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Erling Haaland gegen Robert Lewandowski: Torjäger-Duell beim Klassiker Dortmund gegen Bayern

Am kommenden 7. Spieltag naht bereits das Spitzenspiel der noch jungen Saison. Rechtzeitig vor dem Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München haben sich beide Clubs in Stellung gebracht und grüßen punktgleich von der Tabellenspitze. Beim direkten Duell dürfte es aber vor allem auf die beiden Mittelstürmer ankommen, die sich in glänzender Form befinden.

Das Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (Anstoß: Samstag, 7. November, 18:30 Uhr) ist auch das Duell der beiden Mittelstürmer Erling Haaland und Robert Lewandowski. Wer von beiden den besseren Tag erwischt, hat auch gute Chancen, am Ende die drei Punkte mitzunehmen. Allerdings befinden sich derzeit beide Torjäger in absoluter Top-Form.

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Der 20-jährige Haaland steht dabei für den jungen, aufstrebenden Stürmertyp, der bisweilen jedoch so abgebrüht wirkt, als wäre er schon Jahre dabei. Fünf Tore und zwei Vorlagen hat er bereits nach fünf Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison auf seinem Konto. Sein "Signature-Move" sind dabei die pfeilschnelle Läufe in die Tiefe , die in nicht wenigen Fällen mit einem immens wuchtigen Linksschuss unter die Latte abgeschlossen werden.

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Keine Frage: Haaland präsentiert sich vor dem gegnerischen Tor extrem effizient. Im Schnitt braucht er nicht einmal drei Torschüsse für einen Treffer. Hier ist er seinem Kontrahenten Lewandowski, der etwas mehr als fünf Torschüsse für ein Erfolgserlebnis braucht, sogar deutlich überlegen. Und auch bei der sensationellen Quote von nur 81 Minuten pro Tor, kann Lewandowski (106 Minuten pro Treffer) nicht mithalten. Der junge Haaland hat die Bundesliga außerdem von Beginn an aufgemischt. Nach seinen ersten 20 Bundesliga-Spielen hat er bereits 18 Mal eingenetzt. Ein Wert, der historisch nur noch knapp von Uwe Seeler übertroffen wird (19 Tore 1963/64). Zum Vergleich: Lewandowski hatte nach seinen ersten 20 Bundesliga-Spielen gerade einmal fünf Tore auf der Habenseite.

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Doch der zwölf Jahre ältere Pole verhält sich wie ein guter Wein: Er wird mit dem Alter immer besser. Mit zehn Saisontoren hat er nicht nur doppelt so viele erzielt wie Haaland, er ist auch der erste Spiele der Historie, der nach fünf Spieltagen bereits eine zweistellige Anzahl an Treffern auf dem Konto hatte. Und auch, was die Mannschaftsdienlichkeit anbetrifft, hat Lewandowski sich entwickelt. Mit drei Assists, die ihn ganz nebenbei auch zum Top-Scorer machen, ist er auch in dieser Statistik besser als der Dortmunder.

Vor allem ist Lewandowski aber der "Mr. Klassiker": 16 Tore gelangen ihm bereits in der Bundesliga gegen seinen Ex-Club Dortmund. Das hat noch kein Bayern-Spieler geschafft. Alleine in den letzten sieben Aufeinandertreffen schenkte er dem BVB zwölf Buden ein. Aber auch Haaland wusste in seiner kurzen Zeit bei den Schwarz-Gelben schon gegen Bayern zu überzeugen: Beim Supercup Ende September steuerte er ein Tor und eine Vorlage bei.

Während Lewandowski der deutlich bessere Kopfballspieler ist (39 Kopfball-Tore in der Bundesliga vs. einem Kopfball-Treffer), bringt Haaland weit mehr Geschwindigkeit auf den Rasen (35,2 Km/h vs. 32,0 Km/h). Beide aber eint der unbedingte Wille, ein Tor zu erzielen. Es dürfte ein hoch spannender Vergleich der beiden vielleicht aufregendsten Bundesliga-Stürmer dieser Zeit werden. Wer dem 103. Klassiker in der Bundesliga seinen Stempel aufdrücken – und mit seiner Elf ein erstes Ausrufezeichen bezüglich der Meisterschaft setzen kann, wird sich jedoch erst am Samstag um 18:30 Uhr zeigen...