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Stuttgarts Schlüsselspieler im Pokalfinale
Stuttgarts Schlüsselspieler im Pokalfinale - © DFL Deutsche Fußball Liga
Stuttgarts Schlüsselspieler im Pokalfinale - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Stuttgarts Schlüsselspieler im Pokalfinale

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Zweikampfstark, spielintelligent, kaltschnäuzig: Stuttgarts Trümpfe gegen die Bayern.

bundesliga.de blickt auf fünf Schlüsselspieler des VfB Stuttgart, die das Pokalfinale entscheiden könnten.

Jeff Chabot

Der 1,95 Meter große Hüne ist beim VfB eine wichtige Größe in der Abwehr und seit Jahren im Zweikampf eine Macht. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison gewann er 64 Prozent der Duelle und war damit nicht nur beim VfB führend, sondern auch ligaweit viertbester Akteur.

Chabot zeichnet außerdem ein gutes Stellungsspiel aus: 2025/26 war er der Schwabe mit den meisten abgefangenen gegnerischen Zuspielen. Gegen die gefährlichen langen Bälle von Harry Kane und Co. könnte das extrem wichtig im Defensivspiel werden.

Zu einem Faktor kann Chabot jedoch auch in der Offensive werden: Zwar blieb er in dieser Saison ohne Torbeteiligung (2024/25 erzielte er drei Tore), jedoch ist die Abwehrkante zentral für den Stuttgarter Spielaufbau: Pro 90 Minuten war er im Schnitt 84-mal am Ball. Das überbietet beim VfB nur einer...

Ist in jedem Zweikampf knallhart: Jeff Chabot - DFL/Getty Images/Christian Kaspar-Bartke

Angelo Stiller

Stiller ist der absolute Fixpunkt in der Mittelfeldzentrale des Pokalsiegers von 2025. Das unterstreicht nicht nur seine Einsatzzeit – wie sonst nur Keeper Alexander Nübel kam Stiller in allen 34 Bundesliga-Spielen zum Einsatz –, sondern vor allem seine Klasse im Spielaufbau: Starke 92-mal war er in der Bundesliga pro 90 Minuten am Ball und wies trotz der großen Einbindung eine fast fehlerfreie Passquote von 89 Prozent auf.

Dabei hat er auch stets das Auge für den entscheidenden Pass: Der gebürtige Münchener bereitete 2025/26 beim VfB die meisten Torschüsse vor (55) und gab fünf Torvorlagen. Beim letztjährigen Stuttgarter Pokalsieg gegen Bielefeld (4:2) legte Stiller zwei der vier Stuttgarter Tore vor.

Bemerkenswert ist, dass "Stuttgarts Toni Kroos" gerade einmal sechs Sprints pro 90 Minuten hinlegt, was ein Indiz für seine Genialität im Stellungsspiel ist. Seine gute Zweikampfquote von 54 Prozent unterstreicht dies.

Angelo Stiller: Luke Littlers deutscher Lieblingsspieler

Chris Führich

Führich war im Gegensatz zu Stiller in der zurückliegenden Bundesliga-Spielzeit für Coach Sebastian Hoeneß nicht immer ein Kandidat für die vollen 90 Minuten: 20-mal (am häufigsten beim VfB) wurde er aus- sowie 13-mal eingewechselt.

Dennoch war der Flügelspieler zweifelsohne ein wichtiger Faktor für die Champions-League-Qualifikation der Schwaben – das beweisen seine sieben Treffer (nur 2023/24 einer mehr) und sieben Torvorlagen (eingestellter Saisonrekord; nur Jamie Leweling kam beim VfB auf mehr).

Gerade im Laufe der Rückrunde kam der flinke (35,4 km/h Topspeed) und dribbelfreudige Offensivspieler der Form seiner Traumsaison 2023/24, die ihn bis in die Nationalmannschaft brachte, wieder sehr nahe: An den letzten zwölf Spieltagen sammelte er acht Scorerpunkte. Nimmt er diese Form mit ins DFB-Pokalfinale?

Deniz Undav

Bei Undav zeigte die Formkurve in der beendeten Bundesliga-Saison quasi dauerhaft nach oben: 19 Treffer bedeuteten einen neuen persönlichen Saisonrekord. Elf seiner 19 Tore gelangen ihm auswärts, insofern kommt ihm das Berliner Olympiastadion, in dem er auch im vergangenen Jahr ein Tor markierte, durchaus gelegen.

Im Schnitt traf der Nationalstürmer alle 118 Minuten – sollte das Endspiel in die Verlängerung gehen, ist ein Tor von Undav statistisch gesehen also nahezu garantiert. Inklusive seiner sechs Torvorlagen kam Undav auf 25 Scorerpunkte, womit er ligaweit als bester Nicht-Münchner auf Platz vier landete.

Doch nicht nur in der Bundesliga performt der 29-Jährige, auch im DFB-Pokal ist er mit drei Treffern Stuttgarter Top-Torschütze. Im Halbfinale gegen den Sport-Club Freiburg rettete er den VfB nach 0:1-Rückstand mit seinem Ausgleichstreffer in die Verlängerung (Tiago Tomás erzielte den Siegtreffer).

Spektakel in Stuttgart

Ermedin Demirović

Mit Demirović besitzen die Schwaben noch einen weiteren Topstürmer in ihren Reihen: Der Stürmer traf mit 40 Torschüssen zwölfmal, hatte die beste Abschluss-Effizienz beim VfB (+3,8) und gab drei Torvorlagen ab. Im Schnitt war der Bosnier alle 100 Minuten an einem Treffer beteiligt, was – sofern er nicht Undav ein Tor auflegt – für den VfB schon den zweiten statistischen Treffer bedeuten würde!

Weiterhin bringt Demirović eine gewisse Stärke gegen den Ball mit: Beim aggressiven Anlaufen gehört er zu den Besten, die die Bundesliga zu bieten hat. Das sind Qualitäten, die gegen eine zuletzt durchaus anfällige Münchner Defensive entscheidend werden könnten.

War in der abgelaufenen Bundesliga-Saison im Schnitt alle 100 Minuten an einem Treffer beteiligt: Ermedin Demirović - IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel