Motivator und Antreiber: Jürgen Klinsmann feuert seine Spieler immer an - © ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images
Motivator und Antreiber: Jürgen Klinsmann feuert seine Spieler immer an - © ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images
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Hertha-Spieler sind von Jürgen Klinsmann begeistert

Jürgen Klinsmann machte seinem Ruf als Berufsoptimist wieder alle Ehre. Er strahlte und schwärmte - der starke Auftritt von Hertha BSC beim 2:2 bei Eintracht Frankfurt machte den 55-Jährigen sichtlich stolz. "Das war ein großer Schritt nach vorne", bekannte der neue Trainer der Berliner, "da ist etwas am Heranwachsen".

Klinsmann sprach zufrieden von den Eindrücken in der Hauptstadt, von den vor ihm liegenden Aufgaben und von der großen Bereitschaft seiner Schützlinge bei Hertha BSC in den ersten eineinhalb Wochen unter seiner Regie. Dabei war er eigentlich nur zur Analyse des 2:2 (1:0) am 14. Bundesliga-Spieltag bei Eintracht Frankfurt befragt worden.

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Doch der ehemalige Bundestrainer ahnte sofort, wohin diese Frage führen sollte. "Wenn man in der Tabelle da unten drin hängt", sagte er deshalb, "dann nimmt man jeden Punkt mit". Die Hertha steht weiterhin auf Platz 16, der in die Relegation führt. Als verpasste Chance stufte er den ersten Punktgewinn der Berliner nach zuvor fünf Niederlagen also nicht ein - obwohl die Hertha ihre 2:0-Führung nach einer Stunde noch eingebüßt hatte.

Seine Spieler haderten mehr mit dem vergebenen Sieg. "Schwierig" war die Beurteilung der zweiten Begegnung unter Klinsmann für Nationalspieler Niklas Stark, "weil wir schon drei Punkte mitnehmen wollten. Jetzt müssen wir positiv bleiben", sagte er. Und der Serbe Marko Grujic, der die Führung von Dodi Lukebakio (30.) genial vorbereitet hatte und dann selbst traf (63.), meinte: "Zwölf Punkte sind sehr weit weg von gut."

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Dass sich die bisher magere Ausbeute unter dem neuen Trainer aber weiter zum Positiven verändern wird, davon war Grujic überzeugt - weil Klinsmann eine besondere Motivation auslöst. "Er besitzt einen der größten Namen im deutschen Fußball. Ich bin so glücklich, unter ihm zu arbeiten. Wir können so viel von ihm lernen", sagte der Serbe, der Klinsmann nach dem Spiel "sehr positiv und mit einer guten Körpersprache" wahrgenommen hatte.

Großer Jubel: Dodi Lukebakio freut sich über sein 1:0 gegen Frankfurt - Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images

Das bewies der ehemalige Bundestrainer auch auf der Pressekonferenz, bei der er von der Arbeit mit den Berlinern schwärmte und den Eindruck vermittelte, mehr Fan als Trainer zu sein. "Die Spieler sind gewillt zuzuhören und die Dinge direkt umzusetzen. Es ist wahnsinnig schön, mittendrin zu sein und helfen zu dürfen", sagte Klinsmann.

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Vor der insgesamt schwierigen Situation verschloss er die Augen freilich nicht. Während Grujic auf Zeit spielte und bereits die Winterpause herbeisehnte, "damit wir trainieren und uns einspielen können", gierte Klinsmann nach der Erlösung schon im nächsten Spiel.

Jürgen Klinsmann herzt Dodi Lukebakio bei dessen Auswechslung - Jan Huebner/Vogler/imago-images

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"Nächste Woche wollen wir die drei Punkte holen", sagte er mit Blick auf das schwere Spiel gegen den Sport-Club Freiburg, der aktuell um die Europapokal-Plätze mitspielt. Und wenn es wieder nicht klappt? Dann probieren es die Berliner eben im übernächsten Spiel. "Es geht nur Schritt für Schritt", sagte Klinsmann - und lächelte zufrieden.