
Marie rettet Braunschweig einen Punkt gegen zehn Herthaner
Eintracht Braunschweig und Hertha BSC trennen sich 1:1 (0:1). Fabian Reese (11.) brachte die Berliner per Elfmeter-Nachschuss in Führung. Nach der Roten Karte für Kennet Eichhorn (73.) erzielte Max Marie (78.) den Ausgleich für die Gastgeber. Braunschweig verlässt damit die Abstiegsränge, während Herthas Aufstiegshoffnungen weiter schwinden.
Für Hertha BSC stand beim Gastspiel in Braunschweig viel auf dem Spiel. Die Berliner mussten gewinnen, um ihre ohnehin schwindenden Aufstiegshoffnungen am Leben zu erhalten. Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz auf uneinholbare elf Punkte anwachsen - bei nur noch vier verbleibenden Spielen.
Die Eintracht hingegen kämpfte um wichtige Punkte gegen den Abstieg. Coach Lars Kornetka vertraute weitgehend der Mannschaft, die in der Vorwoche gegen Bochum mit 1:4 verloren hatte, lediglich Lino Tempelmann rückte für Erencan Yardımcı in die Startelf. Herthas Trainer Stefan Leitl reagierte auf das enttäuschende 0:1 gegen Kaiserslautern mit gleich vier Änderungen: Cuisance, Gechter, Karbownik und Schuler begannen für Kolbe, Kownacki, Sessa und Zeefuik.
Reese trifft im Nachschuss
Beide Teams starteten mit hohem Pressing, wobei die Gastgeber zunächst etwas aktiver wirkten. Lino Tempelmann sorgte mit einem starken Dribbling bis in den Strafraum für die erste Gefahr (5.), sein Abschluss wurde jedoch im letzten Moment geblockt. Die Berliner fanden zunehmend ins Spiel und nutzten ihre erste große Chance zur Führung.
Nach einem starken Steckpass aus dem Mittelfeld lief Jan-Luca Schuler allein auf Ron-Thorben Hoffmann zu und wurde vom Braunschweiger Keeper zu Fall gebracht. Schiedsrichter Patrick Alt entschied sofort auf Strafstoß und zeigte Hoffmann die Gelbe Karte. Fabian Reese scheiterte zunächst mit seinem Elfmeter an Hoffmann, verwertete aber den Abpraller zum 0:1 (11.).

Hertha dominiert, aber verpasst die Vorentscheidung
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit waren die Gäste das gefährlichere Team und kamen durch Reese zu weiteren guten Abschlüssen (25., 31., 38.). Schuler traf in der 34. Minute sogar den rechten Pfosten.
Braunschweig hatte Glück, nur mit einem Tor in Rückstand zu liegen. Erst kurz vor der Pause kamen die Hausherren besser ins Spiel. Flick hatte nach einer Ecke eine Großchance aus kurzer Distanz, doch Tjark Ernst parierte glänzend (45.+3). Mit der knappen Berliner Führung ging es in die Kabinen.
Rote Karte und Marie-Hammer bringen die Wende
Nach dem Seitenwechsel übernahm Braunschweig zunehmend die Kontrolle und drängte die Berliner tief in die eigene Hälfte. Jovan Mijatović (46.) und Tempelmann (51.) vergaben jedoch gute Chancen. Auf der Gegenseite traf Schuler in der 60. Minute die Latte – bereits sein zweites Aluminium-Pech an diesem Tag.
In der 68. Minute musste Marten Winkler verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Maurice Krattenmacher. Die entscheidende Szene ereignete sich in der 73. Minute: Kennet Eichhorn sah nach VAR-Überprüfung die Rote Karte für ein hartes Einsteigen im Mittelfeld. In Überzahl erhöhte Braunschweig den Druck und wurde in der 78. Minute belohnt: Max Marie fasste sich ein Herz und hämmerte den Ball aus rund 19 Metern oben links ins Eck zum verdienten 1:1.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Braunschweig 1,81 - Hertha BSC 2,64
Schnellster Spieler: Marten Winkler (BSC), 34,11 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Max Marie (EBS), 6 Prozent
Most Pressed Player: Johan Gómez (EBS), 25 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Kennet Eichhorn (BSC), 1,46
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