Stürmer Timo Werner von RB Leipzig beim Torjubel - © Reinaldo Coddou H./Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty
Stürmer Timo Werner von RB Leipzig beim Torjubel - © Reinaldo Coddou H./Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty
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RB Leipzig: Stürmer Timo Werner in der bislang besten Form seiner Karriere

36 Tore nach 13 Spieltagen: RB Leipzig stellt derzeit die beste Offensive der Bundesliga. Das ist auch ein Verdienst von Stürmer Timo Werner, der bereits 13 Treffer erzielt hat. Das ist für den gebürtigen Schwaben, der seinen bisherigen Bestwert von 21 Toren jagt, schon jetzt persönlicher Rekord. Seine aktuelle Form lässt vermuten, dass er diese hervorragende Statistik noch ausbauen wird. Denn Timo Werner befindet sich aktuell in der wohl stärksten Phase seiner Karriere.

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Bekanntlich weckt Erfolg Begehrlichkeiten, und so ist es auch bei Timo Werner nicht anders. Der 23 Jahre alte Angreifer des Tabellenzweiten RB Leipzig hat trotz seines jungen Alters schon eine Menge erreicht. Er spielt bei einem deutschen und internationalen Top-Club, gehört zu den besten Stürmern der Liga und ist fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft.

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Da ist es verständlich, dass der gebürtige Stuttgarter schon an 2020 und an die Europameisterschaft denkt. "Als deutsche Mannschaft haben wir immer die Ambition, Titel zu holen", sagt der Blondschopf und fügte ergänzend hinzu: "Klar ist es mein Ziel, dass ich den aktuellen Lauf fortsetze, bei dem Turnier viele Tore schieße und wir als Mannschaft am Ende das Maximum herausholen."

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Der aktuelle Lauf, das sagt sich so einfach. Werner befindet sich derzeit in einer Phase, in der er so erfolgreich ist wie noch nie zuvor in seiner Karriere. Der Rechtsfuß ist in der ohnehin schon überragenden Offensive der Leipziger das Maß aller Dinge. Er schoss 13 Tore in 13 Spielen, was für sich schon eine unglaubliche Quote ist. Übertroffen wird sie nur von Bayern-Torjäger Robert Lewandowski, der bereits 16 Mal traf.

Vom eiskalten Vollstrecker zum vielseitigen Teamplayer

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13 Treffer, das ist nicht nur ein Spitzenwert in Deutschland, sondern auch international. Vor dem Top-Duo der Bundesliga liegt europaweit nur der ehemalige Dortmunder Ciro Immobile, der für den italienischen Erstligisten Lazio Rom schon 17 Tore erzielt hat. Was Werners Bilanz aufhübscht: Im November war der RB-Stürmer bester Bundesliga-Torschütze. Er traf sieben Mal und legte zu fünf Treffern auf. Zwölf Torbeteiligungen in einem Monat - im diesem Zeitraum konnte auch Ausnahmestürmer Lewandowski nicht mithalten.

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Es passt ins Bild, dass Werner in nur einem Spiel, das er jüngst als sein bestes aller Zeiten bezeichnete, die Hälfte der Scorer-Punkte einfuhr. Beim 8:0-Sieg über den 1. FSV Mainz 05 zeichnete der 23-Jährige für drei Tore selbst verantwortlich und legte dreimal für seine Kollegen auf.

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Zwei weitere Treffer, die er im November vorbereitete, zeigen deutlich: Werner hat sich vom eiskalten Vollstrecker zum vielseitigen und mannschaftsdienlichen Offensivspieler entwickelt, der auch gern mal von seiner Position in der Sturmspitze abrückt: "Ich agiere teilweise auf der Zehn. Das hilft mir sehr, ich habe viele Freiheiten", betont er. Dank dieser Freiheiten markierte er gegen Mainz gleich zwei Bestwerten: Sechs Scorer-Punkte in einer Partie bedeuteten zum einen seinen persönlichen Rekord. Zum anderen erreichte er damit etwas, was zuvor noch keinem RB-Profi gelungen war.

Ganz nebenbei sorgte er in dieser Saison für ein Novum. Mit nur 23 Jahren absolvierte er am zwölften Spieltag gegen den 1. FC Köln sein 200. Bundesliga-Spiel. In diesem Alter war das vor ihm keinem Spieler gelungen.

Fürwahr: Das dürfte etwas sein, das ihn nur am Rande interessiert. Werner konzentriert sich auf das für ihn und sein Team Wesentliche. Festzustellen ist das anhand seiner Torgefahr und seiner Vielseitigkeit: "Ich habe mich da entwickelt, mache mir nicht zu viele Gedanken, ob ich treffe. Ich gehe auf den Platz, haue alles raus und hoffe, dass am Ende ein Treffer auf dem Konto steht, der im Idealfall zum Sieg beiträgt."

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Unter Trainer Julian Nagelsmann, der im Sommer von der TSG 1899 Hoffenheim zu RBL kam, hat Werner, der schon lange als einer der talentiertesten seiner Zunft gilt, einen großen Sprung nach vorne gemacht. Seine persönlichen Begehrlichkeiten mit Blick auf die Europameisterschaft sind daher nicht unberechtigt. Doch vorher gilt für ihn vornehmlich die Bundesliga. Macht er da so weiter, wie er angefangen hat, dann dürfte bald eine weitere Bestmarke fallen. Dann würde Timo Werner seinen eigenen Rekord von 21 Treffern aus der Saison 2016/17 einstellen. Er ist auf dem besten Weg dahin.

Dominik Hamers