Im Fokus am 13. Spieltag: Borussia Dortmund, der FC Bayern München und Eintracht Frankfurt - © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl
Im Fokus am 13. Spieltag: Borussia Dortmund, der FC Bayern München und Eintracht Frankfurt - © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl
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13. Spieltag im Fokus: Darüber spricht die Bundesliga

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Der FC Bayern München erobert die Tabellenspitze, Youssoufa Moukoko ist in WM-Form und Frankfurter Comeback-Könige - die Themen des 13. Spieltags.

1) Arbeitssieg im Olympiastadion: Bayern mit achtem Sieg in Folge

Nach 38 Minuten schien das Spiel zwischen Hertha BSC und dem FC Bayern München bereits entschieden: Mit 3:0 führte der Gast, dank des siebten Saisontreffers von Jamal Musiala (12.) und dem Doppelschlag von Eric Maxim Choupo-Moting innerhalb von 77 Sekunden (37., 38.). Der Bayern-Angreifer erzielte seinen ersten Doppelpack in der Bundesliga seit fast acht Jahren (damals im Trikot von Schalke 04) und brachte seine Farben klar auf Siegkurs.

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Doch noch vor der Pause kam die Hertha durch Tore von Dodi Lukebakio (40.) und Davie Selke (44.) wieder heran an die Bayern – fünf Tore in der ersten Halbzeit gab es bisher in dieser Saison noch nicht in der Bundesliga. Für den Rekordmeister entwickelte sich das Spiel im Berliner Olympiastadion in der zweiten Halbzeit zu einem harten Stück Arbeit. So sah es auch FCB-Trainer Julian Nagelsmann: "Es war kein leichtes Spiel. Wir haben in der zweiten Halbzeit das vierte Tor nicht gemacht und so wurde es nochmal spannend. Wir haben alles reingeworfen. Am Ende war der Sieg verdient, auch wenn es nach dem 3:0 einen Tick spannender war, als es hätte sein müssen"

Doch die Schwerstarbeit hat sich gelohnt: Der FC Bayern München hat erstmals seit über einem Jahr acht Pflichtspiele in Folge gewonnen und dank des Patzers von Union Berlin in Leverkusen die Tabellenspitze erobert. Der Rekordmeister ist kurz vor der Winterpause in Top-Form.

2) 3:0 über Bochum: Dortmund feiert Moukoko und den zweiten Derbysieg

Schon beim großen Revierderby gegen Schalke 04 war Youssoufa Moukoko der Held - damals als Matchwinner. Im zweiten Nachbarschaftsduell gegen den VfL Bochum (3:0) schnürte der 17-Jährige sogar seinen ersten Bundesliga-Doppelpack, der neben Giovanni Reynas Elfmetertor den dritten Sieg in Folge einbrachte. Der Mittelstürmer ist der erste 17-Jährige, der es auf zehn Bundesliga-Treffer bringt. Die Bewerbung für einen DFB-Kaderplatz bei der WM ist spätestens jetzt raus. "Ich schaue von Spiel zu Spiel. Wenn ich so eine Leistung bringe, werden wir am Donnerstag sehen, wer dabei ist. Ich würde gerne dabei sein", beurteilt Moukoko seine Chancen auf eine Nominierung.

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"Mouki hat zwei überragende Tore gemacht, wo er sehr, sehr aufmerksam ist. Das erste mit richtig viel Überzeugung, das zweite super gesehen, super gechippt, was auch nicht immer einfach ist. Wir haben einfach die Chancen genutzt, die wir hatten", analysierte Gregor Kobel unter anderem die Leistung des Mittelstürmers. Stichwort Effizienz: Alle drei Schüsse aufs Tor verwertete "Schwarz-Gelb" eiskalt. Ähnlich sah es beim 2:1 der Vorwoche in Frankfurt aus, wo der BVB aus zwei Schüssen aufs Tor zwei Treffer erzielte. Das Team von Edin Terzic präsentiert sich in der Bundesliga in den letzten Wochen äußerst treffsicher. Durch den achten Saisonsieg bleiben die Borussen an der Tabellenspitze dran. Nun sollen bis zur Winterpause gegen Wolfsburg und Gladbach "ganz klar zwei Siege her", wie Kobel ehrgeizig verkündet.

3) Der "Seppl" hält Eintracht Frankfurt auf Kurs

Sebastian "Seppl“ Rode zeigt in der aktuellen Saisonphase erneut, warum Eintracht Frankfurt auf seinen Kapitän zu einhundert Prozent zählen kann. Nach der bitteren Niederlage bei Borussia Dortmund hätte man Frustration und Mutlosigkeit erwarten können, doch im Champions-League-Duell mit Sporting war es der Kapitän, der zur Halbzeit ins Spiel kam, seine Mannschaft führte und durch seine Lenker-Qualitäten als Man of the Match zum 2:1-Sieg und dem damit verbundenen Weiterkommen brachte.

In der Vergangenheit hatte die SGE dann häufig Probleme, auf den Bundesliga-Alltag umzuschalten. Die "Diva vom Main" war dann doch zu schwankend in ihren Leistungen. Das passierte auch diese Saison, als man nach einem umkämpften Unentschieden gegen Tottenham Hotspur im nächsten Ligaspiel mit 0:3 beim VfL Bochum verlor. Doch diesmal war der Kapitän da, sorgte für das richtige Maß an Aggressivität und führte seine Eintracht in Augsburg zu einem 2:1-Sieg.

