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"Der Klassiker" bei der WM: Zweimal Bayern gegen Dortmund im Viertelfinale

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Bei der Weltmeisterschaft treffen am Samstag bei Marokko gegen Portugal (16 Uhr) und England gegen Frankreich (20 Uhr) jeweils Profis von Borussia Dortmund und FC Bayern München direkt aufeinander. Noussair Mazraoui, Raphael Guerreiro sowie Jude Bellingham und Dayout Upamecano sind für ihre Nationen enorm wichtig.

Mazraoui und die Marokkanische Sensation

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Es ist die größte Überraschung dieser Weltmeisterschaft: Mit zwei Siegen gegen Kanada und Belgien, sowie einem Unentschieden gegen Kroatien hat sich Marokko in der Vorrunde als Gruppenerster durchsetzen können, stand damit etwas unerwartet im Achtelfinale. Dort wurde dann niemand geringeres als das Top-Team aus Spanien nach Elfmeterschießen besiegt. Das Erreichen des Viertelfinals war für Marokko bereits eine Sensation. Mittendrin statt nur dabei: Noussair Mazraoui vom FC Bayern München.

Dabei ist der kurz vor der WM 25 Jahre alt gewordene Verteidiger auf Abwegen. Er spielt auf der linken Abwehrseite, während er für den Rekordmeister in dieser Saison zumeist auf der Rechtsverteidiger-Position zum Einsatz kam. Im marokkanischen Nationalteam gibt es aber noch einen Rechtsverteidiger, der in der Bundesliga nicht unbekannt ist: Achraf Hakimi war insgesamt zwei Jahre für den BVB aktiv.

Zwei Spieler mit hoher Qualität auf der gleichen Position - so wurde entschieden, dass Mazraoui ausweichen muss. Dieser Plan ging voll und ganz auf. Der FCB-Profi stand in den ersten vier Partien in der Startelf, fehlte lediglich im Viertelfinale gegen Portugal verletzt. Nachdem auch das Team um Weltstar Cristiano Ronaldo mit 1:0 besiegt wurde, steht Marokko nun sogar im Halbfinale. Dann hoffentlich wieder mit Noussair Mazraoui.

Noussair Mazraoui ist mit Marokko eine der Überraschungen der WM - /IMAGO/Pro Shots

Guerreiro für Portugal unverzichtbar

Ebenfalls als Linksverteidiger war Raphael Guerreiro von Borussia Dortmund im Einsatz. Für das portugiesische Nationalteam kam er in vier von fünf Turnierspielen zum Einsatz. Das eine Spiel, in dem er nicht zum Einsatz kam, war auch ein Fingerzeig wie wichtig er für das Team ist. Denn im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea schonte Portugals Trainer Fernando Santos viele seiner wichtigsten Spieler. Guerreiro gehörte dazu.

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Raphael Guerreiro ist bisher der einzige Linksverteidiger bei der WM, dem ein Tor gelang. Dies erzielte er im Achtelfinale beim 6:1 gegen die Schweiz, wo er zudem eine Vorlage beisteuerte. Auch in der Gruppenphase gegen Uruguay lieferte er bereits eine Vorlage. Mit seinem steten und kreativen Offensivdrang, aber dem trotzdem sehr robusten Defensivspiel war er ein wichtiger Bestandteil seines Teams, auch wenn gegen Marokko Schluss war.

England Turnierfavorit - auch dank Bellingham

"Ich denke, er kann der beste Mittelfeldspieler der Welt werden" - Ja, die Worte von ManCity's Phil Foden wirken vielleicht so, aber zu hoch gegriffen scheinen sie nach der Leistung von Jude Bellingham im Achtelfinale gegen den Senegal nicht. Englands Nationaltrainer Gareth Southgate hatte extra für Bellingham seine Formation ein wenig umgestellt, damit der BVB-Spieler etwas offensiver agieren konnte. Dieser zahlte es unter anderem in Form einer Torvorlage zum 1:0 zurück.

Jude Bellingham ist mit gerade einmal 19 Jahren schon ein Spieler mit Weltklasse-Niveau. Von einem Shootingstar zu sprechen, wäre vermessen, dieses Stadium hat er mit einem großen Satz übersprungen. In kurzer Zeit ist er scheinbar auch bei den Three Lions zu einem Führungsspieler gereift, besticht dabei nicht nur mit feiner Klinge im Offensivspiel, sondern noch viel mehr mit knallharter und unnachgiebieger Defensivarbeit.

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Und so war die Liste der Bellingham-Fans spätestens nach dem Achtelfinal-Erfolg gegen den Senegal ziemlich lang. Fußball-Legende Gary Lineker etwa war voll des Lobes: "Meine Güte, Jude Bellingham ist unfassbar gut. Er ist der Anführer des Teams. Seine Eltern müssen so stolz auf ihn sein. Ich liebe ihn.", twitterte er euphorisiert. Auch Team-Kollege Harry Kane schloss sich den Lobeshymnen an: "Er ist ein fantastischer Spieler. Er hat alles, was es braucht". So wird es auch im Viertelfinale gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich auf die defensiv wie offensiv herausragende Spielweise von Jude Bellingham ankommen. Sicher ist, dass sich die Three Lions auch aufgrund der Leistungen des BVB-Stars zu einem der großen Turnierfavoriten entwickelt haben.

Kein Vorbeikommen an Upamecano

So richtig klar war die Situation in der Innenverteidigung im französischen Nationalteam nicht. In den Gruppenspielen kam Dayot Upamecano je einmal mit Raphael Varane und Ibrahima Konate zum Einsatz. Im letzten Gruppenspiel gegen Tunesien saß er dann auf der Bank als das Duo Varane/Konate verteidigte.

Diesen internen Konkurrenzkampf hat er nun für sich entschieden. Vor dem Achtelfinalspiel gegen Polen wurde Frankreichs Trainer Didier Deschamps zu seinen Innenverteidigern befragt. Und er nutzte die Gelegenheit und erteilte Upamecano eine Einsatzgarantie: "Ich sehe, dass das Duo von Varane und Upamecano das beste ist" und weiter attestierte der Weltmeister-Trainer dem FCB-Verteidiger "zwei sehr gute Spiele" gemacht zu haben.

So siehst du die Viertelfinal-Spiele im TV

Seine Spielweise beschrieb Upamecano bei seiner Vorstellung im Sommer in München selbst am besten: "Ich bin schnell, ich bin aggressiv, ich spiele hart, gebe immer 100 Prozent. Egal, was passiert." Darauf wird es auch im direkten Duell gegen Jude Bellingham ankommen. Frankreich gegen England dürfte eines der Top-Spiele dieser Weltmeisterschaft werden. Wie auch bei der Partie zwischen Marokko und Portugal werden auch bei diesem Spiel Bundesliga-Profis vom FC Bayern München und Borussia Dortmund im direkten Duell aufeinander treffen.