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Gleich voll da: Wimmer, Siebatcheu, Mane, Schlotterbeck, Gregoritsch und Stage - © DFL
Gleich voll da: Wimmer, Siebatcheu, Mane, Schlotterbeck, Gregoritsch und Stage - © DFL
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Mane, Schlotterbeck und Co.: Diese Neuzugänge haben sofort eingeschlagen

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Den Neuzugängen gilt immer ein besonderes Augenmerk zum Beginn einer Saison. Doch die Integration in ein funktionierendes Team nicht nicht selten etwas Zeit in Anspruch. Einige Akteure waren aber sofort am 1. Spieltag eine richtige Verstärkung für ihre neue Mannschaft. bundesliga.de zeigt sechs Sommertransfers, die am Wochenende überragend waren.

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Sadio Mane (FC Bayern München)

Es ist vielleicht nicht die größte Überraschung, dass Sadio Mane beim FC Bayern auf Anhieb eine Verstärkung ist, schließlich ist der Zugang vom FC Liverpool einer der europaweit besten Stürmer der letzten Jahre gewesen. Nachdem Mane bereits in seinem ersten Pflichtspiel beim Supercup getroffen hatte, legte der 30-Jährige direkt bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Eintracht Frankfurt nach, da war noch keine halbe Stunde gespielt. Dass Mane dabei ein Kopfballtreffer gelang, darauf hätte man beim 1,74 Meter großen Stürmer nicht unbedingt gewettet.

Aber auch im weiteren Spielverlauf zeigte Mane, wie ungemein wichtig er für den Rekordmeister schon jetzt ist. In der Entstehung des 4:0, des 5:0 und des 6:1 war er entscheidend mit Pässen oder gewonnenen Zweikämpfen beteiligt, insgesamt gab er fünf Torschüsse ab und legte 39 Sprints aufs Parkett. Kein anderer Spieler schaffte am 1. Spieltag mehr!

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Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund)

Der 22-Jährige Innenverteidiger spielte bei seinem ersten Einsatz vor der "Gelben Wand" bereits so auf, als wäre er seit Jahren der Abwehrchef von Borussia Dortmund: Extrem resolut im Zweikampf, fing Schlotterbeck durch sein nach vorne gerichtetes Verteidigen eine ganze Reihe von aussichtsreichen Bällen der Leverkusener ab, gewann dabei starke 61 Prozent seiner Duelle und öffnete das Spiel immer wieder durch lange, punktgenaue Diagonalbälle über den halben Platz.

Daneben bewies Schlotterbeck auch gleich mal seine starke Mentalität, als er die Fans lautstark motivierte, seine meist erfolgreichen Tacklings abfeierte und so letztlich half, in diesem Spitzenspiel (Endstand 1:0) die Null zu halten und Bayer-Goalgetter Patrik Schick einen unangenehmen Abend zu bereiten. Der Höhepunkt: Schlotterbeck renkte sich in der 54. Minute die Schulter aus, ließ sie sich von der Medizin-Abteilung kurzerhand im Spielertunnel wieder richten und kehrte anschließend auf den Platz zurück, als wäre nichts passiert.

Jordan Siebatcheu (1. FC Union Berlin)

Um den bevorzugten Namen des neuen Unioner Stürmer herrscht noch keine Einigkeit. Zunächst mit Siebatcheu vorgestellt, hörte der US-amerikanische Nationalstürmer auf Länderspielreise und bei seinem Ex-Club BSC Young Boys auf den Nachnamen Pefok, den Ledignamen seiner Mutter. Auf seinem Trikot steht inzwischen schlicht "Jordan". Dass der 26-Jährige aber eine enorme Verstärkung für die "Eisernen" ist, darüber sind sich alle längst einig.

