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Jonas Urbig im Gespräch mit Manuel Neuer
Jonas Urbig im Gespräch mit Manuel Neuer - © IMAGO/Steffie Wunderl
Jonas Urbig im Gespräch mit Manuel Neuer - © IMAGO/Steffie Wunderl
bundesliga

Wer folgt auf Neuer? Das große Torwart-Casting beim DFB

Mit dem Rücktritt von Manuel Neuer beginnt im DFB-Tor eine neue Ära. Gleich mehrere Bundesliga-Keeper hoffen auf den Stammplatz in der Nationalmannschaft. Doch wer hat aktuell die besten Chancen auf die Nummer eins? Ein Überblick.

Jonas Urbig – Mann der Zukunft

Jonas Urbig gilt für viele als der langfristige Nachfolger von Manuel Neuer. Der 22-Jährige überzeugte beim FC Bayern München mit starken Leistungen und besitzt in der Bundesliga aktuell sogar eine der besten Zu-Null-Quote aller Torhüter mit mindestens zehn Einsätzen. In nur 14 Bundesligaspielen hielt er sechsmal die Null und machte mit seiner Ruhe am Ball sowie seinem modernen Spielaufbau auf sich aufmerksam.

Alexander Nübel – Konstanter Rückhalt

Alexander Nübel bringt große Erfahrung aus dem Spitzenfußball mit. Der Schlussmann, der in den vergangenen Jahren vom FC Bayern München an den VfB Stuttgart ausgeliehen war, überzeugt seit mehreren Jahren konstant auf Bundesliga-Niveau. In der vergangenen Saison stand er erneut nahezu durchgehend zwischen den Pfosten und gehörte mit elf Zu-Null-Spielen zu den besten Keepern der Liga. Seine Stärke liegt vor allem in seiner Konstanz und seiner Strafraumbeherrschung.

Noah Atubolu – Freiburgs Rekordtorwart

Auch Noah Atubolu hat seine Bewerbung eindrucksvoll untermauert. Der 23-Jährige war zuletzt Stammtorhüter des Sport-Club Freiburg und gilt als einer der talentiertesten Keeper Deutschlands. Besonders beeindruckend: Er stellte einen Freiburger Vereinsrekord von 609 Minuten ohne Gegentor auf und entwickelte sich zu einem echten Elfmeter-Spezialisten. Zur neuen Saison bekommt er Konkurrenz durch Mio Backhaus.

Bei Urbig ist Schluss 🛑

Oliver Baumann – Erfahrung und Stabilität

Oliver Baumann ist wohl die sicherste Lösung. Der Hoffenheimer spielt seit Jahren konstant auf hohem Bundesliga-Niveau und zeigte auch in seinen Einsätzen für die Nationalmannschaft kaum Schwächen. Mit 36 Jahren ist er zwar keine langfristige Zukunftslösung mehr, könnte Deutschland aber auf dem Weg zu einer neuen Nummer eins wichtige Stabilität geben.

Finn Dahmen – Stiller Gewinner

Finn Dahmen hat sich in den vergangenen Monaten immer stärker ins Rampenlicht gespielt. Der Keeper des FC Augsburg überzeugte mit starken Paraden, hoher Konstanz und einem sicheren Auftreten. Nicht ohne Grund wurde er im März für die Nationalmannschaft nachnominiert. Setzt er seine Entwicklung fort, könnte auch er im Kampf um den Stammplatz ein ernstes Wörtchen mitreden.

Oliver Baumann im Tor der Nationalmannschaft - IMAGO/Markus Ulmer

Die Zukunft des deutschen Tores

Neben den etablierten Kandidaten stehen bereits die nächsten Torwart-Talente in den Startlöchern. Dennis Seimen gilt als eines der größten deutschen Keeper-Talente und soll künftig die Nummer Eins des VfB Stuttgart sein. Auch Mio Backhaus wird immer wieder als möglicher Nationaltorwart der Zukunft gehandelt. Der ehemalige Werder-Keeper bringt großes Potenzial mit, braucht für den ganz großen Durchbruch aber noch Spielpraxis auf höchstem Niveau. Diese soll er künftig in Freiburg bekommen.

Fest steht: Nach fast zwei Jahrzehnten endet die Ära Manuel Neuer endgültig. Zum ersten Mal seit vielen Jahren ist diese wichtige Position im deutschen Team wieder völlig offen.

Mio Backhaus empfahl sich in Bremen für höhere Aufgaben - IMAGO/Celina Leiers

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