Aalen - Der VfR Aalen ist nach drei Jahren sportlich aus der 2. Bundesliga abgestiegen und hat nur bei einem Sieg am Grünen Tisch noch minimale Chancen auf den Klassenerhalt. Im Ostalb-Derby unterlag das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck dem 1. FC Heidenheim 2:4 (1:2) und kann mit 31 Punkten am letzten Spieltag nicht mehr auf den Relegationsplatz vorrücken.

Allerdings könnte der Abstieg zumindest noch aufgeschoben werden. Derzeit läuft der Einspruch des Clubs gegen den Abzug von zwei Punkten wegen Lizenzverstößen bei der DFL Deutschen Fußball Liga. Dafür bräuchten die Aalener am letzten Spieltag aber einen Sieg.

Die Tore für Aalen erzielten Oliver Barth (13.) und Orhan Ademi (48.), für die Gäste trafen Marc Schnatterer (39.), Florian Niederlechner (44./86.) und Robert Leipertz (75., Foulelfmeter).

Oliver Barth bringt Hoffnung

"Das Spiel war ein Spiegelbild der ganzen Saison. Wir haben uns viele Möglichkeiten herausgespielt, aber uns nicht belohnt. Das war bezeichnend für alles. Unterm Strich haben wir im ganzen Jahr zu wenig Tore gemacht. Das ist bitter", sagte Ruthenbeck bei Sky: "Wir wussten von Beginn der Saison an, dass es schwierig wird."

Vor 14.500 Zuschauern in der erstmals in der 2. Bundesliga ausverkauften Scholz-Arena begannen allerdings die Gäste aus der nur rund 20 Kilometer entfernten Nachbarstadt besser - das Tor erzielte allerdings Aalen. Barth köpfte die Führung.

Das 1:0 gab den Gastgebern Selbstvertrauen, doch selbstverschuldet gaben sie das Spiel aus der Hand. Nach einem missglückten Befreiungsschlag legte Niederlechner auf Schnatterer auf, der ohne Probleme den Ausgleich erzielte. Nur fünf Minuten später machte es Niederlechner dann alleine. Er setzte sich gleich gegen drei Abwehrspieler durch und schoss zur 2:1-Führung der Gäste ein.

Niederlechner mit Doppelpack

Fast direkt nach Wiederanpfiff machten es die Aalener noch einmal spannend. Ademi drückte einen abgefälschten Torschuss mit dem Knie über die Linie. Anschließend erspielte sich der VfR eine ganze Reihe von Möglichkeiten, ließ es jedoch an der notwendigen Konsequenz vermissen. Eine Viertelstunde vor Schluss nutzte Leipertz die Chance vom Elfmeterpunkt. Wenig später schoss VfR-Keeper Daniel Bernhardt bei einem Befreiungsschlag Niederlechner an, der Ball ging an den Pfosten, anschließend schoss Niederlechner zum 4:2 ein.

SID

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