
Vor dem Klassiker: Die Stärken des FC Bayern München
Köln - Am 28. Spieltag kommt es zum großen Showdown in der Allianz Arena. bundesliga.de analysiert vor dem Klassiker die Stärken des Rekordmeisters aus München und beleuchtet dessen Taktik und Spielweise.
Die Stärken in der Offensive
Wenn es nach vorne geht, ist der FC Bayern München schwer zu stoppen. Angeführt von Supertorjäger Robert Lewandowski lief das Offensivspiel zuletzt meistens richtig rund: Vor dem ernüchternden 1:1 in Freiburg gelangen den München in drei Partien 17 Treffer (immer mindestens fünf). Die Bayern gaben in dieser Saison die meisten Torschüsse ab (485) und schossen auch die meisten Tore (69). Wenn das Passspiel der Münchner Mal nicht greift, sind hohe Bälle immer eine Option: 14 Kopfballtore sind Bestwert. Die Kopfballstärke nutzen die Bayern vor allem bei Standards, denn kein Team erzielte mehr Eckballtore (neun) oder Treffer nach Flanken (13) als der Rekordmeister. Das kontrollierte Spiel nach vorne ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg: 63 Prozent Spielanteile und eine Passquote von 89 Prozent sind jeweils Ligabestwert.
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Die Stärken in der Defensive
Dank der starken Spielkontrolle kommen die Gegner oft in langen Spielphasen gar nicht in Strafraumnähe der Bayern. Das hat zur Folge, dass im Schnitt nur acht Mal pro Spiel auf das Münchner Tor geschossen wird. Hinzu kommen die wenigsten zugelassenen Großchancen (21) und Kopfballgegentore: Seit Sommer 2015 kassierte Bayern in der Bundesliga nur acht Gegentore per Kopfball (im Schnitt zwei pro Jahr). In dieser Saison wurde der FCB erst zwei Mal per Kopf bezwungen. Zuletzt allerdings beim 1:1 in Freiburg. Ein Abwehrspieler traf bisher noch gar nicht gegen die Münchner. Das Bollwerk um Niklas Süle, Mats Hummels und Jerome Boateng hat auf jeden Fall die Lufthoheit im Strafraum.
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Schlüsselspieler
Robert Lewandowski wird wohl einer der wichtigsten Spieler im Klassiker für den FC Bayern werden: In seinen letzten vier Einsätzen gegen Borussia Dortmund traf der Pole immer (insgesamt acht Mal). Lewandowski zählt auch zu den erfolgreichsten Torschützen in der Duell-Historie zwischen Dortmund und den Bayern. Der Stürmer traf 13 Mal in dieser Paarung (zwölf Mal für Bayern in neun Einsätzen, ein Mal für Dortmund in acht Einsätzen). Mit seinem nächsten Tor würde Lewandowski den Duell-Rekordtorschützen Gerd Müller (14 Tore in 19 Einsätzen für Bayern) einholen.
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Taktik und Spielweise
Niko Kovac deutete bei seinem Amtsantritt an, im Gegensatz zu Vorgänger Jupp Heynckes, öfter taktisch variieren zu wollen. In Wahrheit gab es aber nur kleinere Anpassungen: Kovac knüpfte zunächst an das bewährte 4-3-3-System an. Vor der einzigen Sechs agierten zwei Achter bzw. Zehner sowie offensive Flügelspieler, die von den Außenverteidigern in der Defensive abgesichert und in der Offensive unterstützt wurden. Nach dem Durchhänger während der Hinrunde fand der FC Bayern dann mit einer taktischen Umstellung zurück in die Erfolgsspur: Zuletzt spielte der Rekordmeister regelmäßig im klassischen 4-2-3-1-System. Zu Gunsten größerer Stabilität in der Defensive wurde ein offensiver, zentraler Mittelfeldspieler geopfert und eine Doppelsechs installiert. Zudem kehrte Kovac Ende der Hinrunde von der großen Rotation ab und änderte seine jeweilige Startelf nur noch punktuell.
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