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Wer wird der Spieler des Monats Oktober 2021?

Auch in dieser Saison verleiht die Bundesliga die offizielle Auszeichnung des Spielers des Monats. Die Wahl wird von der DFL Deutsche Fußball Liga seit 2018/19 in Kooperation mit dem offiziellen Lizenzpartner EA SPORTS durchgeführt. Für den Monat Oktober sind Thomas Müller, Robert Lewandowski, Jonas Hofmann, Christopher Nkunku, Karim Onisiwo und Dominik Szoboszlai nominiert.

Die Vergabe beruht auf einem zweistufigen Auswahlverfahren, in dem sowohl die individuellen Leistungsdaten der Spieler als auch das Votum von Fans und Experten berücksichtigt werden.

Ausschlaggebend für die Berücksichtigung eines Spieltags ist, in welchem Monat der Samstag des Spieltags liegt - in diesem Fall beziehen sich alle Daten auf die Leistungen am 7, 8., 9. und 10. Spieltag.

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Thomas Müller (FC Bayern München)

Es gibt Spieler, die an Leistungsfähigkeit verlieren, wenn sie über 30 Jahre alt sind. Und es gibt Thomas Müller. Der 32-Jährige hat in der jüngeren Vergangenheit einige seiner besten Karriereleistungen gezeigt und besonders als Vorlagengeber geglänzt. In der Saison 2019/20 stellte er mit 21 Torvorlagen einen neuen Bundesliga-Rekord auf und auch in der letzten Spielzeit gelangen ihm stolze 18 direkte Vorbereitungen. Nun ist er auf dem besten Wege, an diese Werte anzuknüpfen, schließlich steht er bereits wieder bei acht Vorlagen. Fünf davon gelangen ihm im abgelaufenen Monat Oktober. Da war Müller der Top-Vorbereiter der Bundesliga. Und weil er zudem auch noch zwei Tore selbst erzielte, sicherte er sich auch den Titel des Top-Scorers in jenem Monat.

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Drei seiner fünf Torvorlagen gab Müller beim 5:2 bei Union Berlin, wo er auch als Torschütze erfolgreich war. Zum dritten Mal in seiner Bundesliga-Karriere war Müller in einem Spiel an vier Treffern direkt beteiligt. Zuletzt war das im Februar 2015 bei einem 8:0 gegen den HSV der Fall gewesen. Von Co-Trainer Dino Toppmöller, der den erkrankten Julian Nagelsmann vertrat, erhielt der erfahrene Müller ein Sonderlob: "Thomas ist ein sehr wichtiger Spieler und Anführer mit großer Erfahrung. Führungsspieler sind in solchen Spielen wichtig, und Thomas ist einer von ihnen. Ich denke er hat eine tolle Leistung gezeigt." Die Bayern-Fans können noch viele weitere Leistungen wie diese von Müller erwarten. Schließlich gibt er auf seine alten Fußballertage erst so richtig Gas.

Robert Lewandowski (FC Bayern München)

Was wurde über Robert Lewandowski nicht schon alles geschrieben? Der polnische Nationalstürmer hat die Bundesliga im vergangenen Jahrzehnt geprägt, er ist einer der größten Torjäger, die jemals in Deutschlands höchster Spielklasse aufgelaufen sind. In der vergangenen Saison schaffte er sogar, was lange als unmöglich galt: Er knackte den 40-Tore-Rekord von Bayern-Legende Gerd Müller aus der Saison 1971/72 und erzielte 41 Treffer. Damit hat er "sich und der gesamten Mannschaft ein Denkmal gesetzt", lobte Bayern-Vorstand Oliver Kahn. Doch der Tor-Hunger des 33-Jährige ist damit noch lange nicht gestillt. Auch in dieser Saison steht er schon wieder bei unglaublichen zwölf Toren aus zehn Spielen. Fünf davon erzielte er im Oktober und war damit der Top-Torschütze im abgelaufenen Monat.

