Bielefeld grandios zum Klassenerhalt: Arminia schlägt Hertha mit 6:1
DSC Arminia Bielefeld hat Hertha BSC im Saisonfinale der 2. Bundesliga mit 6:1 (0:1) bezwungen und damit den Klassenerhalt gesichert. Joel Grodowski (49., 59.), Monju Momuluh (65.), Stefano Russo (74.), Semir Telalović (90.+2) und Roberts Uldrikis (90.+6) trafen für die Arminia. Linus Gechter (37.) erzielte den zwischenzeitlichen Führungstreffer für die Berliner.
Es war das Endspiel der Saison für Arne Sicker und seine Mitspieler von DSC Arminia Bielefeld: Am 34. Spieltag der 2. Bundesliga 2025/26 empfing die Arminia Hertha BSC auf der Alm – mit dem direkten Abstieg, der Relegation oder dem Klassenerhalt als mögliche Ausgänge. Bielefeld schickte eine auf fünf Positionen veränderte Startelf ins Rennen – so viele Umstellungen gab es in dieser Saison noch nie. Hertha reiste mit einem dezimierten Kader an: Brekalo und Winkler fehlten gesperrt, Karbownik wegen Hüftproblemen.

Gechter trifft – Bielefeld unter Druck
Die Arminia begann druckvoll und erspielte sich früh mehrere Chancen. Marius Wörl prüfte Herthas Keeper Tjark Ernst bereits in der 5. Minute, der den Ball sicher hielt. In der 7. Minute lenkte Julian Eitschberger einen Abschluss von Stefano Russo über das Tor. In der 35. Minute rettete Ernst mit einer Glanzparade gegen Wörl.
Dann schlug Hertha zu: Nach einem unzureichend geklärten Freistoß flankte Eitschberger auf den völlig freistehenden Linus Gechter, der in der 37. Minute per Kopf zur Führung traf (0:1). Bielefeld blieb trotz Überlegenheit – elf Torschüsse gegenüber drei der Gäste – zur Pause im Rückstand.
Grodowski dreht das Spiel
Nach dem Seitenwechsel war die Arminia sofort wieder am Drücker. In der 47. Minute blockte Herthas Fabian Reese einen Kopfball von Maximilian Großer auf der Linie. Kurz darauf, in der 49. Minute, erzielte Joel Grodowski den verdienten Ausgleich: Monju Momuluh spielte eine Bogenlampe in den Strafraum, Grodowski nahm den Ball per Volley und ließ Ernst keine Chance (1:1).
In der 53. Minute verhinderte Keeper Jonas Kersken mit einer Glanzparade gegen Eitschberger den erneuten Rückstand. In der 59. Minute brachte Grodowski die Arminia dann in Führung: Sicker flankte einen Freistoß von fast der Eckfahne in die Mitte, wo Grodowski den Ball per Kopf ins Netz lenkte (2:1). Grodowski feierte ohne Trikot und sah dafür die Gelbe Karte (60.).
Momuluh und Russo machen es perfekt
Bielefeld ließ nicht locker. In der 65. Minute erhöhte Monju Momuluh auf 3:1: Grodowski spielte auf Mael Corboz, der vor dem Tor querlegte – Momuluh musste nur noch einschieben. In der 74. Minute folgte das 4:1 durch Russo: Arne Sicker schlug eine Ecke auf Großer, der am höchsten stieg und Ernst zu einer weiteren Glanzparade zwang – Russo reagierte am schnellsten und drückte den Ball über die Linie. Hertha wechselte in der 62. Minute doppelt (Kevin Sessa für Janne Berner, Diego Demme für Paul Seguin), konnte dem Spiel aber keine Wende mehr geben.
Telalović und Uldrikis setzen den Schlusspunkt
In der Nachspielzeit machte Bielefeld den Sack endgültig zu. Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Einwechselspieler Jannik Rochelt perfekt auf den Kopf von Semir Telalović, der in der 90.+2 Minute zum 5:1 einnickte – auch er feierte ohne Trikot und sah Gelb (90.+3). Den Schlusspunkt setzte Roberts Uldrikis in der 90.+6 Minute: Rochelt legte auf, Uldrikis schob eiskalt zum 6:1 ein. Bielefeld feierte einen historischen Kantersieg und den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Bielefeld 4,91 - Hertha BSC 1,29
Schnellster Spieler: Christopher Lannert (DSC), 34,33 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Joel Grodowski (DSC), 13 Prozent
Most Pressed Player: Christopher Lannert (DSC), 12 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Maximilian Bauer (DSC), +3,1










