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Piatek-Doppelpack: Hertha BSC gewinnt das Stadtderby gegen den 1. FC Union Berlin

Hertha BSC hat das Stadtderby gegen den 1. FC Union Berlin mit 3:1 (1:1) gewonnen. Die Gastgeber profitierten dabei von der Roten Karte gegen Robert Andrich sowie von zwei klugen Wechseln.

Fantasy Heroes: Krzystof Piatek (16) | Peter Pekarik (10) | Niklas Stark (8)

Hertha BSC hat das Stadtderby gegen den 1. FC Union Berlin  mit 3:1 (1:1) gewonnen. Garant  für den Sieg waren die eingewechselten Krzystof Piatek und Javairo Dilrosun. Der Pole war mit zwei Treffern (74. und 77.) eiskalter Vollstrecker, profitierte aber in beiden Situationen von Zuspielen des Niederländers. Vor dem Seitenwechsel hatte Taiwo Awoniyi (20.) die Gäste in Führung gebracht, Robert Andrich dafür Rot gesehen (23.). Den Ausgleich erzielte Peter Pekarik nach der Pause (51.).

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Bei Hertha kam Jordan Torunarigha nach längerer Pause wieder ins Team, er hatte zuletzt am 2. Spieltag beim 1:3 gegen Frankfurt gespielt. Mit der zweiten Änderung in der Startelf sortierte Trainer Bruno Labbadia seine Mannschaft etwas defensiver,  Piatek musste für Lucas Tousart weichen. Santiago Ascacibar (muskuläre Probleme) und Jhon Cordoba (Bänderverletzung im Sprunggelenk) fehlten bei der Alten Dame.

Der Ausgleich: Peter Pekarik trifft zum 1:1 - Tilo Wiedensohler via www.imago-images.de/imago images/Camera 4

Union-Trainer Urs Fischer musste auf Christian Gentner (Wadenblessur), Joel Pohjanpalo (Knochenfraktur im Sprunggelenk), Nico Schlotterbeck (Oberschenkelblessur), Anthony Ujah (Arthroskopie im Knie) verzichten. Gegenüber dem 3:3 gegen Frankfurt gab es eine Änderung in der Startelf. Julian Ryerson stand für Sheraldo Becker im Aufgebot. Das war dem Norweger zuvor in dieser Saison nur am 6. Spieltag beim 3:1 in Hoffenheim vergönnt gewesen.

Das Konzept der Köpenicker ging in der Anfangsphase auf. Die Fischer-Elf überließ Hertha das Feld, konzentrierte sich aufs Verteidigen und lauerte auf Fehler. Die Alte Dame schien mit dieser Aufgabe hin und wieder zu stark gefordert. Union hingegen wusste mit der ersten Offensivaktion den ersten Akzent zu setzen.

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Nach einem Zuspiel von Marcus Ingvartsen kam Awoniyi aus gut 18 Metern zum Schuss, traf den Ball dabei aber nicht richtig - was es für Alexander Schwolow unmöglich machte, den Gegentreffer zu verhindern (20.).

Taiwo Awoniyi zieht ab und trifft zum 1:0 für Union - Maja Hitij/Getty Images

Wenige Minuten nach dem Führungstreffer aber schwächten sich die Gäste selbst.  Andrich sah nach einem Foul an Tousart wegen gefährlichen Spiels die Rote Karte (23.). Vor dem Seitenwechsel passierte nicht mehr viel. Union besann sich aufs Verteidigen, Hertha hatte Schwierigkeiten, im Angriff Durchschlagskraft zu entwickeln, obschon die Labbadia-Elf mehr Spielanteile hatte.

Das 0:1 zur Pause war bereits der sechste Halbzeit-Rückstand in dieser Spielzeit. Die fünf vorherigen Spiele hatte der Hauptstadt-Club verloren.

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Nach dem Seitenwechsel aber stemmten sich die Gastgeber mit aller Macht gegen die Fortsetzung dieser Serie. Nach einem Fernschuss von Matheus Cunha stand Pekarik frei und erzielte aus kurzer Entfernung den 1:1-Ausgleich. Zuvor hatte Union-Keeper Andreas Luthe den Ball unglücklich abklatschen lassen.

Hertha war nun das bessere Team, obschon Union mit beachtlicher Intensität verteidigte. Ein genialer Moment des eingewechselten Javairo Dilrosun leitete den Sieg der Gastgeber ein: Der Niederländer legte den Ball vom linken Flügel kommend in die Mitte, wo der ebenfalls eingewechselte Piatek verwandelte. Julian Ryerson fälschte den Ball noch ab und nahm Luthe so die Abwehrchance (74.). Knapp drei Minuten später war es die gleiche Kombination. Dilrosun leitete die Situation ein, Piatek vollstreckte - diesmal in artistischer Manier (77.).

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Die Hertha punktete erstmals in dieser Saison nach einem Rückstand. Den letzten Sieg nach Rückstand hatte es für die Hertha im Januar 2020 in Wolfsburg gegeben (2:1). Union verlor erstmals diese Saison nach einer Führung.

Spieler des Spiels: Krzysztof Piatek

Krzysztof Piatek kam, sah und siegte. Der Joker von Bruno Labbadia gab die meisten Torschüsse aller Spieler ab (4) und feierte seinen ersten Doppelpack in der Bundesliga. Alle seine drei Saisontore und fünf seiner siebben Bundesliga-Tore erzielte der Pole als Einwechselspieler.

Jubellauf: Krzystof Piatek dreht nach seinem Tor ab - Maja Hitij/Getty Images