Zusammenfassung

  • Am Samstag um 18:30 Uhr ist es wieder Zeit für den Klassiker in der Bundesliga

  • bundesliga.de prüft die Kontrahenten vor dem Duell auf Herz und Nieren

  • Beide Abwehrreihen sind gespickt mit Nationalspielern

Köln - Am Samstag ist es endlich wieder soweit! Der Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München steht auf dem Bundesliga-Programm. Bevor es am Samstag um 18.30 Uhr zum Showdown kommt, checkt bundesliga.de alle Mannschaftsteile der beiden ewigen Rivalen durch. Nach dem Torhüter-Duell schauen wir uns nun die Abwehrreihen der beiden Teams an.

Rechtsverteidiger: Bartra vs Kimmich

Der Spanier Marc Bartra lief in den beiden vergangenen Partien als Rechtsverteidiger auf. Beim 2:2 in Frankfurt bereitete er sogar einen Treffer vor. Dennoch ist sein Hauptbestätigungsfeld die Abwehrarbeit. In acht von zehn Spielen kam er beim BVB zum Einsatz. Bartra ist sehr kopfballstark und hat in der Luft (64 Prozent) eine bessere Quote als am Boden (57 Prozent). Nach vorne wagt sich Bartra hingegen nur selten: Lediglich zwei Flanken und drei Torschussvorlagen kann der Dortmunder verzeichnen - eine der Vorlagen führte allerdings direkt zu einem Tor.

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Joshua Kimmich spielt aktuell in überragender Form. Er kam in allen zehn Partien zum Einsatz und kommt auf 805 von 900 Spielminuten. Der deutsche Nationalspieler überzeugt beim Rekordmeister besonders in der Offensive. Beim 4:0 gegen Mainz bereitete drei Treffer vor, beim 5:0 gegen Freiburg traf er selbst. Mehr Scorerpunkte als Abwehrspieler hat nur der Augsburger Max (6). Bei den Flanken ist Kimmich sogar Ligaspitze (37). Auch 32 Torschussvorlagen belegen den Offensivgeist des Bayern-Verteidigers.

Innenverteidigung: Sokratis vs Boateng

Sokratis ist beim BVB der emotionale Leader im Team
Sokratis ist beim BVB der emotionale Leader im Team © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA

Sokratis ist beim BVB der emotionale Anführer und ist vor allem für seinen unbändigen Einsatzwillen bekannt. Bisher stand er in neun von zehn Partien auf dem Platz. Einmal musste er zuschauen aufgrund einer Gelb-Roten Karte im Spiel gegen Leipzig. Der Grieche hat die meisten Ballkontakte in der gesamten Liga (848). Das zeigt auch seine Wichtigkeit im Spielaufbau des BVB. Im Gegensatz zu Jerome Boateng kommt Sokratis auf eine Höchstgeschwindigkeit auf 34 km/h. Der Bayern-Verteidiger ist mit 33,5 km/h etwas langsamer.

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Jerome Boateng kommt nach seiner Verletzung zu Saisonbeginn immer besser in Schwung. Er kommt immerhin schon wieder auf fünf Einsätze in der laufenden Serie. Seit seiner Rückkehr gewann er starke 67 Prozent seiner Zweikämpfe - die beste Quote aller Bayern-Spieler. In der Luft gewann er sogar 73,3 Prozent aller Duelle. Im Vergleich zu Sokratis versucht sich Boateng öfter an langen Pässen - in nur fünf Einsätzen spielte er mehr (54) lange Bälle als Sokratis in neun Spielen (46).

Innenverteidigung: Toprak vs Hummels

Mats Hummels ist besonders bei Ecken der Bayern torgefährlich
Mats Hummels ist besonders bei Ecken der Bayern torgefährlich © gettyimages

Der aus Leverkusen gekommene Ömer Toprak stand zwar erst viermal in der Anfangsformation, kommt aber aufein paar erstaunlich gute Werte. Im Schnitt war der Türke pro 90 Minuten 126 Mal am Ball - das ist Ligaspitze. Außerdem ist er prozentual gesehen der zweikampfstärkste Spieler der Borussen (69 Prozent gewonnen). Mit einer Fehlpassquote von 5,5 Prozent hat Toprak in Sachen Passspiel gegenüber seinem bayrischen Kontrahenten sogar die Nase vorn, Hummels verzeichnet hier einen Wert von 8,8 Prozent.

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Was Sokratis für den BVB ist, ist Hummels die Bayern. Mit 823 Ballaktionen ist er Spitzenreiter bei den Bayern. Mit seiner Übersicht und seinem sicheren Passspiel (91,2 Prozent kommen beim Mitspieler an) baut er das Spiel der Bayern von hinten auf. Außerdem ist er bei Standardsituationen vorne dabei. Er gab bereits acht Torschüsse nach Ecken ab, keiner in der Bundesliga hat mehr. Auch ein Tor hat der Innenverteidiger schon zu Buche stehen. Wie auch beim Vergleich von Sokratis und Boateng fällt auf: Mit 59 langen Pässen hat auch hier Bayern-Spieler Hummels die Nase vorn, Toprak hat es bisher lediglich zwölf Mal mit einem langen Pass probiert.

Linksverteidiger: Raphael Guerreiro vs David Alaba

Raphael Guerreiro feierte gegen Hannover sein Comeback
Raphael Guerreiro feierte gegen Hannover sein Comeback © gettyimages

Der Portugiese Raphael Guerreiro gab beim 2:4 in Hannover nach seiner Verletzung am Ende der letzten Saison endlich sein Comeback und spielte 24 Minuten. Guerreiros größte Stärke ist seine Flexibilität. Er könnte gegen die Bayern die Position des Linksverteidigers einnehmen. In der vergangenen Saison bereitete der Dortmunder in 24 Spielen sechs Tore vor und legte zudem noch sechs Treffer auf. Eine starke Bilanz.

Auch David Alaba kehrt unter Trainer Jupp Heynckes zu seiner alten Form zurück. Der Österreicher kommt auf aktuell sechs Bundesliga-Einsätze von der ersten bis zur letzten Minute. Er schaltet sich oft ins Offensivspiel der Bayern ein und schlug insgesamt 23 Flanken. Einmal konnte er auch schon einen Treffer auflegen. Im Vergleich mit Guerreiro kann Alaba außerdem eine deutlich bessere Passquote aufweisen: Lediglich 7,9 Prozent seiner Zuspiele kommen nicht beim Mitspieler an.

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