Köln - Vor dem Saisonfinale bangen in der 2. Bundesliga noch sechs Mannschaften um den Klassenerhalt. Die Entscheidungen im Abstiegskampf werden zum größten Teil auf den 34. Spieltag am kommenden Sonntag vertagt. Keiner der Abstiegskandidaten konnte sich sicher retten. bundesliga.de gibt einen Überblick über die Ereignisse am 33. Spieltag.

VfR Aalen - 1. FC Heidenheim 2:4

Die einzige sichere Entscheidung, die am 33. Spieltag in der 2. Bundesliga gefällt wurde, ist der sichere Abstieg des VfR Aalen. Dabei lief beim Ostalb-Derby gegen das nur 22 Kilometer entfernte Heidenheim zunächst alles so gut: Nach der frühen Führung von Oliver Barth gab der VfR aber das Spiel aus der Hand. Der Gang in die 3. Liga ist damit besiegelt, die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck wird die Saison auf dem 18. Platz beenden.

FSV Frankfurt - 1. FC Union Berlin 1:3

Lange wähnte sich der FSV Frankfurt im gesicherten Mittelfeld, nun wird es doch noch einmal richtig eng für die Hessen. Trotz einer phasenweisen ansehnlichen Leistung wurde der FSV gegen den 1. FC Union Berlin (1:3) regelrecht ausgekontert und fällt damit von Platz 13 auf den Relegationsplatz. Das große Pech der Frankfurter: Nahezu alle direkten Konkurrenten konnten punkten. Die Elf von Benno Möhlmann ist damit der große Verlierer des 33. Spieltags.

FC Erzgebirge Aue - 1. FC Kaiserslautern 0:0

Bitter auch die Lage beim FC Erzgebirge Aue: Der Punktgewinn gegen Aufstiegskandidat 1. FC Kaiserslautern bleibt praktisch wertlos, weil die Konkurrenz parallel fleißig Punkte gesammelt hat. Die Veilchen rutschen auf den direkten Abstiegsplatz 17 ab. Am kommenden Sonntag reist Aue nach Heidenheim, um doch noch die Rettung zu schaffen.

TSV 1860 München - 1. FC Nürnberg 2:1

Mit einem Sprung von zwei Plätzen nach oben steht der TSV 1860 München nun wieder über dem Strich und ist damit der große Gewinner des Spieltags. Die Löwen gewannen vor eigener Kulisse in einer umkämpften und spannenden Partie 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Guillermo Vallori und Daniel Adlung drehten den 0:1 Rückstand in der 2. Halbzeit mit ihren Toren. Jetzt können sich die Münchner, die punktgleich mit dem FSV Frankfurt sind, jedoch das bessere Torverhältnis haben, aus eigener Kraft retten, müssen aber zu einem ganz schwierigen Spiel beim KSC antreten. Für die Badener geht es am 34. Spieltag schließlich noch um den Aufstieg.

FC St. Pauli - VfL Bochum 5:1

Die Kiezkicker haben sich gegen den VfL Bochum mit dem höchsten Saison-Sieg befreit. Den frühen Rückstand in der vierten Minute steckte das Team von Ewald Lienen mit einer Energieleistung weg, traf noch fünf Mal. St. Pauli klettert damit einen weiteren Platz nach oben und macht ganz nebenbei auch noch was für das eigene Torverhältnis, das möglicherweise am Ende entscheidend sein könnte. Das gibt Rückenwind. Aber auch die Hamburger haben mit Darmstadt am 34. Spieltag noch eine Mammut-Aufgabe vor sich.

SpVgg Greuther Fürth - SV Darmstadt 98 1:0

Marco Stiepermann sorgte mit seinem Treffer gegen den Tabellenzweiten aus Darmstadt für den Big-Point im Abstiegskampf. Mit einem Remis wäre das Kleeblatt auf den Relegationsplatz zurückgefallen, jetzt haben die Franken am letzten Spieltag in Leipzig noch alles in der eigenen Hand.

SV Sandhausen - Fortuna Düsseldorf 0:2

Und selbst der SV Sandhausen, letzte Woche rechnerisch schon gerettet, muss nach dem 3-Punkte-Abzug und der Niederlage gegen Düsseldorf jetzt wieder zittern. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt nur noch zwei Zähler. Vor allem im Spiel nach vorne bot sie Mannschaft von Alois Schwartz gegen Düsseldorf recht wenig an. Allerdings haben die Kurpfälzer von allen Abstiegskandidaten mit 38 Punkten vor dem großen Finale die beste Ausgangsposition.

Karol Herrmann