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"Wir haben ein Finale": So hat Hoeneß den VfB zu einem Spitzenteam geformt
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"Wir haben ein Finale": So hat Hoeneß den VfB zu einem Spitzenteam geformt

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Am 34. Spieltag kann der VfB Stuttgart zum zweiten Mal mit Sebastian Hoeneß als Trainer in die Champions League einziehen. Unter dem 44-Jährigen haben sich die Schwaben zu einem Spitzenteam entwickelt.

Ein Blick auf die Bilanz lohnt sich für den VfB Stuttgart vor dem alles entscheidenden 34. Spieltag: In der Bundesliga haben die Schwaben von 105 Duellen 45 Mal gegen Eintracht Frankfurt gewonnen und 23 Mal unentschieden gespielt.

Dazu kommt: Die SGE ist seit vier Spielen sieglos und der VfB reist nach den Big Points gegen Leverkusen mit Rückenwind nach Hessen. Vieles spricht dafür, dass das von Erfolgscoach Sebastian Hoeneß trainierte Team sein großes Ziel erreichen wird!

Wohlgemuth und Hoeneß stimmen ein

"Nun wollen wir in Frankfurt den entscheidenden Schritt gehen und wissen, dass wir dafür mindestens nochmal eine solche Leistung abrufen müssen", sagt Vorstand Sport Fabian Wohlgemuth. Hoeneß formuliert es prägnanter: "Wir haben am Samstag ein Finale in Frankfurt."

Die Schwaben haben den Einzug in die Champions League auf Platz vier stehend in der eigenen Hand. Wer hätte gedacht, dass die Stuttgarter, die in der Spielzeit 2022/23 beinahe abgestiegen wären, nun zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren die Königsklasse klarmachen können? Das ist allen voran ein Verdienst des Trainers!

Die Stuttgarter Offensive läuft wie am Schnürchen - IMAGO/Hansjürgen Britsch

Punkte-Meilenstein winkt

Erst führte Hoeneß den VfB über die Relegation zum Klassenerhalt, dann 2024 zur Vizemeisterschaft, in 2025 folgte der DFB-Pokalsieg und in diesem Jahr könnte es neben der erneuten Reise nach Berlin auch den Einzug in die Champions League zu feiern geben.

Unter der Leitung des 44-Jährigen bestritten die Schwaben in der Bundesliga 109 Spiele. 58 Mal gewann der VfB und spielte 23 Mal remis. Doppelter Anreiz am Samstagnachmittag: Stuttgart kann die 200 Punkte vollmachen. Mit Hoeneß sammelte man im Schnitt 1,8 Zähler pro Spiel – historisch war kein Stuttgarter Bundesliga-Trainer erfolgreicher. Das Stuttgarter Erfolgsrezept liest sich wie folgt.

Spektakel in Stuttgart10.05.2026

Hoeneß steht für attraktiven Offensivfußball

Die Schwaben stehen unter Hoeneß für Offensivfußball, hatten in dieser Saison 57 Prozent Ballbesitz – nur die Bayern und (minimal) Leverkusen mehr. 61 Mal trafen die Stuttgarter aus dem Spiel heraus, dieser Anteil an den Gesamt-Toren beträgt 88 Prozent und ist der höchste aller Bundesliga-Teams.

Einzig die Münchener schossen mehr Tore als der VfB (69). Torgarant ist Deniz Undav mit 19 Treffern (persönlicher Saisonrekord), er ist der zweitbeste Schütze nach Harry Kane.

Gefüttert werden Undav und Co. oft mit Flanken: Nur Mainz schlug mehr Flanken aus dem Spiel als Stuttgart (389), und einzig der BVB traf öfter im Anschluss an eine Hereingabe aus dem Spiel (15 Mal, der VfB zwölf Mal). Stuttgarter Flankengott ist Jamie Leweling mit sechs Flanken mit Torfolge – alleiniger Bundesliga-Bestwert!

SMMF_Stuttgart_zufrieden09.05.2026

Auch defensiv gibt es Top-Werte

Der VfB kann aber auch verteidigen, die Schwaben stellen das zweikampfstärkste Team der Bundesliga (über 53 Prozent der Duelle gewonnen). In dieser Saison ist man ohne Freistoß-Gegentor – wie sonst nur Leipzig. Lediglich zwei Gegentore wurden durch einen Torschuss von außerhalb des Strafraumes zugelassen – das spricht für Torhüter Alexander Nübel. Nur drei Gegentore sind es nach einem Kopfball – alleiniger Bundesliga-Bestwert. Fels in der Brandung ist Jeff Chabot mit 68 Prozent gewonnenen Luftduellen.

 

Die fünf Top-Tore des 33. Spieltags! ⚽11.05.2026

Auch der zweite Anzug sitzt

Neben Schlüsselspielern wie Undav, Nübel und Co. funktionieren auch die Einwechselspieler: Einzig für Bayern trafen die Joker öfter (19 Mal) als für Stuttgart (17 Mal). Die 17 Joker-Tore bedeuten einen Vereinsrekord, sonst kam man in einer Saison maximal auf 15 Tore durch Einwechselspieler. Sebastian Hoeneß kann von der Bank viel Qualität nachlegen, so erzielte zum Beispiel Ermedin Demirović vier seiner zwölf Treffer als Joker.

Im Saisonfinale wird Hoeneß wieder ein Goldenes Händchen benötigen, um auch in Frankfurt siegreich vom Platz zu gehen. Nehmen die Stuttgarter auch diese Hürde, dürfte ein in den letzten Jahren bekannt gewordener Schlachtruf wieder lauthals angestimmt werden...