Nach seinem Tor im Pokal legte der Mittelstürmer bei seinem Bundesliga-Debüt im so wichtigen Berliner Derby gleich einen weiteren Treffer zum wichtigen 1:0 nach und schoss sich so direkt in die Herzen der Fans. Nach einer Flanke setzte der amtierende Schweizer Torschützenkönig einen Kopfball zielgenau aus spitzen Winkel ins gegnerische Netz. Er war beim 3:1-Sieg gegen den Stadtrivalen insgesamt an sechs Torschüssen direkt beteiligt und führte 29 Zweikämpfe. Beides Bestwert am 1. Spieltag bei Union.

Michael Gregoritsch (SC Freiburg)

Beim SC Freiburg hätten gleich mehrere Kandidaten in diese Liste gepasst. Matthias Ginter, Ritsu Doan, Michael Gregoritsch: Gleich drei Neuzugänge der Breisgauer konnten sich beim 4:0-Auftaktsieg beim FC Augsburg in die Torschützenliste eintragen. Vor allem Letzterer ragte unter diesem Trio aber noch einmal heraus, war Gregoritsch nach dem 1:0, das er selbst per Kopf erzielte, später auch noch als Vorlagengeber für das 3:0 von Ginter verantwortlich. Zuvor hatte er auch hier ein wichtiges Kopfballduell gewonnen. Und das alles gegen jenen Club, von dem er erst in diesem Sommer nach Freiburg gewechselt war.

Der Österreicher ist dabei als Vertreter des verletzten Lucas Höler im Sturmzentrum direkt gesetzt. Er strahlte aber nicht nur Torgefahr aus, sondern war auch richtig fleißig: Bei Freiburg führte Gregoritsch die meisten Zweikämpfe (23) und gewann für einen Stürmer auch noch überragende 52 Prozent davon. Tugenden, die seinem Trainer sehr gefallen: "Er hat richtig Qualität, er ist ein richtig guter Kicker", sagte Christian Streich. "Aber er muss die Innenverteidiger richtig bearbeiten und er muss viele Wege tun - das hat er getan und deshalb kriegt er absolutes Lob."

Patrick Wimmer (VfL Wolfsburg)

Schon in der Saisonvorbereitung hatte Niko Kovac nur lobende Worte für den Neuzugang aus Bielefeld übrig, obwohl es beim VfL gerade im offensiven Mittelfeld ein großes Gerangel um die Stammplätze gibt. Während aber große Namen wie Max Kruse, Jonas Wind oder Luca Waldschmidt am 1. Spieltag gegen den SV Werder Bremen zunächst auf der Bank Platz nehmen mussten, erhielt Wimmer eine Nominierung für die Startelf.

Und der 21-Jährige zahlte das Vertrauen schnell zurück: Mit einem Schnittstellenpass in Perfektion hebelte Wimmer gleich nach elf Minuten die Bremer Verteidigung aus, bediente Lukas Nmecha und bereitete so gewiss eines der schönsten Tore an diesem Auftakt-Wochenende vor. Szenen wie diese sind praktisch kaum zu trainieren und nur mit einer guten Prise Genialität möglich, die der Straßenkicker Patrick Wimmer zweifelsohne hat.

Jens Stage (SV Werder Bremen)

Einen Einstand nach Maß lieferte auch Werder Bremens Sommertransfer Jens Stage, bei dem nicht nur die dänischer Herkunft an den Ex-Werderaner Thomas Delaney erinnert (beide kamen vom FC Kopenhagen an die Weser). Wie sein Landsmann ist auch Stage ein physisch präsenter Mittelfeldspieler, der aber auch immer wieder den Zug nach vorne sucht und als Box-to-Box-Spieler als Bindeglied zwischen Abwehr und Offensive fungiert.

Bei Bremen legte er am 1. Spieltag beim 2:2 gegen den VfL Wolfsburg die meisten Kilometer zurück (11,8) gewann die zweitmeisten Zweikämpfe (12) und krönte seine starke Leistung letztlich noch mit der Torvorlage zum zwischenzeitlichen 1:1. Der 25-Jährige – so viel kann man jetzt schon sagen – wird für den Aufsteiger in dieser Saison unverzichtbar sein.