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Zu seinen fünf Treffern kam eine Torvorlage. Damit ist Lewandowski nach seinem Mannschaftskollegen Thomas Müller der zweitbeste Scorer im Oktober gewesen. Von allen Spielern der Bundesliga gab Lewandowski im Oktober die zweitmeisten Torschüsse ab – jeder dritte seiner 15 Abschlüsse zappelte im Netz. Der ehemalige Bayern-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge lobte Lewandowski jüngst in höchsten Tönen: "Er braucht keinen Platz, seine größten Stärken hat er im Strafraum. Er ist schnell, kann dribbeln, hat eine ausgezeichnete Technik und weist eine sagenhafte Torquote vor." Zusammengefasst sei Lewandowski daher "der perfekte Mittelstürmer", meint Rummenigge. Und wer will angesichts seiner Leistungen da wirklich widersprechen?

Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach)

Jonas Hofmann hat in den vergangenen zehn Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Damals war er aus dem Nachwuchs der TSG Hoffenheim in die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund gewechselt. Dort schaffte er den Sprung ins Bundesliga-Team und etablierte sich in den kommenden Jahren auf dem höchsten Niveau. Seit seinem Transfer zu Borussia Mönchengladbach im Jahr 2016 ging es für Hofmann aber noch einmal steil bergauf. Nach zwei Jahren ohne eigenen Bundesliga-Treffer entdeckte Hofmann seine Tor-Gefahr. Mit sechs Toren und elf Vorlagen spielte er 2020/21 seine bisher beste Saison. Seit einem Jahr ist er auch fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft. In dieser Saison hat er bereits vier Treffer erzielt und ist damit der Bundesliga-Toptorschütze der Fohlenelf.

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Drei seiner vier Saisontore erzielte Hofmann im Oktober 2021. Damit zeichnete er für die Hälfte der sechs Mönchengladbacher Bundesliga-Tore im Oktober verantwortlich. Hofmann war im Oktober an den meisten Torschüssen aller Bundesliga-Spieler beteiligt (27). Er gab die meisten Torschüsse aller Mönchengladbacher ab (zehn) und gab ligaweit die zweitmeisten Torschussvorlagen (17 – nur Thomas Müller eine mehr). Zudem ist Hofmann enorm laufstark, gehört auch in dieser Kategorie zu den besten Spielern bei der Borussia. Er selbst sagte: "Die vielen Kilometer sind Teil meines Spiels. Viele Sprints sind Tugenden, die man immer an den Tag legen kann, wenn man fit ist. Das versuche ich immer abzurufen, auch unterbewusst." Der 29-Jährige hat sich zu einem kompletten Spieler entwickelt. Aus der Fohlenelf ist er nicht mehr wegzudenken.

Christopher Nkunku (RB Leipzig)

Wie unverzichtbar Christopher Nkunku für RB Leipzig ist, zeigte sich im Oktober wieder einmal eindrucksvoll. Als einer von lediglich vier Leipziger Feldspielern stand er in jedem der vier Bundesliga-Spiele im Oktober in der Startelf. Auch im Champions-League-Spiel gegen Paris St. Germain begann er, nur im DFB-Pokalspiel in Babelsberg durfte er etwas verschnaufen und kam erst in der Schlussphase ins Spiel. Für Jesse Marsch ist der Franzose einer der wichtigsten Spieler des Teams. "Er hat praktisch keine Schwächen", sagte der Trainer über seinen Offensivmann. Nkunku glänzt mit einer feinen Ballbehandlung, tödlichen Pässen, einem starken Abschluss und dazu noch brandgefährlichen Standards. Ein kompletter Spieler, der sich in absoluter Bestform befindet.

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Im zurückliegenden Monat war Nkunku an drei Bundesliga-Treffern direkt beteiligt (zwei Tore, eine Torvorlage) und damit Topscorer bei RB Leipzig (gemeinsam mit Dominik Szoboszlai). Mit zwei Bundesliga-Treffern war er zudem der Top-Torschütze seines Vereins im Oktober (wie auch Emil Forsberg und Yussuf Poulsen). Nkunku gab im Oktober in der Bundesliga zehn Torschüsse ab – bei Leipzig lediglich Poulsen einen mehr. Der 23-Jährige ist ein Gewinner des Trainerwechsels und spielt unter Marsch eine deutlich wichtigere Rolle als unter dessen Vorgänger Nagelsmann. "Mein Leben hat sich total geändert, ich sehe alles positiver und trage nun viel mehr Verantwortung", betonte Nkunku. Seine Positivität schlägt sich in Top-Leistung auf dem Platz nieder. Dass er sein Debüt im französischen Nationalteam geben darf, dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.

