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Überragend und unentbehrlich: Kai Havertz von Bayer 04 Leverkusen in der Analyse

Es gibt kaum etwas, das dieser Mann nicht kann: Kai Havertz ist mit 20 Jahren bereits einer der Topspieler der Bundesliga. Zum Auftakt des 29. Spieltags konnte er sich mit seinem Siegtreffer gegen den SC Freiburg gleich in die Geschichtsbücher eintragen: Als erster Spieler unter 21 Jahren erreicht Havertz die Marke von 35 Bundesliga-Toren. bundesliga.de analysiert den Offensivmann von Bayer 04 Leverkusen.

Er ist trickreich, schnell, torgefährlich und er übernimmt Verantwortung - und das alles mit gerade einmal 20 Jahren. Kai Havertz ist ein Phänomen. Obwohl seine Karriere gerade erst so richtig angefangen hat, ist er bereits der zentrale Spieler bei Bayer 04 Leverkusen, einem der Topteams der Bundesliga. Es gibt Spieler, die mit so einer Rolle überfordert wären, doch Havertz ist es nicht.

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"Er spielt mit einem totalen Selbstverständnis. Es würde mich mal interessieren, mit welchem Puls er auf den Platz geht - wahrscheinlich halb so hoch wie meiner, obwohl ich nicht mal spiele." So schwärmte der Freiburger Trainer Christian Streich vor dem direkten Aufeinandertreffen mit Leverkusen von Havertz. Der junge deutsche Nationalspieler verblüfft selbst erfahrene Trainer, die schon viele Topspieler gesehen haben.

Havertz zeichnet aus, dass er nicht nur in einer bestimmten Kategorie glänzt. Er ist überall herausragend. In erster Linie natürlich vor dem Tor. In der Rückrunde war der Linksfuß schon an 13 Toren direkt beteiligt (neun Treffer, vier Vorlagen), das konnte nur Dortmunds Erling Haaland überbieten. In Abwesenheit von Kevin Volland zeigte Havertz, der normalerweise im offensiven Mittelfeld oder auf den Flügeln zuhause ist, dass er auch ein Top-Mittelstürmer sein kann. Mit zehn Saisontoren ist er aktuell der beste Leverkusener Torjäger. Zudem bereitete er die meisten Torschüsse vor (56).

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Havertz ist technisch stark, hat eine geringe Fehlpassquote von nur elf Prozent, obwohl er keineswegs nur Sicherheitspässe spielt. Trotz seiner Körpergröße von 1,89 m ist er zudem schnell, sein Topspeed in der Saison 2019/20 liegt bei 34,9 km/h.

Zu all seinen fußballerischen Qualitäten besitzt Havertz eine außergewöhnliche mentale Stärke und übernimmt mit 20 Jahren bereits viel Verantwortung. Seit Anfang 2019 ist er der erste Elfmeterschütze der Werkself und damit zugleich der jüngste in der Vereinsgeschichte. Seitdem verwandelte er alle vier Versuche.

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In vier der letzten fünf Bundesliga-Spiele vertraute Trainer Peter Bosz Havertz die Kapitänsbinde an - eine neue Ehre für den gebürtigen Aachener. Dass die Binde keine Bürde darstellt, zeigen Havertz' jüngste Leistungen.