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5:2! Der FC Bayern München dreht das Spiel gegen mutige Mainzer

Der FC Bayern München hat am 14. Spieltag der Bundesliga deutlich gegen den 1. FSV Mainz 05 5:2 (0:2) gewonnen. Der Rekordmeister bewies gegen mutige Rheinhessen Moral und drehte einen 0:2-Rückstand. Dadurch verteidigte das Team von Hansi Flick erfolgreich die Tabellenführung.

Bundesliga Match Facts

Jonathan Burkardt schoss den 1. FSV Mainz 05 in der Allianz Arena in Führung (1:0, 32.), Alexander Hack köpfte das 2:0 kurz vor der Pause (44.). Joshua Kimmich verkürzte in der 50. Minute für den FC Bayern München per Kopfball zum 1:2. Nur fünf Minuten später erzielte Leroy Sane den Ausgleich (2:2, 55.). Niklas Süles Treffer in der 70. Minute drehte das Spiel zugunsten des Rekordmeisters (3:2, 70.). Robert Lewandowski machte per Elfmeter (4:2, 76.) und einem Schuss aus der Drehung (5:2, 82.) den Deckel drauf.

Fantasy Heroes: Robert Lewandowski (20 Punkte), Leroy Sane (16), Joshua Kimmich (15)

Nach dem 2:1 in Leverkusen nahm Hansi Flick drei Änderungen in seiner Startelf vor: Benjamin Pavard, Joshua Kimmich und Leroy Sane spielten für Kingsley Coman, Lucas Hernandez und Niklas Süle. Nach überstandenem Meniskusschaden stand Kimmich erstmals seit dem 7. Spieltag (3:2 in Dortmund) wieder in Bayerns Startelf. Der angeschlagene Coman fehlte erstmals seit dem 6. Spieltag (2:1 in Köln) wieder in Bayerns BL-Startelf. Auf Seiten der Mainzer gab es drei Veränderungen: Finn Dahmen, Daniel Brosinski, Edimilson Fernandes und Phillipp Mwene starteten für Robin Zentner, Luca Kilian, Moussa Niakhate, und Karim Onisiwo. Ersatz-Torhüter Dahmen feierte bei Mainz seine Bundesliga-Premiere. Für Mwene war es erst sein 2. Bundesliga-Spiel in dieser Saison, zuvor war er nur am 3. Spieltag (0:4 bei Union Berlin) zum Einsatz gekommen.

Jonathan Burkardt macht 1:0 für Mainz 05 - ANDREAS GEBERT/POOL/AFP via Getty Images

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Zu Beginn kontrollierte der FC Bayern zwar das Spiel, die erste gute Chance hatte aber Mainz. Burkardt wurde tief aus dem Mittelfeld auf die Reise geschickt und zog Jerome Boateng davon. Rechts vor dem Tor schoss der Mainzer flach drauf, aber Manuel Neuer war gerade so mit einer Fußabwehr zur Stelle (5.). Im Gegenzug hatte Sane eine gute Möglichkeit für die Hausherren: Der 24-Jährige dribbelte von rechts bis links in den Strafraum und zog dann flach ab. Jeremiah St. Juste lenkte den Ball mit einer Grätsche gefährlich auf das Tor, aber Dahmen war mit einem Hechtsprung zur Stelle und stoppte die Kugel auf der Linie (10.).

Mainz zeigte in der Anfangsphase eine hohe Laufbereitschaft, ging mutig in die Zweikämpfe und erschwerte den Bayern dadurch immer wieder schnelle Aktionen nach vorne. Wenn der Rekordmeister vor das Tor kam, wurde es aber oft gefährlich. So auch in der 28. Minute: Alphonso Davies dribbelte sich über links bis in den Strafraum und legte den Ball quer an den Fünfer auf Corentin Tolisso. Dessen Direktabnahme war zu harmlos und wurde von Dahmen gehalten.

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Ein schneller Angriff brachte Mainz dann in Führung: Danny Latza schlug einen langen Ball aus der eigenen Hälfte in die Spitze auf Burkardt, der sich von Boateng absetzte und links in den Strafraum zog. Von da aus haute er den Ball frei vor Neuer unhaltbar in die Maschen zur Führung (1:0, 32.). Für Burkhardt war es sein 2. Bundesliga-Tor - das erste schoss er vergangenen Saison auswärts in Dortmund. Auch im 8. Bundesliga-Spiel in Folge gingen die Bayern in Rückstand - das war den Münchnern nie zuvor in ihrer Bundesliga-Historie passiert.

