
Havertz sticht Leverkusen spät ins Herz: Elfmeter rettet Arsenal gegen Leverkusen
Bayer 04 Leverkusen trifft erst mit Arsenals Spezialität und kassiert dann ausgerechnet vom Ex-Spieler Havertz den Ausgleich. Erinnerungen an die Meistersaison kommen hoch – und für das Rückspiel ist noch alles offen.
Es war das perfekte Zeichen direkt zu Spielbeginn. Nach nicht mal zwei Zeigerumdrehungen war Robert Andrich im Zweikampf mit Viktor Gyökeres direkt da. Zwar sah der Kapitän in der Aktion direkt die Gelbe Karte und hatte kurze Zeit später mit dem Schiedsrichter Halil Umut Meler ein Gespräch, dass er sich nach einem weiteren Foul nicht mehr viel erlauben darf. Andrich war es egal. In der Folge schmiss er sich trotzdem in jedem Zweikampf und blieb dabei tadellos.
Dass er dann zum entscheidenen Spieler des Abends wurde, zeigte sich dann direkt nach Wiederanpfiff. Ausgerechnet nach einer Ecke - was bekanntlich die Spezialität vom Gegner Arsenal ist - traf Andrich zum zwischenzeitlichen 1:0. Wichtig dabei war auch die besondere Taktik, den Zielspieler frei zu blocken - auch das hat eigentlich der FC Arsenal in dieser Saison perfektioniert.
Erinnerungen an "Laterkusen" und Meister-Saison
Am Mittwochabend blieb es aber nicht bei dieser einzigen Spezialität. In ihrer Meister-Saison wurde Bayer 04 Leverkusen auch als "Laterkusen" bekannt, weil sie oft in den letzten Minuten eines Spiels eine Niederlage abwenden konnten und somit ungeschlagen in der ganzen Bundesliga-Saison geblieben waren. Ausgerechnet sie selbst mussten dieses Schicksal jetzt auch erleiden, weil sie diesmal in den letzten Minuten noch den bitteren Ausgleich bekommen haben.
Dazu war es auch noch der Ex-Spieler Kai Havertz, der in Leverkusen vor knapp zehn Jahren sein Profi-Debüt gegeben hat. Nach dem Spiel zeigte er seinen ehemaligen Kollegen gegenüber auch etwas MItgefühl: "Es tut mir natürlich leid für die Leverkusener, aber das ist Fußball." In der kommenden Woche kann der deutsche Nationalspieler gleich nochmal den Spielverderber spielen und seinen Jugendclub aus der Champions League werfen - auch wenn Andrich und Co. etwas dagegen haben dürften.

Hoffnung auf die nächsten Wochen
Für Leverkusen macht der sehr gute Auftritt gegen den absoluten Favoriten aus London Mut für die nächsten Woche. Als Alejandro Grimaldo am Samstag nach dem 3:3 gegen den Sport-Club Freiburg sagte, die Mannschaft sei "müde", haben bestimmt schon mehrere Fans das Schlimmste befürchtet. Das Spiel am Mittwochabend zeigte aber: Mit der "Werkself" ist weiterhin zu rechnen.
Das kann die Truppe von Kasper Hjulmand schon am Samstag zeigen, wenn es gegen den FC Bayern München geht. Mit so einer Leistung können sie auch den Deutschen Meister vor Probleme stellen. Gleiches gilt selbstverständlich auch für das Rückspiel in der kommenden Woche in London. Wenn sie dort dann das "Laterkusen" aus der Meistersaison wieder auspacken und in den letzten Minuten treffen und nicht ein Tor kassieren, dann kann es sogar mit einer Überrraschung beim englischen Favoriten klappen.