Die Tabelle der Bundesliga

Es war sogar Rode selbst, der den wichtigen Ausgleich in der 13. Spielminute erzielte. Oft werden Mannschaften von frühen Toren verunsichert – besonders bei einem Treffer nach 35 Sekunden wie dem von Mergim Berisha. Doch Rode glich aus, kämpfte sich durch die Partie und wurde schließlich mit Problemen an der Wade ausgewechselt. Da die Eintracht beim darauffolgenden Standard die 2:1-Führung erzielte, spielte Rode jedoch gerade lang genug, um seinen Adlerträgern alle Mittel mitzugeben, um das Spiel zu entscheiden.

4) Bayer 04 Leverkusen gelingt furioser Befreiungsschlag

Bayer 04 Leverkusen hat sich am 13. Spieltag spektakulär zurückgemeldet. Ausgerechnet gegen den formstarken 1. FC Union Berlin gewann die Werkself 5:0 und machte einen wichtigen Sprung aus dem Tabellenkeller. Die Köpenicker mussten dadurch erstmals seit dem 5. Spieltag die Tabellenführung an den FC Bayern abgeben. Robert Andrich (46.), Moussa Diaby (56., 58.), Adam Hlozek (68.) und Mitchel Bakker (76.) trafen beim dritten und höchsten Leverkusener Saisonsieg, der die Rheinländer nach einer bislang enttäuschenden Saison durchatmen ließ.

Besonders Diaby glänzte am Sonntagnachmittag: Der Franzose traf im dritten Heimspiel in Folge, erzielte alle seine vier Treffer in diesen drei Partien und schnürte seinen dritten Bundesliga-Doppelpack. "Union hat gewartet, dass wir wild werden und sie zustechen können, aber das haben wir zum Glück nicht zugelassen", sagte Ex-Unioner Andrich nach dem Spiel, der lobte, dass die Mannschaft "keine Kunststücke" gemacht habe.

Die Zahlen zum 13. Spieltag

Mit breiter Brust geht es für die Werkself am Mittwochabend nach Köln zum rheinischen Duell. Dennoch tritt Andrich trotz des Kantersiegs auf die Bremse: "Nicht, dass wir denken, wir schaffen jetzt mit 'Trallala-Fußball' gegen Köln zu gewinnen, denn es kommen noch zwei schwierige Spiele auf uns zu." Dass sie beim FC ein Wörtchen mitzureden haben, konnten die Leverkusener bereits gegen die Eisernen eindrucksvoll beweisen.

5) Werder gewinnt das Aufsteiger-Duell gegen Schalke

In einem hart umkämpften Spiel hat der SV Werder Bremen das Duell der Aufsteiger gegen den FC Schalke 04 gewonnen. Dabei schossen Niclas Füllkrug (30.). und Marvin Ducksch (76.) die Grün-Weißen zum knappen 2:1-Sieg, die sich gegen die wohl beste Saisonleistung der Schalker durchsetzten. "Das Spiel ist in der Anfangsphase komplett in die Schalker Richtung gelaufen. Von der Intensität her waren wir kaum auf dem Platz, haben kaum wichtige Zweikämpfe gewonnen“, analysierte Trainer Ole Werner nach dem Spiel und fügte hinzu: "Dann hatten wir glücklicherweise die Effektivität, eine unserer wenigen Chancen in der zweiten Halbzeit zum 2:0 zu nutzen und uns auf die Siegerstraße zu bringen."

Mit 11:19 Torschüssen holte Werder dank hoher Effizienz den zweiten Heimsieg in Folge. Nach 13 Spieltagen hat der Aufsteiger gute 21 Punkte auf dem Konto, das ist die beste Bilanz seit elf Jahren (in der Saison 2011/12 waren es sogar 23). Einen großen Anteil am Bremer Erfolg hatte mal wieder Torjäger Füllkrug, der bereits seinen zehnten Saisontreffer markierte. "Es ist schön, das im Rücken zu haben. Das nimmt uns ein bisschen Druck für die nächsten Spiele", freute sich der Stürmer über die aktuelle Tabellensituation. Das meiste Lob holte sich aber Mitchell Weiser ab, der beide Treffer vorbereitete, den ersten sogar sensationell per Hacke. "Mitch hat schon in seiner Vergangenheit gute Leistungen bei großen Vereinen gezeigt. Was ihm gefehlt hat, war ein Verein und ein Trainer der an ihn glaubt. Hier hat er das Vertrauen und die Spielzeit", beschrieb Leonardo Bittencourt die Entwicklung des Flügelspielers.

Die Trainerstimmen zum Bundesliga-Wochenende

Bereits am Dienstag geht es für die Bremer nach München, wo sie zu 100 Prozent da sein müssen, um den nächsten Erfolg einzufahren. Motivation haben sie sich bereits holen können, wie Ilia Gruev weiß: "Die Brust ist schon breit. Wir sind mit drei Punkten in die Englische Woche gestartet, haben jetzt zwei schwere Spiele vor uns. Aber wir wollen uns mit den Besten messen. Gegen München müssen wir auf jeden Fall eine noch bessere Leistung abrufen."