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Jesper Lindström bejubelt den Treffer zum 3:2 - © IMAGO/Franziska Gora/IMAGO/Jan Huebner
Jesper Lindström bejubelt den Treffer zum 3:2 - © IMAGO/Franziska Gora/IMAGO/Jan Huebner
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Eintracht Frankfurt: Der erste Bundesliga-Sieg der Saison macht Mut

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Eintracht Frankfurt hat beim SV Werder Bremen den ersten Bundesliga-Sieg nach elf Partien ohne Erfolg gefeiert. Die Offensivleistung um Sommer-Zugang Mario Götze, der im vierten Spiel für die Eintracht erstmals traf, sorgte dabei für große Hoffnung.

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In Phasen großer Euphorie bleiben kleine Schönheitsflecken ohne Beachtung. Wer Erfolg hat, darf sich feiern lassen. Der Erfolg gibt einem Recht und lässt für einige Zeit die Tatsache vergessen, dass mit seinem Erreichen eine Zeit voller Entbehrungen einhergegangen ist. Im Fall von Eintracht Frankfurt hat der Sieg in der Europa League eine Menge überstrahlt. Vor allem, dass die Hessen seit März kein Bundesliga-Spiel mehr gewonnen hatten. Und dass sie vor dem 4:3-Auswärtssieg beim SV Werder Bremen in elf Partien in Folge sieglos geblieben waren.

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Dafür meldete sich die Mannschaft von Oliver Glasner jetzt eindrucksvoll zurück. Mit einem echten Offensivspektakel gegen ein Team, das am 3. Spieltag mit einem Wahnsinns-Kraftakt in Dortmund auf sensationelle Weise drei Punkte geholt hatte. Frankfurts erster Bundesliga-Sieg kam daher wohl zur rechten Zeit, wie Torhüter Kevin Trapp nachher meinte: „Das war wichtig, weil schon wieder ein bisschen Druck auf dem Kessel war.“

Erster Götze-Treffer in der Bundesliga seit 982 Tagen

Deutlich weniger Druck empfinden dürfte seit Sonntag Bundesliga-Rückkehrer Mario Götze. Der frühere Dortmunder, im Sommer von der PSV Eindhoven an den Main gekommen, erzielte in seinem vierten Spiel für seinen neuen Club bereits in der 2. Minute den Führungstreffer für die Eintracht, wirkte dabei so unbedarft und gelöst wie in seiner frühen Zeit beim BVB. Für Götze war es das erste Bundesliga-Tor nach 982 Tagen. Am 20. Dezember 2019 hatte er gegen die TSG 1899 Hoffenheim getroffen. Kolo Muani hatte für den WM-Siegtorschützen von 2014 nach einer starken Einzelleistung aufgelegt, dessen Schuss landete unhaltbar im Netz.

Die Fantasy Top-11 des 4. Spieltags

„Wir haben als Mannschaft die richtige Energie gezeigt. Gerade im letzten Drittel haben wir unsere Torchancen genutzt. In den Spielen zuvor waren wir nicht so effizient, heute haben wir die freien Räume gut und häufig mit ein bis zwei Kontakten bespielt“, urteilte Götze nach dem Spiel, das ohne Umschweife als Spektakel bezeichnet werden darf. Zunächst schoss Bremen zwei Tore, ehe Muani der Ausgleich gelang (32.). Jesper Lindström (39.) und Djibril Sow (48.) erzielten die weiteren Treffer, dem die Gastgeber nur noch ein Elfmetertor von Niklas Füllkrug (90.) entgegenzusetzen hatten.

Vorbereiter und Torschütze: Kolo Muani - IMAGO/Jan Huebner/IMAGO/Jan Huebner

Offensive verfügt über enorme Abschlusstärke

Die Eintracht, gewarnt von den Comeback-Qualitäten ihrer Gastgeber, hielt für den Rest der Zeit das eigene Tor sauber und sicherte so die drei Punkte. Sicher auch ein Resultat der Umstellung auf eine Viererkette, die zwar in Teilen noch anfällig war, aber phasenweise auch Sicherheit gab, wie Torschütze Götze fand: „Dafür, dass wir zu Beginn der Saison viel in der Dreierkette gespielt haben, funktioniert das neue System schon sehr gut in der Kürze der Zeit.“ Trotzdem kritisierte auch der Neu-Frankfurter: „Wir haben vier Tore geschossen, das ist auf jeden Fall gut. Die Gegentore und dass wir am Ende noch einmal zittern mussten, war etwas unnötig.“

4. Spieltag: Darüber spricht die Bundesliga

Verlass war in Bremen aber vor allem auf die Offensive. Götze, Muani, Lindströn und Daichi Kamada funktionierten als Viereck hervorragend, entwickelten immer wieder enorme Gefahr, auch wenn es keine Vielzahl an hochkarätigen Chancen gab - so stockte der xGoals-Wert der Eintracht bei nur 1,34. Ein Umstand, der für die Abschlussstärke der Torschützen spricht.

Trainer Oliver Glasner war daher auch zufrieden: „Trotz des Nackenschlags haben wir toll die Chancen herausgespielt, hatten einen schönen Spielaufbau von hinten heraus und diesmal die Tore gemacht. Es war ein sehr präsenter und auch defensiv weitgehend stabiler Auftritt.“ Und das übrigens mit einigen Hochkarätern, die auf der Bank Platz nehmen mussten, wie etwa Rafael Borré, Lucas Alario, Ansgar Knauff und Dina Ebimbe.

"Die Mannschaft möchte etwas erreichen"

Dank des Spektakels in Bremen sieht der Frankfurter Auftakt nun deutlich besser aus. Fünf Punkte hat die Eintracht in vier Spielen geholt, doch insbesondere die Offensivleistung gibt Hoffnung für die kommenden Partien. Das 4:3 in Bremen war ein Mutmacher. Torhüter Trapp: „Wir haben nur ein Spiel verloren, das ist positiv. Aber hätten wir diesmal nicht gewonnen, wäre es kein guter Start gewesen. So haben wir fünf Punkte, nachdem bereits gegen Köln und Berlin nicht viel gefehlt hat. Es ist zu sehen, dass die Mannschaft sich wehrt und etwas erreichen möchte. Wir haben das auf den Platz gebracht, was uns im vergangenen Jahr so stark gemacht hat.“

Der 4. Spieltag in Zahlen

Dass die Bremer selbst dreimal trafen, war angesichts der Offensivstärke der Hanseaten keine Überraschung. Doch im Moment der Frankfurter Euphorie nach dem ersehnten Bundesliga-Erfolg war auch dieser Schönheitsfleck in der allgemeinen Wahrnehmung untergegangen.