Bayern München und Borussia Dortmund kämpfen um die Meisterschaft - © DFL
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Titelkampf: Was spricht für Bayern München, was für Borussia Dortmund?

Köln - Bis zur 98. Minute blieb die Spannung noch zum Greifen nah. Fortuna Düsseldorf drückte bei Borussia Dortmund auf den 3:3-Ausgleich und hätte den FC Bayern damit zum Meister geschossen. Letztlich blieb es beim 3:2-Erfolg des BVB und die Entscheidung im Titelkampf ist auf das Saisonfinale verschoben. Die Münchner haben die bessere Ausgangslage, aber es gibt auch Gründe, die für Dortmund sprechen.

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1) Bessere Form

Der FC Bayern München ist seit 13 Spielen ungeschlagen (zehn Siege, drei Unentschieden). 39 Zähler stehen für die Kovac-Truppe in der Rückrunde zu Buche und damit satte acht Punkte mehr geholt als Dortmund. Nach dem Remis in Leipzig muss noch ein einziger weiterer Zähler hinzukommen.

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2) Robben ist wieder da

Nach fünf Monaten Abstinenz hat Arjen Robben beim 3:1-Sieg gegen Hannover 96 sein Comeback gefeiert. Bevor er den FC Bayern am Ende der Saison verlassen wird, will der Niederländer sich aber noch standesgemäß verabschieden - nämlich als Meister. Dass Robben immer noch ein Unterschiedsspieler ist, dürfte bekannt sein. In Leipzig kam er kurz vor dem Abpfiff und hatte sofort den Siegtreffer auf dem Fuß. Vielleicht gelingt ihm gegen Frankfurt der entscheidende Treffer.

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3) Die Tordifferenz ist nicht zu toppen

Lange Zeit in dieser Saison war Dortmund die Offensiv-Maschine der Bundesliga. In der Rückrunde haben die Bayern aber schon 47 Tore erzielt und damit 13 mehr als der BVB. Auch, wenn Bayern in Leipzig erstmals in 2019 in der Bundesliga ohne eigenen Treffer blieb. Die Tordifferenz spricht mit +52 klar für die Münchner (Dortmund mit +35).

4) Zu Hause wieder eine Macht

Dank des starken Torverhältnisses benötigt der FC Bayern nur einen Zähler gegen Frankfurt, um sicher Meister zu sein. Da trifft es sich perfekt, dass die Münchner zu Hause wieder eine Macht sind. In der Hinrunde gab der FCB vor allem in der heimischen Allianz Arena immer wieder leichtfertig Punkte ab, zuletzt war in München aber nichts mehr zu holen – in der Bundesliga feierten die Bayernzehn Heimsiege in Serie. Das sollte Mut machen für das noch sehr schwierige Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am 34. Spieltag.

5) Titel-Erfahrung könnte den Unterschied machen

Wie man die Meisterschale holt, weiß keiner besser als der FCB. Der Rekordmeister beendete die Bundesliga in den vergangenen sechs Jahren immer auf Platz eins. Franck Ribery könnte sogar als erster Spieler der Historie seine neunte Deutsche Meisterschaft feiern. Nur drei Spieler konnten bislang noch nicht den Titel holen: Serge Gnabry, Leon Goretzka und Alphonso Davies.

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Fünf Gründe, warum Dortmund Deutscher Meister wird

1) Es passieren verrückte Dinge im Saisonfinale

Borussia Dortmund braucht einen Frankfurt-Sieg in München, um noch eine Chance auf den Titel zu haben. Das klingt erst einmal entmutigend, aber die Bundesliga-Historie ist voll von dramatischen Entscheidungen und großen Überraschungen im Titelkampf. Und kaum ein Team hat in dieser Saison so viel Power wie die Eintracht, die zudem noch um die Teilnahme an der Champions League spielt.

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2) Piszczek ist wieder da

Gut, dass Routinier Lukasz Piszczek wieder fit ist! Der Pole gab gegen Fortuna Düsseldorf nach vier Spielen Pause sein Comeback auf der rechten Abwehrseite und half mit, den 3:2-Erfolg gegen die Rheinländer über die zeit zu bringen. Der Pole ist extrem wichtig fürs Team und trug in Abwesenheit des gesperrten Marco Reus auch die Kapitänsbinde.

3) Große Moral beim BVB

Mehrfach sah es so aus, als ob das Titelrennen bereits zu Gunsten der Bayern entschieden wäre, aber immer wieder kämpfte sich der BVB zurück. Auch die bittere Derby-Niederlage warf Dortmund nur kurz aus der Spur. Zudem hat der BVB in dieser Spielzeit echte Lucky-Punch-Qualitäten entwickelt, schon neun Treffer in der Nachspielzeit geschossen und 24 Tore in der Schlussviertelstunde erzielt. Selbst mit zwei Mann Unterzahl gelang den Schwarz-Gelben gegen Schalke noch ein Treffer. Auch das könnte am letzten Spieltag ein ganz entscheidender Faktor werden.

4) Mario Götze in Top-Form

Kapitän Marco Reus muss aufgrund seiner Roten Karte am 33. Spieltag noch aussetzen. Umso besser, dass Mario Götze derzeit in Top-Form sind. Sein Treffer zum 3:1 gegen Düsseldorf war absolute Weltklasse. Es gibt nicht viele Spieler, denen der Ball so am Fuß klebt wie dem Dortmunder. Am letzten Spieltag ist mit Marco Reus und dem gegen Düsseldorf angeschlagenen Jadon Sancho dann wohl das Dortmunder Trio Infernale wieder komplett.

5) Dortmund fährt zum Lieblingsgegner

Vom Papier her ist die Auswärtsaufgabe bei Borussia Mönchengladbach äußerst kompliziert. Zuletzt lief es für den BVB gegen Gladbach aber besonders gut: Die letzten sieben Borussen-Duelle gingen allesamt an den BVB. Zudem ist es für Marco Reus und Lucien Favre eine ganz besondere Partie, schließlich kehren sie an ihre alte Wirkungsstätte zurück.