Peter Pekarik erzielt den Treffer zum 1:0 für Hertha BSC beim SV Werder Bremen - © nnordphoto / Kokenge via www.imago-images.de/imago images/Nordphoto
Peter Pekarik erzielt den Treffer zum 1:0 für Hertha BSC beim SV Werder Bremen - © nnordphoto / Kokenge via www.imago-images.de/imago images/Nordphoto
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"Zeigt, welche Qualität wir haben": Hertha BSC abermals mit gelungenem Auftakt

Eine Serie ausgebaut, eine Serie beendet: Der Bundesliga-Auftakt hätte für Hertha BSC nicht besser laufen können. Mit 4:1 gewann die "Alte Dame" beim SV Werder Bremen und leistete beim Saisonstart Wiedergutmachung für die Niederlage im DFB-Pokal in der Vorwoche bei Eintracht Braunschweig. Insbesondere die Offensivabteilung der Berliner zeigte sich im Weserstadion direkt auf Hochtouren.

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In der 90. Minute machte Hertha BSC endgültig den ersten Auswärtssieg in Bremen seit 2006 perfekt: Jhon Cordoba, unter der Woche erst vom 1. FC Köln in die Hauptstadt gewechselt, setzte kurz vor dem Abpfiff mit einem satten Flachschuss zum 4:1-Endstand den Schlusspunkt auf eine überzeugende Vorstellung der Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia. Eine Woche nach dem vogelwilden 4:5 im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig kamen die Berliner deutlich formverbessert daher – sowohl in der Defensive als auch vor dem gegnerischen Tor. Vor Cordobas Treffer hatten Peter Pekarik (42.), Dodi Lukebakio (45.) und Matheus Cunha (63.) die "Alte Dame" bei Werder auf die Siegerstraße geschossen.

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"Unsere Stürmer haben gute Qualitäten, mit ihnen können wir viel erreichen, aber es ist eine Mannschaftsleistung. Deren Qualitäten wären nichts, wenn wir sie nicht in Szene setzen würden. Wir haben zwar ein Gegentor kassiert, aber vier geschossen. Das zeigt, welche Qualität wir vorne haben“, lobte Berlins Abwehrchef Dedryck Boyata die "Abteilung Attacke" der Hauptstädter nach der Partie. In den richtigen Momenten schlug Hertha BSC an diesem Samstagnachmittag zu – und traf den SV Werder Bremen damit bis ins Mark.

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"Wir wollten die richtige Antwort auf das verlorene Pokalspiel geben, das ist uns gelungen. Alles in allem war das ein guter Auftritt als Mannschaft. Das war ein guter Start für uns“, war auch Trainer Bruno Labbadia mit der Leistung seines Teams einverstanden. Durch das 4:1 in Bremen bestätigte die Hertha auch ihren Ruf als Auftaktexpertin: Seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2013 hat die "Alte Dame" keine ihrer acht Partien zum Start einer Bundesliga-Saison verloren (sechs Siege, zwei Remis). Im Vorjahr hatten die Berliner beispielsweise dem FC Bayern München am 1. Spieltag einen Punkt abknöpfen können.

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Diesmal bestach die Labbadia-Elf gerade vor der Pause in einer ausgeglichenen Begegnung mit eiskalter Chancenverwertung: Erst traf Außenverteidiger Pekarik auf Zuspiel von Maximilian Mittelstädt, nur wenige Augenblicke später baute Lukebakio nach Vladimir Daridas Pass die Führung aus. „Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, registrierte auch Labbadia wohlwollend den Doppelpack innerhalb von 180 Sekunden. Nach der Pause stemmte sich Werder zwar gegen die Niederlage, doch spätestens mit dem 3:0 durch den abermals überzeugenden Cunha war der Drops gelutscht. Daran änderte auch der zwischenzeitliche Ehrentreffer durch den Ex-Herthaner Davie Selke, der in der 69. Minute eine Augustinsson-Flanke einköpfte, nichts mehr.

"In Bremen ist es nie einfach, aber wir haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt. So war es ein gelungener Auftakt", resümierte Berlins Kapitän Niklas Stark, der zum Saisonstart im defensiven Mittelfeld für Stabilität sorgte, sichtlich zufrieden. Sein Defensivkollege Boyata pflichtete ihm bei, mahnte aber zur Besonnenheit in Berlin: "Wir haben es hinbekommen, ein gutes Resultat zu erzielen. Wir können glücklich mit dem Auftritt sein, haben aber auch noch einen langen Weg vor uns", erklärte der Belgier.

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Und ein weiterer Neuzugang, der sein Ligadebüt für Hertha BSC feierte, konnte gelassen auf seinen ersten Auftritt im Berliner Trikot zurückblicken: "So stellt man sich sein erstes Spiel vor. Die Mannschaft hat insgesamt ein gutes Spiel gemacht. Auf dem Weg können wir gerne weitergehen, da hätte ich nichts gegen", erklärte Torwart Alexander Schwolow, der im Sommer vom SC Freiburg zur Hertha wechselte. Einzig das Gegentor – das ärgerte ihn ein wenig. "Zu null wäre besser gewesen", betonte der Schlussmann. Doch bei einem 4:1-Auswärtssieg in Bremen sind das wohl Luxusprobleme.