
Dramatisches Ende in Baku: Qarabaghs später Sieg gegen Frankfurt
Qarabag FK hat Eintracht Frankfurt mit 3:2 (1:1) besiegt. Camilo Durán (4., 80.) und Bəhlul Mustafazadə (90.+4) erzielten die Tore für die Gastgeber, Can Uzun (10.) und Farès Chaïbi (78., Elfmeter) trafen für die Eintracht. Durch die Niederlage hat Frankfurt keine Chance mehr, die Playoffs der Champions League zu erreichen.
Eintracht Frankfurt trat in Baku unter schwierigen Vorzeichen an. Kurz vor dem wichtigen Champions-League-Spiel hatte sich der Bundesligist von Trainer Dino Toppmöller getrennt. Das Interimsduo Dennis Schmitt und der ehemalige Frankfurter Stürmer Alexander Meier übernahm die Verantwortung. Mit nur einem Sieg aus sechs Spielen stand die SGE in der Königsklasse unter Druck und benötigte dringend drei Punkte, um die Hoffnung auf die Playoffs am Leben zu erhalten.
Frühes Tor und schnelle Antwort
Die Partie begann denkbar schlecht für die Eintracht. Bereits in der 4. Minute ging Qarabag in Führung. Elvin Jəfərquliyev kam über links viel zu leicht zur Grundlinie und flankte in den Strafraum. Nach einem Abpraller kam der Ball zu Camilo Durán, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob. Die SGE zeigte jedoch eine starke Reaktion.
In der 10. Minute gelang Can Uzun der Ausgleich. Der Offensivspieler setzte am Strafraumrand nach, dribbelte einige Meter und platzierte einen präzisen Flachschuss perfekt ins linke Eck. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Kurz vor der Pause rettete Frankfurts Keeper Kauã Santos mit einer starken Parade gegen Durán das 1:1.
Spannung bis zum Schluss
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv. Interimstrainer Schmitt reagierte in der 71. Minute mit einem Doppelwechsel: Mario Götze und Farès Chaïbi kamen für Ritsu Dōan und Can Uzun ins Spiel. Diese Maßnahme sollte sich zunächst auszahlen.
In der 78. Minute bekam Frankfurt einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Ansgar Knauff von Bəhlul Mustafazadə im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Chaïbi trat an und verwandelte sicher zum 2:1 für die SGE. Die Freude währte jedoch nur kurz.
Fast im direkten Gegenzug glich Qarabag aus. Erneut war es Jəfərquliyev, der über links durchbrach und den Ball perfekt in die Mitte zu Durán legte, der nur noch einschieben musste. In der Nachspielzeit folgte dann der Schock für Frankfurt: Nach einer Ecke blieben die Aserbaidschaner am Ball und ausgerechnet Mustafazadə, der zuvor den Elfmeter verursacht hatte, hämmerte eine Hereingabe von Matheus Silva aus zehn Metern oben rechts ins Netz.

