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Für diese drei Teams geht es jetzt um alles oder nichts
Für diese drei Teams geht es jetzt um alles oder nichts - © DFL
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Im Abstiegskampf heißt es jetzt: verlieren verboten!

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Der FC St. Pauli, der VfL Wolfsburg und der 1. FC Heidenheim wandeln nah am Abgrund und drohen in die 2. Bundesliga abzustürzen. Noch ist aber nicht aller Tage Abend, es bleibt ihnen die Hoffnung auf den Klassenverbleib.

Einige Vereine sind noch in den Kampf um den Klassenerhalt involviert, selbst der 1. FSV Mainz 05 auf Rang zehn könnte – bei drei ausstehenden Partien und einem Vorsprung von acht Zählern – zumindest noch auf den Relegationsrang abrutschen. Da aber selbst der Hamburger SV auf Rang 15 noch fünf Punkte vor dem Relegationsplatz liegt und die schwächer platzierten Vereine im Endspurt ordentlich Zähler einsammeln müssten, dreht sich erst einmal alles nur noch um den FC St. Pauli, den VfL Wolfsburg und den 1. FC Heidenheim 1846. Sie kämpfen um die Zusatzchance Relegation.

Platz 16: FC St. Pauli (26 Punkte, Tordifferenz -27) 

Am besten sieht die Situation für den St. Pauli aus, immerhin belegen die Hanseaten aktuell den Relegationsrang. Allerdings haben sie in der Bundesliga seit sieben Partien nicht mehr gewonnen und sich am vergangenen Spieltag beim Schlusslicht aus Heidenheim geschlagen geben müssen. Nur noch ein Zähler trennt die Kiezkicker somit vom VfL Wolfsburg und dem ersten direkten Abstiegsplatz.

Ausgerechnet gegen jene Wölfe geht es in einem Showdown am letzten Spieltag. Wie gut oder schlecht die Ausgangslage der Hanseaten zu diesem Zeitpunkt sein wird, bestimmt erst einmal das Heimspiel gegen Mainz am kommenden Sonntag. Immerhin ein kleines Faustpfand hat das Team von Alexander Blessin mit Blick auf die Defensive, die sich mit 53 Gegentreffern stabiler zeigt, als die von Wolfsburg und Heidenheim (je 66 Gegentore). Zudem ist das Team bereit zu kämpfen, das belegt die Laufleistung der Mannschaft, die ligaweit nur von drei anderen Teams übertroffen wird.

Dramatisches Remis im Keller26.04.2026

Platz 17: VfL Wolfsburg (25 Punkte, Tordifferenz -25)

Auf den Sieg An der Alten Försterei folgte für die Wölfe eine Nullnummer gegen Borussia Mönchengladbach. Die Niedersachsen scheinen im letzten Moment also wieder ein wenig in Form zu kommen. "Das realistische Ziel, das noch greifbar ist, ist Platz 16", sagte Trainer Dieter Hecking vor einigen Tagen und hat mit Blick auf die Tabelle und dem einen Pünktchen Rückstand auf St. Pauli absolut recht. 

Wie die St. Paulianer haben auch die Wolfsburger zumindest die Relegation in der eigenen Hand. Am 34. Spieltag treten die Niedersachsen am Millerntor an. Es könnte ein Matchball-Spiel um Platz 16 werden. Gutes Omen aus Sicht des VfL: Die letzten vier Bundesligisten, die in einer Saison zweimal den Trainer wechselten, hielten die Klasse (Mainz und Union 2023/24, Stuttgart 2022/23, Hertha 2021/22).

Zudem kennen sich die Wölfe mit den beiden Zusatzpartien am Ende der Saison aus – sollten sie es noch auf Rang 16 schaffen. 2017 und 2018 spielte Wolfsburg jeweils Relegation und setzte sich gegen Braunschweig und Kiel durch.

Heidenheim lebt noch!26.04.2026

Platz 18: 1. FC Heidenheim (22 Punkte, Tordifferenz -31) 

Durch den Erfolg gegen den FC St. Pauli ist der 1. FC Heidenheim dem vorzeitigen Abstieg gerade noch einmal von der Schippe gesprungen. Überhaupt läuft es plötzlich für Frank Schmidts Mannschaft, zwei der vergangenen drei Bundesliga-Spiele wurden gewonnen, der Rückstand auf den Relegationsrang von neun auf vier Punkte verkürzt. Nun wartet auswärts aber ein echtes Brett: der FC Bayern München.

Allerdings dürfte es für ein Spiel in der Allianz Arena wohl kaum bessere Rahmenbedingungen geben, sind die Münchner doch bereits Meister und haben ihren vollen Fokus auf dem so wichtigen Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Paris St. Germain. Kann Heidenheim davon profitieren? 

Zusätzliche Hoffnung können sich die Fans auf der Ostalb mit Blick ins gar nicht so weit entfernte Stuttgart machen. 2014/15 lag der VfB nach 31 Spieltagen am Tabellenende, gewann die letzten drei Spiele alle und schaffte mit Trainer Huub Stevens sogar noch den direkten Klassenerhalt (Platz 14). Für Heidenheim würde aber die Relegation sicher erst einmal reichen.