
Vor dem Klassiker: Die Stärken von Borussia Dortmund
Köln - Durch den Last-Minute-Sieg gegen Wolfsburg reist Borussia Dortmund als Tabellenführer nach München. Am 28. Spieltag könnte der BVB mit einem Erfolg beim FC Bayern einen großen Schritt im Titelkampf machen. bundesliga.de analysiert vor dem Klassiker Dortmunds Stärken und beleuchtet Taktik und Spielweise.
Die Stärken in der Offensive
Mit Konterfußball und hoher Effektivität vor dem Tor erzielte Borussia Dortmund die zweitmeisten Tore der Liga (66). Außerdem hat der BVB in dieser Saison die beste Trefferquote der Bundesliga (sechs Torschüsse für ein Tor). Die Dortmunder sind schwer auszurechnen, denn schon 18 Spieler markierten in dieser Spielzeit mindestens einen Treffer. Extrem effektiv waren vor allem die Joker mit 16 Toren, dabei traf Paco Alcacer allein elf Mal. 17 Jokertore sind Bundesliga-Rekord für eine ganze Saison - der BVB segelt also auf Rekordkurs. Auch dank der Joker erzielte der BVB 21 Tore in der Schlussviertelstunde, ligaweit klar die meisten. Mit ihren schnellen Offensivspielern wie Jadon Sancho oder Marco Reus sind die Dortmunder Konter nur schwer zu unterbinden. Zehn Mal traf der BVB durch das Umschaltspiel im hohen Tempo. Aber es lief nicht nur spielerisch: Sechs Tore nach Freistößen sind Ligaspitze.
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Die Stärken in der Defensive
Unter Lucien Favre verteidigt der BVB stabiler als in der Vorsaison und ließ weniger Torschüsse zu (262, nur zwei Teams weniger). 30 Gegentore sind die drittwenigsten in dieser Saison. Vor allem im Zentrum stehtt Dortmund sicher. Großen Anteil daran haben vor allem die Neuzugänge: Als erfahrene Sechser machen Axel Witsel und Thomas Delaney die Mitte dicht, zudem wurde die Innenverteidigung neu besetzt. Eine starke Verbesserung im Vergleich zur letzten Saison, die Favre bewirkt hat: Der BVB ließ mit die wenigsten Kontertorschüsse zu. Typisch für Teams des Schweizers sind auch die wenigen Fouls und Karten.
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Schlüsselspieler
Neuzugang Axel Witsel ist zu einem unverzichtbaren Leistungsträger der Dortmunder geworden. Von allen Feldspielern des BVB kam er auf die meiste Einsatzzeit (36 der 38 Pflichtspiele). Als Schlüsselspieler war Witsel in der Bundesliga im Schnitt 88 Mal pro 90 Minuten am Ball und schwang sich gleich zu einer zentralen Figur bei den Schwarz-Gelben auf. Der Rechtsfuß spielte die meisten Pässe aller Dortmunder und hat eine Fehlpassquote von nur 6% – ligaweit eine der niedrigsten aller Mittelfeldspieler. Zudem gewann der Belgier 59% seiner Zweikämpfe und gehört auch in dieser Rubrik zu den besten Mittelfeldspielern der Bundesliga.
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Taktik und Spielweise
Nach der weniger erfolgreichen letzten Saison fanden die Borussen nun unter Lucien Favre die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive. Der erfahrene Coach verpasste dem Team wieder Struktur und eine klare Spielphilosophie. Der Schweizer steht für einen kontrollierten, taktisch geprägten und oft abwartenden Fußball. Dennoch spielte früher Mönchengladbach und nun auch der BVB unter ihm sehr attraktiv. Schnelle und zielstrebige Angriffe sind das, was Favre sehen möchte. Auf seinen bisherigen Stationen bevorzugte er in der Regel ein 4-4-2-System, beim BVB ließ er nun auch ein 4-3-3, 4-1-4-1 oder 4-2-3-1 spielen.
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