Alcacer, Witsel, Reus, Akanji, Sancho: Die Schlüsselspieler beim BVB - © DFL Deutsche Fußball Liga
Alcacer, Witsel, Reus, Akanji, Sancho: Die Schlüsselspieler beim BVB - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Reus, Alcacer, Sancho, Witsel, Akanji: Das sind die Schlüsselspieler bei Borussia Dortmund

Köln – Der Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München naht. Am 28. Spieltag kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden aktuellen Spitzenteams der Bundesliga und in diesem Jahr ist das Duell im Kampf um den Meistertitel so wichtig wie lange nicht mehr. bundesliga.de stellt an dieser Stelle die Schlüsselspieler von Borussia Dortmund vor.

Marco Reus

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Es ist vielleicht die Saison seines Lebens. Marco Reus ist mit 15 Toren nicht nur der beste Torjäger beim BVB, er gab auch mit Abstand die meisten Torschüsse ab (59) und legte die zweitmeisten auf (48). Insgesamt acht Großchancen kreierte der Kapitän. Unter Lucien Favre ist er in einer zentralen Rolle zwischen Mittelfeld und Angriff der Dreh- und Angelpunkt bei Dortmund. Inzwischen hat Reus 114 Bundesliga-Treffer erzielt. Damit liegt er auf Rang 38 in der ewigen Bundesliga-Torjägerliste. Ein unfassbarer Wert für einen Mittelfeldspieler. Reus geht in dieser Saison aber auch als Kapitän und Leader voran und ist damit wichtiger denn je für seine Mannschaft. Als frischgebackener Papa geht Reus mit zusätzlichen Glücksgefühlen ins Duell mit den Bayern.

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Jadon Sancho

Der Engländer ist der absolute Shooting-Star der Saison. Neben seiner Schnelligkeit und seinen unnachahmlichen Qualitäten im Eins-gegen-Eins ist er darüber hinaus auch extrem effektiv: Mit 13 Torvorlagen ist er nicht nur der beste Vorbereiter der Bundesliga, sondern auch in den fünf europäischen Top-Ligen hat kein Spieler mehr. Und dabei ist Sancho gerade einmal 18 Jahre alt. Historisch ist er jetzt schon der jüngste Bundesliga-Spieler, der neun Treffer erzielte und der jüngste BVB-Spieler, dem ein Doppelpack gelang.

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Paco Alcacer

Paco Alcacer kam nicht optimal ins Jahr 2019, aber ist in den letzten Spielen wieder voll da. Der Spanier erlöste den BVB mit seinen beiden späten Treffern gegen den VfL Wolfsburg, mit denen er zugleich für einen Bundesliga-Rekord sorgte: Der Torjäger hat in dieser Saison bereits fünf Treffer nach der 89. Minute erzielt - einmalig in der Liga-Historie. Dabei stand er in der Bundesliga nur 964 Minuten auf dem Rasen, der Spanier benötigte also im Schnitt nur 60 Minuten für ein Tor. Alcacer zeichnet aus, dass er nur wenige Chancen benötigt. Aus seinen 47 Torschüssen machte er 16 Treffer. Zum Vergleich: Robert Lewandowski benötigte für seine 19 Saisontore 107 Versuche. Der 25-Jährige erzielte zwölf seiner 16 Bundesliga-Tore als Joker, womit er schon jetzt den historischen Saisonrekord verbessert hat. Zudem ist der Rechtsfuß schon jetzt bereits der erfolgreichste Joker der Dortmunder Bundesliga-Geschichte; er überflügelte Marcio Amoroso und Ewerthon (je 8 Joker-Tore).

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Axel Witsel

So manche Zweifel gab es vor der Verpflichtung des belgischen Nationalspielers im Sommer, der zuvor in China nicht unbedingt in einer Weltklasse-Liga gespielt hatte. Doch die Bedenken waren schnell ausgeräumt: Witsel ist beim BVB der Chefstratege im defensiven Mittelfeld. Kein anderer Feldspieler der Borussia bringt es auf mehr Pflichtspielminuten. Pro Partie war er zudem im Schnitt 88 Mal am Ball und spielte bei den Schwarz-Gelben die meisten Pässe – bei einer Erfolgsquote von 94 Prozent – Topwert unter allen  Mittelfeldspielern der Bundesliga. Aber auch als Gegenspieler ist der 30-Jährige höchst unangenehm: Mit 59 Prozent gewonnener Duelle zählt er zu den zweikampfstärksten Mittelfeldspielern.

Manuel Akanji

Nach dem Abgang von Sokratis hat Manuel Akanji schnell in die Rolle des Abwehrchefs gefunden. Der schweizer Nationalspieler verpasste zwar neun Spiele verletzungsbedingt, stand sonst aber immer bedingungslos in der Startelf von Lucien Favre. Im Vergleich zur Vorsaison hat sich der 23-Jährige auch in Sachen Zweikampfführung verbessert, steigerte seine Quote von 58 auf 61 Prozent. Und was das Passspiel betrifft, ist er ohnehin einer der besten der Bundesliga: 94 Prozent seiner Bälle kommen beim Mitspieler an.

Karol Herrmann