Bayern München und Borussia Dortmund kämpfen um die Meisterschaft - DFL Deutsche Fußball Liga
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Titelkampf: Was spricht für Bayern München, was für Borussia Dortmund?

Köln - Noch acht Spieltage sind in der Bundesliga in dieser Saison zu absolvieren, Borussia Dortmund und der FC Bayern München liefern sich ein spannendes Rennen um die Deutsche Meisterschaft. Welche Argumente sprechen für die beiden Top-Clubs?

Fünf Gründe, warum Bayern Deutscher Meister wird

1) Bessere Form

Der  FC Bayern München gewann mit dem 6:0-Kantersieg gegen den 1. FSV Mainz 05 jetzt 13 der jüngsten 14 Bundesliga-Duelle. Der Deutsche Meister ist derzeit schlicht besser in Form als die Konkurrenz aus Dortmund. In der Rückrundentabelle ist der FCB mit acht Siegen aus neun Spielen und nunmehr 24 Punkten die mit Abstand beste Mannschaft und hat 2019 sechs Zähler mehr geholt als Dortmund.

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2) Neuer Tabellenführer

Wäre nach dem 26. Spieltag Schluss, dann würde die Meisterschale nach München gehen. Die Bayern haben sich mit den hohen Siegen gegen Wolfsburg und Mainz dank des nun besseren Torverhältnisses in der Tabelle an Dortmund vorbeigeschoben. Und die Mannschaft von Niko Kovac steht nun erstmals seit dem 5. Spieltag wieder ganz oben und wird vom Jäger zum Gejagten.

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3) Lewandowski und Co. treffen, treffen und treffen

Lange Zeit in dieser Saison war Dortmund die Offensiv-Maschine der Bundesliga. Nach den beiden 6:0-Kantersiegen über Wolfsburg und Mainz und dem 5:1 zuvor gegen Gladbach haben jetzt aber die Bayern mit 68 Treffern die meisten Tore erzielt - vier mehr als Borussia Dortmund, das auch drei Treffer mehr kassiert hat. In der Rückrunde haben die Bayern schon 32 Tore erzielt, allein in den jüngsten drei Spielen 17. Das Torverhältnis könnte am Ende der Saison noch entscheidend sein, wenn beide Clubs nach dem 34. Spieltag - so wie jetzt - punktgleich sein sollten.

4) Die Verletzten kehren zurück

Über die ganze Saison musste der FC Bayern immer wieder Verletzungsrückschläge verkraften, nun fallen nur noch Arjen Robben und der Langzeitverletzte Corentin Tolisso aus. Coman feierte nach einem Muskelfaserriss gegen Mainz ein starkes Comeback und ist rechtzeitig zum Endspurt wieder fit.

5) Die Erfahrung könnte den Unterschied machen

Wie man die Meisterschale holt, weiß keiner besser als der FCB. Der Rekordmeister beendete die Bundesliga in den vergangenen sechs Jahren je auf Platz eins. Ribery könnte sogar als erster Spieler der Historie seine neunte Deutsche Meisterschaft feiern. Nur wenige Akteure sind noch unerfahren im Stemmen der Schale auf dem Münchner Marienplatz.

Das Restprogramm: Freiburg (A), Dortmund (H), Düsseldorf (A), Bremen (H), Nürnberg (A), Hannover (H), Leipzig (A), Frankfurt (H)

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Fünf Gründe, warum Dortmund Deutscher Meister wird

1) Zu Hause eine Macht

Borussia Dortmund ist als einziges Team in dieser Bundesliga-Saison noch ohne Heimniederlage, holte zu Hause 35 der 39 möglichen Punkte (11 Siege, 2 Remis). Zudem erzielten die Schwarz-Gelben daheim 43 Tore, mit Abstand die meisten aller Clubs. Die Borussen könnten zum dritten Mal seit 2015 eine Bundesliga-Spielzeit ohne Heimniederlage beenden.

2) Alles noch aus eigener Kraft möglich

Die Bayern sind zwar am 25. Spieltag dank des besseren Torverhältnisses an Dortmund vorbeigezogen, doch der BVB hat noch alles in der eigenen Hand. Am 28. Spieltag ist die Mannschaft von Lucien Favre zu Gast beim FCB und mit einem Sieg könnte man in der Tabelle - vorausgesetzt beide holen bis dahin gleich viele Punkte - wieder auf drei Zähler davonziehen. Wie das geht, wissen sie bereits: Schon im Hinspiel konnte sich der BVB mit 3:2 durchsetzen.

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3) Fast unschlagbar

Dortmund ist nur ganz schwer zu schlagen. Nur zweimal verlor das Team von Trainer Lucien Favre in dieser Spielzeit bislang. Die Münchner mussten schon vier Niederlagen hinnehmen. Weniger als zwei Pleiten gab es zu diesem Zeitpunkt für die Borussia in ihrer Bundesliga-Geschichte noch nie. Gerade im Hinblick auf den Klassiker am 28. Spieltag ein großer Mutmacher.

4) Alcacer und Reus treffen wieder

Nachdem sich Top-Torjäger Paco Alcacer eine kreative Pause gegönnt hatte und von Spieltag 17 bis 23 ohne Torerfolg geblieben war, traf der Spanier nun in zwei der jüngsten drei Spiele - gegen den FC Augsburg und auch beim 3:1 gegen den VfB Stuttgart. Außerdem ist sein kongenialer Zuarbeiter Marco Reus nach seiner Verletzung wieder zurück. Auch der Kapitän traf gegen Stuttgart erstmals wieder seit dem 20. Spieltag, legte mit dem entscheidenden Siegtreffer in Berlin am 26. Spieltag direkt ein Tor nach.

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5) Restprogramm vermeintlich einfacher

Im Vergleich zum großen Konkurrenten hat der BVB wohl die leichteren verbleibenden Partien. Während der FC Bayern es noch mit drei der besten sechs Bundesliga-Mannschaften aufnehmen muss, spielt Dortmund nur noch gegen zwei Teams aus dem oberen Drittel.

Das Restprogramm: Wolfsburg (H), Bayern (A), Mainz (H), Freiburg (A), Schalke (H), Bremen (A), Düsseldorf (H), Gladbach (A)

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