Karim Onisiwo (1. FSV Mainz 05)

Karim Onisiwo hat ein wenig Anlauf genommen, bevor er in dieser Saison angekommen ist. An den ersten sechs Bundesliga-Spieltagen hatte er nur zweimal in der Startelf gestanden, im Oktober hingegen stand er als einer von lediglich drei Mainzer Feldspielern immer in der Mainzer Bundesliga-Startelf (viermal). Seine Aufstellung rechtfertigte der 29-Jährige eindrucksvoll: Onisiwo sammelte vier seiner fünf Scorerpunkte in dieser Bundesliga-Saison im zurückliegenden Monat (ein Tor, drei Torvorlagen) und war damit nach Jonathan Burkardt (fünf Torbeteiligungen) zweitbester Mainzer Scorer im Oktober. "Man muss immer weiter an sich arbeiten", erklärte Onisiwo, wie er zuvor mit der längeren Phase ohne Treffer umgegangen ist.

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Die Belohnung für seine Arbeit erhielt er nun: Ligaweit waren neben Teamkollege Burkardt nur Thomas Müller und Robert Lewandowski an mehr Bundesliga-Treffern im Oktober beteiligt (sieben bzw. sechs) als Onisiwo. Nur Thomas Müller und Dayot Upamecano gaben im zurückliegenden Monat mehr Torvorlagen (fünf bzw. vier) als der Österreicher (drei). Onisiwo bestritt außerdem im Oktober die zweitmeisten Zweikämpfe (132 – nur Mönchengladbachs Breel Embolo zwei mehr). In dieser Zweikampfstärke liegt auch eine Aussage begründet, die der Mainzer Trainer Bo Svensson jüngst tätigte: "Es gibt Gründe, warum Karim Onisiwo gespielt hat, auch wenn er bis vor Augsburg keine Tore geschossen hat", sagte der Coach. Denn der Angreifer glänzt eben auch mit seinem Einsatz. Wenn nun noch Torgefahr hinzukommt – umso besser für die 05er und für Onisiwo selbst.

Dominik Szoboszlai (RB Leipzig)

Die Leistungen des ungarischen Nationalspielers Dominik Szoboszlai im Oktober sind besonders bemerkenswert, weil er den überwiegenden Teil des Monats nur als Joker zum Einsatz kam. Szoboszlai war im Oktober an drei Bundesliga-Treffern von RB Leipzig direkt beteiligt (ein Tor, zwei Torvorlagen), obwohl er nur zweimal in der Startelf stand und nur auf 210 Minuten Einsatzzeit kam. Im Schnitt war der 21-Jährige im Oktober also alle 70 Minuten an einem Bundesliga-Treffer beteiligt. Kurios: Seine drei Scorer-Punkte im Oktober sammelte er alle als Joker. Als Einwechselspieler war er sogar alle 16 Minuten an einem Treffer beteiligt, als Startelf-Spieler blieb er hingegen in 161 Einsatzminuten im Oktober ohne Torbeteiligung.

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Als einziger Leipziger gab Szoboszlai im zurückliegenden Monat zwei Torvorlagen und war gemeinsam mit Christopher Nkunku auch Topscorer bei RB (drei Torbeteiligungen). Werte, die dem Ungarn Mut machen, dass er künftig bei Leipzig noch mehr Spielzeit bekommen wird. Nach seinem Wechsel aus Salzburg im vergangenen Januar hatte ihn eine schwere Verletzung für ein halbes Jahr außer Gefecht gesetzt. "Ein ziemlich harter Start", erklärte Szoboszlai rückblickend. Gefühlt ist er ein Sommer-Neuzugang. Daher weiß er um seine nicht unbedingt einfache Situation. "Da ich nach einer langen Verletzung zurückkomme, muss ich meine Physis noch verbessern und sicher noch viel mehr. Ich werde also weiter hart arbeiten", sagte er noch Anfang Oktober. Seine Leistungen in den folgenden Wochen waren ein klarer Schritt in die richtige Richtung.