
Für den VfB Stuttgart ist das Remis in Hoffenheim wie ein Sieg
Es war ein Spitzenspiel der Superlative. Die TSG Hoffenheim führt 3:1, aber der VfB Stuttgart zeigt in Unterzahl Moral und unglaublichen Willen. Am Ende holen die Schwaben in der Nachspielzeit noch einen Punkt, der in der Endabrechnung der wichtigste Sieg der Saison sein könnte.
Alexander Nübel musste tief durchatmen. Die Freude war dem Keeper noch immer anzusehen. „Das war sehr wichtig. Wir haben Mentalität gezeigt, das zeigt den Willen der Mannschaft“, sagte Stuttgarts Nationaltorhüter stolz über das überraschende Ende eines Spiels, das den VfB Stuttgart beinahe schon weit im Rennen um die Champions-League-Plätze zurückgeworfen hätte. „Rote Karte, wir fighten, wir geben alles. Deshalb haben wir das Ding auch mit Unentschieden gewonnen“, meinte Nübel.

Ausgleich in der Nachspielzeit
Und wahrlich, der VfB sah bei der TSG Hoffenheim schon wie der sichere Verlierer aus. 1:3 stand es bereits, Kapitän Atakan Karazor sah die Rote Karte für ein Foulspiel, Hoffenheim hatte zahlreiche Konterchancen, traf zweimal den Pfosten. Doch am Ende machte Tiago Tomás in der fünften Minute der Nachspielzeit noch den 3:3-Ausgleich.

Der wichtigste Punkt
Statt drei Punkte Rückstand auf den direkten Konkurrent Hoffenheim sind die Schwaben nun weiter punktgleich mit der TSG, haben aber das bessere Torverhältnis. Der Traum von der Champions League lebt so weiter. „Das war sicherlich der wichtigste Punkt, um unsere Ziele zu erreichen“, meinte Ermedin Demirović, der den VfB mit seinem 2:3 zurück ins Spiel gebracht hatte (64.). „Dafür war der Punkt ein Brett. Ohne diesen Zähler würden wir am Ende wahrscheinlich nicht in die Champions League kommen“, ergänzte der Stürmer.
Der Traum von Europas Königsklasse lebt
Davon waren die Stuttgarter tatsächlich zwischenzeitlich weit entfernt. Nach Andrej Kramarićs Doppelpack und Bazoumana Toures Treffer waren die Kraichgauer schon deutlich vorne, hatten zudem gegen zehn Stuttgarter viel Raum zum Kontern und mehrere Großchancen. Aber der VfB gab nicht auf, glaubte bis zuletzt an sich selbst – und wurde belohnt. Damit haben die Schwaben es jetzt alles selbst in der Hand. Nächste Woche kommt Bayer Leverkusen, der andere heiße Konkurrent um Platz vier. Da kann der VfB den nächsten Big Point machen. Der Traum von Europas Königsklasse lebt.










