Zusammenfassung

  • Unter Neu-Coach Uwe Koschinat blüht die Offensive des SV Sandhausen mächtig auf.

  • Regensburg stellt mit sechs Spielen ohne Niederlage einen Club-Rekord auf.

  • Hannes Wolf ist der erste HSV-Coach seit vier Jahren, der sein Auftaktmatch gewinnt.

Köln - Der Hamburger SV ist auswärts plötzlich eine Macht, Sandhausens Offensive blüht unter Uwe Koschinat auf und Regensburg stellt einen Club-Rekord auf - das sind die Top-Fakten des 11. Spieltags der 2. Bundesliga.

1) In der Fremde wieder stark

Für die Fans des Hamburger SV lohnt es sich wieder richtig, ihr Team auf Auswärtsfahrten zu begleiten. Das 1:0 beim 1. FC Magdeburg war bereits der vierte Sieg in der Fremde für die Rothosen in dieser Saison. Damit hat der HSV schon jetzt genau so viele Auswärtssiege eingefahren, wie in den vergangenen beiden Spielzeiten in der Bundesliga zusammen. Für den neuen Coach Hannes Wolf war es ein Einstand nach Maß - als erster HSV-Trainer seit Mirko Slomka im Februar 2014 konnte Wolf sein Auftaktmatch für die Hamburger gewinnen.

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2) Duell der Ungeschlagenen

Elf Spiele in der 2. Bundesliga, dazu eine Partie im DFB-Pokal - und noch immer ist der 1. FC Union Berlin in dieser Saison ungeschlagen. Neben den Eisernen, die mit 19 Punkten aktuell auf Platz zwei der Tabelle rangieren, ist im deutschen Profifußball nur Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund aktuell noch unbesiegt. Die Schwarz-Gelben sind in neun Bundesliga-, einem DFB-Pokal- und drei Champions-League-Spielen noch ohne Niederlage. Doch eine dieser beiden Serien wird am Mittwoch auf jeden Fall reißen. Denn dann treffen Union und Dortmund im DFB-Pokal aufeinander. Und da muss es bekanntermaßen immer einen Sieger geben - und einen Verlierer.

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3) Plötzlich stürmt Sandhausen

Seit der Verpflichtung von Uwe Koschinat weht beim SV Sandhausen plötzlich ein ganz frischer Offensivwind. Der Coach scheint die zuvor schwächste Offensive der 2. Bundesliga wahrlich wachgeküsst zu haben. In neun Partien vor Koschinat hatte der SVS ganze fünf Tore erzielt. Nun trafen die Sandhäuser in zwei Spielen unter dem Neu-Coach satte sieben Mal ins Schwarze. Dem 4:0 gegen den FC Ingolstadt folgte am vergangenen Samstag ein 3:3 gegen den SC Paderborn.

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4) Wechselbad der Gefühle

Marvin Matip ging im Duell gegen den MSV Duisburg durch ein Wechselbad der Gefühle - doch am Ende gab es für den Abwehrchef des FC Ingolstadt doch noch ein Happy End. In der 79. Minute unterlief Matip ein Eigentor zum 0:1 gegen die Zebras. Als sich alle fast schon mit der Heimniederlage abgefunden hatten, schlug der Innenverteidiger aber noch einmal zu. Und diesmal auf der richtigen Seite, er erzielte den 1:1-Ausgleich. Einen solchen Doppelschlag auf beiden Seiten - also Tor und Eigentor in einem Match - fabrizierte vor ihm zuletzt Fürths Richard Magyar vor rund einem Jahr in Regensburg.

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5) Neuer Club-Rekord

Beim SSV Jahn Regensburg läuft es. Beim VfL Bochum sahen die Oberpfälzer schon wie der sichere Verlierer aus, lagen in der 77. Minuten noch 1:3 zurück. Doch dann schlug der SSV zurück und schaffte in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Es war das sechste Spiel in Folge ohne Niederlage. Und damit ein neuer Club-Rekord. Denn so häufig am Stück ungeschlagen blieb der Jahn zuvor in der 2. Bundesliga noch nie.

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