer der Aktivposten und erzwang mit einem sehenswerten Hackentrick den Treffer zum 2:1-Sieg. Zuletzt fiel er aber nicht nur durch seine sportlichen Qualitäten, sondern auch durch sein unbändiges Kämpferherz auf. Sowohl beim 3:3 bei Fortuna Düsseldorf als auch beim 2:2 gegen Werder Bremen war er der Anführer der Berliner Aufholjagd.

In Düsseldorf lagen die Berliner 0:3, gegen Werder 0:2 zurück. Auch, weil Cunha jeweils traf, rettete die Nouri-Truppe jeweils noch einen Zähler und hielt so die Clubs aus dem Tabellenkeller auf Distanz. Beeindruckendvor allem seine Daten gegen Werder. Neun Torschüsse, 39 absolvierte Zweikämpfe und 24 Sprints - jeweils die Topwerte in dieser Partie.

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Die sportlich schwierige Lage hat der Rechtsfuß verinnerlicht: "Wir sind im Abstiegskampf, ja, aber diese Mannschaft hat Qualität, und ich will dabei helfen, dass sie diese auch abruft", so Cunha, der wie die einstige Hertha-Legende Marcelinho aus der nordostbrasilianischen Region Paraiba stammt. Mittelfristig hat er mit den Berlinern aber ganz andere Pläne. "Ich will, dass die Hertha der Verein wird, den ich immer in ihr gesehen habe: Einer der größten in Deutschland", so der selbstbewusste Angreifer.

Auch wegen diesem Ehrgeiz hat die Hertha BSC ihn verpflichtet. "Matheus ist ein junger Spieler mit einem enormen Potenzial, der trotzdem schon seine Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Er kann im Zentrum und hängend spielen, damit macht er unser Angriffsspiel variabler", erklärte Michael Preetz nach der Verpflichtung. Bislang hat er in allen Belangen Recht behalten.