Zusammenfassung

  • Am Samstag um 18:30 Uhr ist es wieder Zeit für den Klassiker in der Bundesliga

  • bundesliga.de prüft die Kontrahenten vor dem Duell auf Herz und Nieren

  • Das Mittelfeld der Teams strotzt nur so vor Qualität

Köln - Am Samstag ist es endlich wieder soweit! Der Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München steht auf dem Bundesliga-Programm. Bevor es am Samstag um 18.30 Uhr zum Showdown kommt, checkt bundesliga.de alle Mannschaftsteile der beiden ewigen Rivalen durch. Nachdem wir uns bereits die Torhüter und die Abwehrreihen angeschaut haben, vergleichen wir nun das Mittelfeldtrio der beiden Teams.

Die Strategen: Weigl vs Martinez

Im Mittelfeld von Borussia Dortmund zieht Julian Weigl die Fäden. Der spielstarke Sechser ist nach seinem überstandenen Knöchelbruch wieder auf dem Weg zur absoluten Topform. Im BVB-Spielaufbau ist der 22-Jährigen der Taktgeber und wird dank seiner Qualitäten im Passspiel immer wieder gesucht. Gerade bei den langen Bällen (acht von zehn kommen an) ist Weigl unheimlich präzise. Auch läuferisch sticht er sein Münchener Pendant Martinez aus: Während der FCB-Sechser nur knapp 10 Kilometer pro Partie läuft, kommt Weigl auf 90 Minuten gerechnet auf über 12 Kilometer.

>>> Bayern-Star Javi Martinez: Zurück in alter Erfolgsrolle

Seit Jupp Heynckes zurück beim FCB ist, geht es in München steil bergauf. Der Bayern-Aufschwung trägt vor allem einen Namen: Javi Martinez. Der Spanier ist vor der Abwehr eine Wucht – in seinen Partien als Sechser gewann er starke 67 Prozent aller Zweikämpfe und brachte 94 Prozent aller Anspiele zum eigenen Mann. Überraschend: Martinez spielt im Schnitt in einem Spiel mehr Pässe und hat mehr Ballkontakte als sein BVB-Kontrahent Weigl. Ebenso überraschend: Martinez absolvierte weniger Zweikämpfe als sein Dortmunder Gegenstück.

Die Passmaschinen: Dahoud vs Thiago

Passsicher und spielintelligent: Thiago ist die Schaltzentrale des Bayern-Spiels
Passsicher und spielintelligent: Thiago ist die Schaltzentrale des Bayern-Spiels © gettyimages

Im Sommer von Borussia Mönchengladbach gekommen hat Mahmoud Dahoud im starken Konkurrenzkampf beim BVB bereits einige Duftmarken gesetzt: In lediglich 300 Bundesliga-Einsatzminuten bereitete der Mittelfeld-Youngster schon drei Treffer vor, bei allen sechs Partien, in denen er mitwirkte, holte Borussia Dortmund am Ende den Sieg. Dahoud ist enorm ballsicher (eine Fehlpassquote von lediglich neun Prozent) und extrem laufstark (12,5 Kilometer/90 Minuten). Verbesserungsbedarf hat der 21-Jährige noch im Zweikampfverhalten: Lediglich 39 Prozent seiner direkten Duelle kann Dahoud für sich entscheiden.

>>> Der Klassiker auch im DFB-Pokal-Achtelfinale (bvb.de)

Beim Klassiker trifft er gegen Bayern München auf einen absoluten Ausnahmekönner: Thiago vereint alle Eigenschaften eines großartigen Mittelfeldspielers auf sich. Der Spanier mit brasilianischen Wurzeln ist die Schaltzentrale beim Rekordmeister, hat 105,6 Ballkontakte pro 90 Minuten und spielt dabei kaum Fehlpässe (91,6 Prozent Passquote). Dazu ist Thiago für seine Position zweikampfstark wie kaum ein anderer: 65 Prozent aller direkten Duelle gehen an den Bayern-Spielmacher, der dazu noch 15 Torschussvorlagen in dieser Saison gab (Dahoud 7).

Die kreativen Köpfe: Götze vs James

Wiedersehen mit den alten Kollegen: BVB-Star Mario Götze ist heiß auf den Klassiker gegen Bayern München
Wiedersehen mit den alten Kollegen: BVB-Star Mario Götze ist heiß auf den Klassiker gegen Bayern München © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Lukas Schulze

Sieben Startelf-Einsätze verzeichnet Mario Götze schon in dieser Saison – nach seiner langen Krankheit ist der BVB-Star wieder zurück zu alter Stärke. Der 25-Jährige bereitete, obwohl in einer deutlich zurückgezogeneren Rolle agierend, bereits zwei Treffer vor und legte weiteren 16 Torabschlüsse auf. Für das Offensivspiel der Dortmunder ist der Weltmeister definitiv eine Bereicherung: Seine Mitspieler suchen Götze (81,5 Ballkontakte pro 90 Minuten), der mit seinen Pässen versucht, die Abwehr der Gegner aufzureißen.

>>> Bayern München geht als Spitzenreiter in den Klassiker

Große Vorschusslorbeeren erhielt James Rodriguez nach seinem Wechsel zum FC Bayern München – und ist langsam auf dem Weg, diese auch zu rechtfertigen: Dreimal stand der Kolumbianer in der Startelf und hatte dabei an drei Treffern (Tore auf Schalke und gegen Leipzig sowie eine Vorlage bei S04) einen großen Anteil. In seinen 242 Einsatzminuten war James an gleich 22 Torschüssen (neun eigene Abschlüsse, 13 Torschussvorlagen) seines Teams beteiligt. Es scheint, als sei der südamerikanische Ballkünster endgültig beim FCB angekommen zu sein.

>>> Der Torwart-Vergleich: Bürki vs Ulreich

>>> Die Abwehrreihen im Vergleich

>>> Die Angreifer im Vergleich

Video: Der Klassiker in der Taktik-Analyse