Hennings überlupft Schalke-Keeper Nübel und trifft zum 3:3 - © imago images/Jan Huebner
Hennings überlupft Schalke-Keeper Nübel und trifft zum 3:3 - © imago images/Jan Huebner
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Düsseldorf-Stürmer Rouwen Hennings nach Dreierpack: "Ein geiles Gefühl, Tore zu schießen"

Rouwen Hennings hat 60 Prozent der Saisontreffer von Fortuna Düsseldorf erzielt. Am Wochenende quälte er als "Fortuna-Lewandowski" beim 3:3 auch den FC Schalke 04. Der dreimalige Torschütze gab sich trotz seines Gala-Auftritts im Stadion der Königsblauen betont bescheiden.

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Rouwen Hennings umklammerte seine Beute wie einen Schatz - und er sprach eine strenge Gartensperre aus. "Diesen Ball dürfen meine Kinder nur angucken", sagte der Dreifach-Torschütze von Fortuna Düsseldorf lachend. Lia, Noah und Jordi müssen sich fernhalten, der Spielball vom 3:3 beim FC Schalke 04 wandert (später vielleicht) an einen ganz besonderen Platz.

"Ich habe einen, nun ja, Karton. Für wichtige Trikots und so", sagte der Held des Tages, "da kommt er rein." Wenn der 32-Jährige mit seiner Familie "irgendwann mal irgendwo dauerhaft ist", dann wird alles fein aufgehängt und in der Vitrine angerichtet. Die Medaille für sein "Tor des Monats" hat er schon im Wohnzimmer ausgestellt, die für die Zweitliga-Meisterschaft hängt im Billardzimmer.

Hennings ist ein Phänomen. Er ist noch bescheidener, als er gefährlich ist. "Ich möchte mich gar nicht groß rausheben", sagte er nach dem ersten Bundesliga-Dreierpack seiner Karriere. Doch wer sich in der Liga umschaut, welcher Stürmer für welche Mannschaft essenziell ist - da gibt es noch einen bei Bayern München, das war's. "Rouwen trifft, wie er will. Traumwandlerisch", schwärmte Trainer Friedhelm Funkel. Aber: "Robert Lewandowski trifft auch nur, wenn die Vorlagen kommen..."

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Der dreimalige Torschütze Rouwen Hennings mit seinen feiernden Teamkollegen von Fortuna Düsseldorf - imago images/Jan Huebner

Sie kamen. Dreimal hatten Daniel Caligiuri (33.), Ozan Kabak (67.) und Suat Serdar (79.) mit ihren Toren versucht, die Fortunen niederzudrücken - dreimal stand Hennings auf und knallte jenen Ball, den er später mitnahm, zum Ausgleich rein. Zuerst per Hand-Elfmeter (62.), zweimal sehenswert nach tollen Angriffen (73./85.).

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"Es ist ein geiles Gefühl, Tore zu schießen. Aber ich brauche deshalb jetzt keine Extrawurst", sagte er fast flüsternd. Vorher hatte ihn sein Mitspieler Kaan Ayhan zum Jubel vor der Auswärtskurve schieben müssen.

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Doch so unprätentiös Hennings nach seinen Saisontoren sieben bis neun (nur Lewandowski und Timo Werner haben mehr) auch war: An einer Stelle schritt er energisch ein. Nix da! Selbstverständlich habe er schon mal drei Tore in einem Profispiel erzielt. Für den Karlsruher SC in der 2. Bundesliga, irgendwann.

Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel - imago images/Pakusch

Nachgeschaut: Irgendwann war am 6. April 2014 - beim 3:0 bei 1860 München. Der KSC war dadurch wieder im Aufstiegsrennen, ganz bitter sah es bei 1860 aus, das noch am selben Tag seinen Trainer entließ: Friedhelm Funkel.

Derzeit hat Hennings einen gewaltigen Lauf. "Man denkt gar nicht groß drüber nach. Das ist unterbewusst", sagte er, nach zwei Toren sei eben der Glaube groß, dass auch der dritte Schuss sitze: Es rappelt im Karton.

Mit der Sesshaftigkeit und der Vitrine für Spielbälle sieht es ebenfalls nicht so übel aus. Zuletzt erst hat er seinen Vertrag verlängert. Für mindestens zwei Jahre.