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Bayerns Schlüsselspieler im Pokalfinale
Bayerns Schlüsselspieler im Pokalfinale - © DFL Deutsche Fußball Liga
Bayerns Schlüsselspieler im Pokalfinale - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Bayerns Schlüsselspieler im Pokalfinale

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Hinten eine Macht, vorne unvergleichliche Klasse: Wie soll Stuttgart diese Bayern stoppen?

bundesliga.de blickt auf fünf Schlüsselspieler des Rekordmeisters, die das Pokalfinale entscheiden könnten.

Dayot Upamecano

Vincent Kompany hat, im Gegensatz zu Vorgänger Thomas Tuchel, vollstes Vertrauen in Dayot Upamecano. Das kommt nicht von ungefähr, schließlich hat sich der Franzose unter Kompany zu einem der besten Abwehrspieler Europas entwickelt, ist weniger fehleranfällig geworden und zu einem echten Leader gereift.

Gemeinsam mit Jonathan Tah bildet er die robuste 1A-Innenverteidigung. 15-mal stand das Duo in der zurückliegenden Bundesliga-Saison zusammen in der Anfangsformation (13 Siege, zwei Remis) – nur wegen der Ambitionen in den anderen Wettbewerben waren es nicht noch mehr gemeinsame Spiele.

Mit Upamecano auf dem Platz gab es seit Mai 2024 in 44 Bundesliga-Spielen keine Niederlage (36 Siege, acht Unentschieden) – er fehlte bei den letzten drei Niederlagen. Der Rekord liegt bei 56 Spielen in Folge ohne Niederlage. Das daraus resultierende Selbstvertrauen dürfte Upamecano im Pokalfinale durchaus in die Karten spielen, wenn er es mit den auf Titelverteidigung getrimmten Stuttgartern zu tun bekommt.

Bayerns Dayot Upamecano im Zweikampf mit Stuttgarts Deniz Undav - Alex Grimm

Joshua Kimmich

Apropos Siegeswille: Den hat Upamecanos Vordermann Joshua Kimmich immer – egal, ob es um Titel, drei Punkte oder die goldene Ananas geht. Gerade weil sein letzter Pokalerfolg mittlerweile sechs Jahre zurückliegt, dürfte Kimmichs Ehrgeiz nicht minder ausgeprägt sein.

Der Sechser ist ein echter Ballmagnet: In der abgelaufenen Saison war Kimmich im Schnitt 120-mal pro 90 Minuten am Ball – Bundesliga-Bestwert. Er spielte beim FC Bayern die meisten Pässe aus dem Spiel, sehr gute 92 Prozent kamen an. Auch unter Bedrängnis wird er nicht verlegen: Er löste 75 Prozent seiner Drucksituationen, ein Wert, der ligaweit nur von seinem Teamkollegen Tah übertroffen wird.

Ein weiteres Ass im Ärmel sind seine zahlreichen und gefährlichen Standards: In seiner Bundesliga-Karriere kommt der Nationalspieler auf 43 Ecken mit Torfolge (davon eine in der Saison 2025/26) – seit der Datenerfassung im Jahr 1992 ist das Bestwert.

Sinnbildlich für seinen unbändigen Siegeswillen: Joshua Kimmich ballt jubelnd die Fäuste - SILAS STEIN

Harry Kane

Es war mal wieder eine Bundesliga-Saison der Superlative: Seine 36 Saisontore machten Kane zum dritten Mal in Folge zum Torschützenkönig. Der erste Verfolger, Deniz Undav, hatte satte 17 Treffer weniger. Einen solchen Abstand gab es zuletzt in der Saison 1971/72 – damals hatte Gerd Müller sogar 18 Tore Vorsprung auf Klaus Fischer und Hans Walitza.

Besonders bemerkenswert ist Kanes xGoals-Wert, der sich auf 24,1 beläuft. Das bedeutet, dass er zwölf Treffer (genau genommen 11,9) mehr erzielt hat, als statistisch zu erwarten gewesen wären. Gerade dieses Unberechenbare macht es für gegnerische Abwehrspieler so unheimlich schwer, den Engländer zu verteidigen.

Für den Gegner kann es aber schon zu einer Herausforderung werden, den Angreifer überhaupt erstmal zu finden: Mal ist er Sechser, mal Achter, mal Neuner, mal Zehner. Kane ist überall, holt sich viele Bälle (54 Prozent Zweikampfquote) und spielt geniale lange Pässe. Man kann es auch kürzer fassen: Kane kann alles.

Dreifacher Kane sorgt für Münchner Party

Luis Díaz

Es wäre wahrlich zu kurz gegriffen und schlichtweg falsch, die Münchner Offensive lediglich auf Harry Kane zu beschränken. So gibt es auch einen gewissen Luis Díaz. Der Kolumbianer erzielte 15 Bundesliga-Tore und gab 14 Torvorlagen – nur Teamkollege Michael Olise (15 Tore, 19 Vorlagen) und Dortmunds Julian Ryerson (15 Vorlagen) kommen in diesen Kategorien auf ähnliche Werte.

Obwohl Díaz an 32 der 34 Spieltage zum Einsatz kam und mit 2.451 Minuten beim Deutschen Meister die meiste Spielzeit sammelte, entsteht bei dem wendigen Außenbahnspieler zu keinem Zeitpunkt der Eindruck, er sei müde. Im Gegenteil: Schon bei seiner Verpflichtung wurde er als "unkaputtbarer Kämpfer" gepriesen – und macht mit in der Tat vielen bestrittenen Zweikämpfen, von denen er für einen Stürmer gute 51 Prozent gewann, auf sich aufmerksam.

Olise in der AWS-Analyse: Präzision trifft Power

Michael Olise

Machen wir das Offensiv-Trio komplett – und zwar mit keinem Geringeren als dem Spieler der Saison 2025/26. Mit 15 Treffern und 19 Torvorlagen hatte Olise in der Bundesliga mehr Torbeteiligungen (34) als er Spiele bestritt (32). Seine ebenso überragende Vorjahresausbeute in seiner Premierensaison (zwölf Tore, 15 Vorlagen) konnte der in den französischen WM-Kader berufene Tempodribbler noch überbieten.

Als sein "Signature-Move" entpuppte sich in dieser Saison immer mehr der Schlenzer nahe des rechten Strafraumecks in Richtung linker Winkel. Wie schon in der Vorsaison traf Olise insgesamt viermal von außerhalb des Sechzehners – seit er in der Bundesliga spielt, gelangen dem Franzosen die zweitmeisten Weitschusstore (acht, Harry Kane neun).

Hinzu kommt seine Kreativität im Dribbling, die Gegner stets an den Rand der Verzweiflung bringt. Besonders schmerzhaft für einen Verteidiger sind dabei Beinschüsse, die Olise ligaweit am häufigsten verteilt hat (17).