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2. Bundesliga

Vorschau-Check: Darmstadt, Heidenheim, Paderborn, St. Pauli, Nürnberg und Aue

Am 23. Juli beginnt endlich die neue Saison der 2. Bundesliga! Wer schlägt sich 2021/22 wie? Das Tabellenmittelfeld der vergangenen Saison - bestehend aus SV Darmstadt 98, 1. FC Heidenheim, SC Paderborn, FC St. Pauli, 1. FC Nürnberg und FC Erzgebirge Aue - im Teamcheck.

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SV Darmstadt 98

Lange sah es so aus, als würde Darmstadt 98 in der letzten Saison einen unteren Tabellenplatz belegen oder sogar gegen den Abstieg spielen, doch die "Lilien" legten einen phänomenalen Schlussspurt hin und verloren ab dem 28. Spieltag keine Partie mehr (sechs Siege, ein Remis). Bei einem sind sich die Südhessen vor dem Startschuss der neuen Spielzeit treu geblieben: Mit Torsten Lieberknecht steht mal wieder ein neuer Trainer zum Saisonbeginn am Spielfeldrand. Im Sommer 2020 übernahm Markus Anfang das Amt von Dimitrios Grammozis. Anfang wechselte zu Werder Bremen, woraufhin Lieberknecht den Trainerposten ab Juli übernahm. Sollten die "Lilien" an die starken Leistungen aus dem Saisonendspurt anknüpfen können, darf sich auch der neue Coach über einige Punkte am Böllenfalltor freuen.

1. FC Heidenheim

Der 1. FC Heidenheim hat sich über die Jahre als feste Größe der 2. Bundesliga etabliert und geht bereits in seine 8. Saison - und das wieder unter Frank Schmidt. Der 47-Jährige ist sogar schon seit 15 Jahren Trainer an der Brenz und führte den FCH aus der Oberliga Baden-Württemberg 2007/08 bis in die 2. Bundesliga (2014). Um ein Haar verpasste man 2019/20 sogar den Aufstieg in die Bundesliga. Nach einem 0:0 im Hin- und einem 2:2 im Rückspiel gegen Werder Bremen blieb die Sensation auf den letzten Metern aus. Kontinuität steht in Heidenheim an oberster Stelle und deshalb will man unter anderem mit Torjäger Tim Kleindienst, den der FCH fest verpflichten konnte, wieder oben angreifen.

>>> Der Sommerfahrplan der 2. Bundesliga

SC Paderborn

Genau wie in Darmstadt startet der SC Paderborn mit einem neuen Trainer in die Saison 21/22. Lukas Kwasniok übernimmt das Amt von Steffen Baumgart, der in die Bundesliga zum 1. FC Köln gewechselt ist. Kwasniok hat nun die Aufgabe, die richtige Balance beim SCP zu finden. Nach einigen Abgängen (u. a. Sebastian Vasiliadis nach Bielefeld, Sebastian Schonlau nach Hamburg und Christopher Antwi-Adjei nach Bochum), sollen es vor allem junge Spieler wie Jasper van der Werff (22 Jahre, Innenverteidiger) oder Fabrice Hartmann (20 Jahre, Stürmer) richten. Das Potential, oben mitzuspielen, haben die Ostwestfalen jedenfalls, konnten auch in der vergangenen Saison beweisen, dass sie immer für eine Überraschung gut sind. Gegen Aufsteiger Bochum gewannen die Paderborner am 28. Spieltag 3:0, am 32. Spieltag gab es ein 8:3-Spektakel in Aue.

FC St. Pauli

Die Hinrunde der letzten Saison sah für den FC St. Pauli sehr nach Abstieg aus, aber wie sich das Team von Timo Schultz noch mal fangen konnte, war beeindruckend. In der Rückrunde legten die Hamburger den Schalter um und holten fünf Siege in Folge. Am Ende kletterten sie vom 17. auf den 10. Tabellenplatz - die Abstiegsränge landeten in weiter Ferne. Diese Saison wird für die Kiezkicker besonders spannend werden, denn neben dem Hamburger Derby wird es zu weiteren Nordduellen gegen Werder Bremen, Rostock und Kiel kommen. Die Störche sind am 1. Spieltag zu Gast auf St. Pauli, der HSV fordert den FC bereits am 3. Spieltag. Ein spannender Auftakt, der eine aufregende Saison am Millerntor verspricht.

>>> Die Kapitäne der 2. Bundesliga

1. FC Nürnberg

Angeführt von Dieter Hecking will der 1. FC Nürnberg wieder im oberen Tabellendrittel angreifen. Der Sportvorstand schickt seinen Trainer Robert Klauß in das zweite Jahr  und hat den Club schon früh in der Vorbereitung in sichere Gefilde geleitet. Der Kader steht schon seit mehreren Wochen fest, nun müssen alle an einem Strang ziehen, um den Traditionsverein wieder zu Erfolgen zu führen. Hecking wünscht sich dabei vom erst 36 Jahre alten Cheftrainer vor allem "mehr Emotionen neben dem Platz". Sollte Nürnberg sein Potential auf den Platz bekommen, wird mit Sicherheit mehr als Platz 11, wie in der vergangenen Saison, rausspringen.

FC Erzgebirge Aue

Der FC Erzgebirge Aue muss sich in der bevorstehenden Saison besonders in der Offensive neu aufstellen, denn mit Pascal Testroet (zwölf Tore, neun Vorlagen, nach Sandhausen) und Florian Krüger (elf Tore und sieben Vorlagen, nach Bielefeld) haben die besten Torjäger die Veilchen verlassen. Der neue Cheftrainer Aleksey Shpilevski soll diese Aufgabe nun lösen und Aue zum Klassenerhalt führen. Ein wichtiger Teil wird dabei Torhüter Martin Männel werden, der seit 2008 im Erzgebirge spielt und in der letzten Saison sein 300. Spiel in der 2. Bundesliga absolviert hat. Spannend wird außerdem, wie sich das Bayern-Talent Nicolas Kühn in der Liga machen wird. Der 21 Jahre alte Offensivspieler wurde per Leihe nach Aue geholt und soll sich weiterentwickeln.