Ante Covic, hier an der Seitenlinie der U23 von Hertha BSC, wird im Juli neuer Profi-Trainer - © imago/Picture Point
Ante Covic, hier an der Seitenlinie der U23 von Hertha BSC, wird im Juli neuer Profi-Trainer - © imago/Picture Point
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Hertha BSC: Das ist der neue Trainer Ante Covic

Berlin - Manager Michael Preetz hat sich entschieden. Bei Hertha BSC wird in der kommenden Saison ein neuer Trainer an der Seitenlinie stehen. Ante Covic, der ehemalige Bundesliga-Profi im Dienste des Hauptstadt-Clubs, steigt aus der eigenen U23 auf und übernimmt die Profis. bundesliga.de stellt den 43-Jährigen vor.

Die Vergangenheit gab Michael Preetz Recht und bestätigte den Manager in der Idee, seinem Club auf die gleiche Weise einen Gefallen zu tun, wie er es schon einmal getan hatte. Als er im Februar 2015 einen Nachfolger für Jos Luhukay suchte, musste er nicht lange den Markt sondieren. Ihm war längst bekannt, dass in der U15 von Hertha BSC ein Trainer mit reichlich Potential arbeitete. Und so hieß die schnelle, bequeme, weil vereinsinterne, und vor allem gute Lösung am Ende: Pal Dardai.

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Der 43-Jährige wird seinen Posten am Ende der laufenden Spielzeit nach knapp viereinhalb erfolgreichen Jahren zur Verfügung stellen. Sein Nachfolger bringt – das ist nach dieser Historie wenig überraschend – ebenfalls Stallgeruch mit. Denn Ante Covic (43) trainiert in dieser Saison die U23 der Berliner. In der kommenden Spielzeit wird er die Regionalliga Nordost verlassen und Profi-Trainer bei seinem Heimatverein.

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Aussagen des gebürtigen Berliners finden sich derzeit ausschließlich auf der Vereins-Homepage. Eine offizielle Vorstellung folgt erst, wenn sein Vorgänger Dardai dessen Geschäfte übergeben hat. Zum Trainingsauftakt am 1. Juli wird Covic dann als neuer Mann an der Seitenlinie präsentiert. Doch schon jetzt zeigt sich, dass Management und der zukünftige Coach eine gemeinsame Sprache sprechen. Eine, in der das liebste Wort offensichtlich „Leidenschaft“ lautet.

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„Hertha ist für mich nie ein gewöhnlicher Arbeitgeber gewesen“, lässt sich der Deutsch-Kroate zitieren. Von 1996 bis 2000 spielte er für die Hauptstädter, ehe über die Zwischenstationen Bochum und Saarbrücken wieder zurückkehrte. Von 2003 bis 2010 spielte er für die zweite Mannschaft, die er im November 2013 als Trainer übernahm. An seiner Vereinsliebe hat sich trotz wechselnder Clubs und Aufgaben nie etwas geändert: „Hertha BSC ist meine große Passion und meine große Leidenschaft.“

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Und offensichtlich teilen Club und der neue Trainer eine wechselseitige Begeisterung für den Ringetausch. „Wir hatten von Anfang an gesagt, dass wir einen Trainer wollen, der die Hertha-DNA behütet. Ante Covic versteht diese DNA mehr als jeder andere Kandidat“, betont Manager Preetz. Und es schwingt erkennbar Stolz mit, wenn der 51-Jährige über die Entscheidung spricht: „Der nächste echte Herthaner, der bei uns den Sprung ins Profigeschäft geschafft hat.“

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Preetz gibt natürlich zu, dass er sich bei der Auswahl des Dardai-Nachfolgers auch außerhalb des Vereins umgesehen habe. Allerdings schien das Gesamtpaket bei keinem potentiellen Trainer so vielversprechend gewesen zu sein wie bei Covic, der als Karrierecoach außerdem Spieler in der Schnittstelle zwischen U17 und Profibereich betreut: „Ante besitzt unbestrittene fachliche Kompetenz und verkörpert große Hertha-Leidenschaft. Wir sind uns sicher, dass er mit seinem Feuer und seiner Begeisterung auch die Mannschaft anstecken wird.“

Dominik Hamers