Nach dem Führungstreffer ließen die Rheinhessen nicht nach und wurde vor allem durch Konter gefährlich. Sane verlor den Ball im Mittelfeld, Robin Quaison hatte dadurch freie Bahn und schoss vor dem Strafraum drauf. Neuer musste sich lang machen, um den Gegentreffer zu verhindern (41.). Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Hack der zweite Treffer für die 05er: Daniel Brosinski brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld an den Elfmeterpunkt, wo Hack völlig frei zum Kopfball kam und die Kugel ins rechte Eck wuchtete (2:0, 44.). Es war das 3. Bundesliga-Tor von Hack. Das zuvor letzte erzielte er im Januar 2019 beim 3:2 in Stuttgart. Mit einer verdienten Mainzer Pausenführung ging es dann in die Kabinen. Einen Zwei-Tore-Rückstand zur Pause gab es für die Bayern zuletzt im Oktober 2018 zu Hause gegen Gladbach - damals gab es am Ende eine 0:3-Niederlage.

Niklas Süle haut den Ball zum 3:2 ins Tor - GUNTER SCHIFFMANN/AFP via Getty Images

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Nach dem Seitenwechsel meldeten sich die Bayern wieder zurück und verkürzten nach fünf gespielten Minuten: Serge Gnabry hob den Ball links am Strafraum auf Lewandowski, der an den zweiten Pfosten auf Kimmich verlängerte. Dieser musste nur den Kopf hinhalten und nickte frei zum 1:2 ein (50.). Kimmich traf mit seinem ersten Torschuss in diesem Spiel. Der nur 1,76 Meter große Kimmich erzielte vier seiner 15 Bundesliga-Tore (also fast ein Drittel) mit dem Kopf. Der Anschlusstreffer beflügelte den Rekordmeister und mit dem nächsten Angriff folgte der Ausgleich: Sane dribbelte von der rechten Seite am Strafraum entlang und schoss zentral vor dem Tor mit links drauf. Flach links schlug die Kugel zum 2:2 (55.). Sane erzielte seinen vierten Treffer in dieser Bundesliga-Saison. Schon zum dritten Mal war er mit einem Weitschuss erfolgreich - so oft wie ligaweit kein anderer Spieler.

In der 64. Minute lenkte Leandro Barreiro den Ball nach einem Angriff unglücklich ins eigene Tor. Die Bayern jubelten schon, aber das Tor wurde wegen einer knappen Abseitsstellung zurückgenommen. Sechs Minuten später zählte dann aber der nächste Treffer: Müller legte eine Ecke von der rechten Seite quer an den Elfmeterpunkt auf Süle, der aus der Drehung ins linke Eckt zum 3:2 traf (70.). In der Bundesliga hatte Süle zuvor letztmals im April 2019 beim 1:0 gegen Bremen getroffen.

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Beim nächsten Angriff sah der Mainzer Verteidiger Barreiro wieder nicht gut aus und foulte Gnabry im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Lewandowski sicher zum 4:2 (76.) und schnürte in der 83. Minute einen Doppelpack (5:2). Der Weltfußballer schnürte seinen dritten Doppelpack in Folge. Zuvor hatte er auch jeweils bei den 2:1-Siegen gegen Wolfsburg und in Leverkusen zwei Mal getroffen. Es war das 44. Saisontor des FC Bayern - mehr Tore nach 14 Spielen gelangen nur den Bayern selbst in der Saison 1976/77 (48).

Durch den Sieg verteidigte der FC Bayern erfolgreich die Tabellenführung, Mainz bleibt weiter auf Tabellenplatz 17.

Robert Lewandowski trifft sicher per Elfmeter - ANDREAS GEBERT/AFP via Getty Images

Spieler des Spiels: Joshua Kimmich

Joshua Kimmich stand erstmals seit seiner Verletzung am 7. Spieltag in Dortmund wieder in der Startelf und leitete nach der Pause die Wende ein. Das erste Bayern-Tor erzielte er selbst (zweites Saisontor), das zweite bereitete er vor (sechste Torvorlage), mit 64 % gewonnen Duellen war er zweikampfstärkster Münchner und mit 12,4 zurückgelegten Kilometern auch laufstärkster Bayern-Akteur.

Joshua Kimmich ist der spielentscheidende Mann auf dem Platz - Markus Ulmer/Ulmer/Pool