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Budu Zivzivadze jubelt über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 für seine Farben
Budu Zivzivadze jubelt über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 für seine Farben - © IMAGO/Michaela Merk
Budu Zivzivadze jubelt über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 für seine Farben - © IMAGO/Michaela Merk
bundesliga

Sliding Doors bei Heidenheim

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Was für ein Spiel. Was für ein Kampf. Und was für ein später Stich ins Heidenheimer Herz.

"Mehr Außenseiter als wir kann man eigentlich nicht sein", hatte Trainer Frank Schmidt vor dem Spiel beim FC Bayern München gesagt. Und genau so trat seine Mannschaft auf: als hätte sie nichts zu verlieren – oder auch alles. Es war das 100. Bundesliga-Spiel des 1. FC Heidenheim 1846. Das 100. für Schmidt. Das 100. für Dauerbrenner Patrick Mainka. Ein Jubiläum, das nach Unsterblichkeit schmeckte.

Ein Spiel voller "Sliding Doors"-Momente. "Der Ball geht an den Pfosten, an den Rücken und springt rein – sonst wäre er nicht reingegangen," sagte Schmidt über den späten Ausgleichstreffer. Die Geschichte dieses Abends hätte in jede Richtung kippen können, blieb am Ende aber zwischen zwei Welten stecken.

Budu Zivzivadze stand sinnbildlich dafür: Noch nie hatte ein Heidenheimer vier Spiele in Serie getroffen. Erst jubelnd, dann fliegend, dann fallend – alles in einem Augenblick, alles am Limit.

Dinkçi lässt den FCH glaubenDinkçi goal celebration02.05.2026

Zwischen Himmel und Hölle

Es blieb ein Punkt, ein besonderer, der erste überhaupt gegen einen Tabellenführer in der Bundesliga-Geschichte des Vereins, aber doch eben nur einer.

"Wenn der Abpfiff da ist, kann man sich unfassbar ärgern – das bringt aber nichts. Ich bin unfassbar stolz darauf, wie wir heute gespielt haben. Nicht hadern, ein Punkt ist etwas wert. Wenn wir die letzten zwei Spiele genauso angehen, traue ich uns zwei Siege zu", so der FCH-Coach weiter.

Kapitän Patrick Mainka betonte: "Wir haben die Hoffnung am Leben gehalten. Umso bitterer ist es natürlich, mit der letzten Aktion den Ausgleich zu bekommen. Es tut unfassbar weh, aber wer weiß, was der Punkt am Ende wert sein kann."

Diant Ramaj (l.) und Patrick Mainka können es nicht fassen, spät ist das 3:3 gefallen - IMAGO/DiZ-PiX

Heidenheim lebt (noch)

Vielleicht ist das Remis gegen den Meister am Ende nichts wert. Oder doch alles. Denn im Abstiegskampf bleibt die Realität gnadenlos: Sollten der FC St. Pauli und der VfL Wolfsburg am Sonntag gewinnen, wäre der Abstieg nach drei Jahren in der Bundesliga trotz dieser unglauchblichen Leistung besiegelt. 

Totgesagte leben aber bekanntlich länger – dieses Heidenheim erst recht.