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Kai knipst: Havertz' schönste Tore 2019/20

Leverkusens Spielmacher ist längst mehr als das: In der Saison 2019/20 hat sich Kai Havertz zum Mittelstürmer und Knipser entwickelt. Mit makelloser Technik und starkem Kopfballspiel hat er dabei einige überaus sehenswerte Tore auf den Rasen gezaubert. Hier sind seine Top 5!

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Kai Havertz, diesen mit 21 Jahren unglaublich kompletten Fußballer nur an seinen Toren zu messen, würde ihm bei weitem nicht gerecht. In seiner vierten Saison als Stammspieler bei den Profis von Bayer 04 Leverkusen hat der gebürtige Aachener aber so oft sehenswert getroffen, dass ein Blick auf seine schönsten Tore 2019/20 sich mehr als lohnt. Leverkusens Spielmacher, dessen Leistungen bei den vielen vorletzten Pässen und einleitenden Aktionen die Statistik oft nur unzureichend widerspiegelt, hat sein Spiel in der abgelaufenen Saison um einen Aspekt erweitert: Havertz ist jetzt auch einer der gefährlichsten Mittelstürmer der Liga.

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Nach einer durchwachsenen Hinrunde (zwei Tore, eine Vorlage) drehte Bayers Nummer 29 nach dem Jahreswechsel auf, schraubte die Torausbeute in der zweiten Saison in Folge in den zweistelligen Bereich und erreichte als erster Leverkusener Spieler vor seinem 21. Geburtstag die Marke von 35 Bundesligatoren. Havertz schießt dabei nicht nur viele, sondern auch wichtige Tore: Acht Mal brachte er Bayer in Führung, sechs Mal besorgte er das erste Tor seines Teams.

Gegen Werder Bremen trifft Mittelstürmer Havertz innerhalb von fünf Minuten zwei Mal per Kopf - Stuart Franklin/Pool/Getty Images

Plötzlich Knipser: Bosz macht Havertz zur "9"

Obwohl Havertz' Form schon in den ersten Spielen der Rückrunde deutlich anstieg, hat sein Tor-Aufschwung vor allem auch mit einem Positionswechsel zu tun, den Leverkusens Trainer Peter Bosz im März vornahm: Nachdem sich Bayers etatmäßiger Mittelstürmer Kevin Volland schwer verletzt hatte, beorderte Bosz Havertz im letzten Bundesligaspiel vor der Corona bedingten Saison-Unterbrechung in die Sturmspitze - mit durchschlagendem Erfolg: Havertz traf drei Minuten nach dem Anpfiff und führte die Werkself zum höchsten Saisonsieg - 4:0 gegen Eintracht Frankfurt.

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"Ich habe eigentlich eine freie Rolle", erklärt Havertz selbst die offensivere Position. "Weil ich mich nicht gebunden fühle, zwischen den Verteidigern zu stehen, sondern auch immer ins Mittelfeld kommen kann." Er gehe nun eben öfter in den gegnerischen Strafraum. "Das liegt mir persönlich sehr gut." Sechs Tore in fünf Spielen auf dieser Position sprechen in der Tat eine deutliche Sprache. Dem Mittelstürmer Havertz kommt einerseits seine Kopfballstärke zugute. Drei seiner zwölf Saisontreffer erzielte der 1,89 m große Edeltechniker per Kopf. Seine bemerkenswerte Ruhe am Ball lässt ihn in Abschlusssituationen zudem nicht den Kopf verlieren: Das Reinspitzeln, das Überlupfen des Torwarts, das überlegte Einschieben. Havertz tut all das überlegt, aber eben auch so schnell und präzise, dass es einfach, fast schon lässig aussieht. Beispiel gefällig? Im Video oben gibt es gleich fünf davon.