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Abstiegskampf: Wer behält den kühlen Kopf?

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Von Union bis Heidenheim: Die halbe Liga steckt im Abstiegskampf der Bundesliga. Wer ist fast gerettet, wer muss richtig zittern? So ist die Ausgangslage vor dem 28. Spieltag.

In der Liga ist es richtig eng. Nur fünf Punkte trennen Union auf dem 9. Platz und St. Pauli auf dem 16. Platz. Das Abstiegsgespenst geht spätestens jetzt um.

Denn ein Sieg kann alles ändern – und über die Zukunft von Vereinen entscheiden. bundesliga.de gibt einen Überblick über die Ausgangssituation für die nächsten Wochen.

Platz 9: 1. FC Union Berlin (31 Punkte, Tordifferenz -15)

Die Eisernen haben die beste Ausgangslage im Abstiegskampf. Es muss schon einiges schiefgehen, damit das Team von Steffen Baumgart noch unten reinrutscht. Bis auf RB Leipzig kommen nur noch gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Wenn Union hier ordentlich punktet, ist sogar Europa drin.

Platz 10: FC Augsburg (31 Punkte, Tordifferenz -17)

Ähnlich sieht es bei den Fuggerstädtern aus. Allerdings hat das Team von Manuel Baum in dieser Saison noch die TSG Hoffenheim und Bayer 04 Leverkusen vor der Brust. Zuerst geht es aber zum Hamburger SV. Wenn dort bereits ein Sieg gelingt, käme das einem Klassenerhalt gleich.

Platz 11: 1. FSV Mainz 05 (30 Punkte, -9 Tore)

Nur sechs Punkte hatten die Mainzer nach 13 Spieltagen. Mit der Verpflichtung von Trainer Urs Fischer kam die Wende für den FSV. In den weiteren 13 Spielen fuhr die Mannschaft beeindruckende 24 Punkte ein und ging nur in zwei Partien als Verlierer vom Platz. Der FSV hat sein Selbstvertrauen wieder zurück.

Direkte Duelle mit viel Würze

Platz 12: Hamburger SV (30 Punkte, -9 Tore)

Der Hamburger SV fährt in aller Seelenruhe Punkte ein, auch wenn es zur Sensation in Dortmund am vergangenen Spieltag ganz knapp nicht reichte. Gute Leistungen gegen die Großen wird der HSV aber weiterhin brauchen. Außer gegen den Rivalen aus Bremen spielen er nur noch aus Teams, die in der Tabelle über ihm stehen.

Platz 13: Borussia Mönchengladbach (29 Punkte, -13 Tore)

Bei Mönchengladbach zeigte die Formkurve in den letzten Spielen leicht nach oben. Aus den vergangenen fünf Spielen holte man zwei Siege und ein Remis beim Derby in Köln. Zuhause sollte gegen Schlusslicht Heidenheim unbedingt ein Sieg her. Dann hätte man ein kleines Punktepolster, bevor die formstarken Leipzig und Mainz kommen.

Platz 14: SV Werder Bremen (28 Punkte, -17 Tore)

In Wolfsburg gelang Bremen ein erster Befreiungsschlag. Die Rettung war das aber noch lange nicht. Zumal Wolfsburg in der ersten Hälfte überlegen war. Immerhin konnte das Team von Daniel Thioune einen echten Arbeitssieg einfahren – genau von diesen Punkten wird es noch mehr brauchen. Die direkten Duelle gegen Köln und den HSV werden entscheidend.

Platz 15: 1. FC Köln (26 Punkte, -9 Tore)

Ein Taktikfuchs soll die Wende für den "Effzeh" bringen. Bei Neu-Coach René Wagner ist jetzt aber erst einmal psychologiches Feingefühl gefragt, um sein Teams aus der Druckphase zu führen. Am besten machen die Geißböcke in den direkten Duellen gegen Bremen und Heidenheim frühzeitig alles klar. Denn am letzten Spieltag geht es nach München.

Kommt Wolfsburg noch mal ran?

Platz 16: FC St. Pauli (24 Punkte, -20 Tore)

Die Heimstärke ist Trumpf bei der Blessin-Elf (16 Punkte), während auswärts nur magere acht Zähler auf dem Konto stehen. Zuletzt gab es aber zwei Niederlagen sowohl in der Fremde als auch zuhause. Das Restprogramm der Kiezkicker ist durchaus machbar. Gegen beide Teams, die noch weiter unten in der Tabelle stehen, spielt der FC St. Pauli in direkten Duellen. Da geht es dann um alles.

Platz 17: VfL Wolfsburg (21 Punkte, -22 Tore)

Nur 21 Punkte nach 27 Spieltagen bedeuten für die Wölfe die schlechteste Bundesliga-Bilanz der Vereinsgeschichte. Am 24. Spieltag sind sie dann erstmals in der Saison auf einen Abstiegsplatz gerutscht – und seitdem dort geblieben. Nächster Tiefpunkt war die Heimniederlage am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten aus Bremen. Einziger Lichtblick: Wolfsburg hätte mehrfach in Führung gehen können. Da geht noch was!

Platz 18: 1. FC Heidenheim 1846 (15 Punkte, -34 Tore)

Für die Heidenheimer ist diese Saison besonders hart: Nur drei Siege stehen bei bereits 18 Niederlagen zu Buche. Trotz des beachtlichen Comebacks beim 3:3 gegen Champions-League-Anwärter Leverkusen beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz neun Punkte. Für den Klassenerhalt braucht es ein größeres Wunder.