
An welchen Stellschrauben Eintracht Frankfurt jetzt drehen muss
Eintracht Frankfurt wagt den Neustart: Cheftrainer Dino Toppmöller wurde beurlaubt, interimsweise führen Dennis Schmitt und Alexander Meier die Mannschaft. Das sind die Themen, die sie bei der SGE nun dringend bearbeiten müssen.
Welche SGE-Stars stehen in deinem Fantasy-Team?
Eintracht Frankfurt hat in den vergangenen Jahren eine starke Entwicklung genommen. Doch mit der Entwicklung steigen auch die Ansprüche. Die SGE hat das klare Ziel, um einen Champions-League-Platz zu kämpfen. Der Rückstand auf Platz vier beträgt allerdings bereits sechs Punkte und auch die Auftritte des Teams haben Sportvorstand Markus Krösche immer öfter nicht gefallen. Daher zog er die Reißleine und beurlaubte Trainer Dino Toppmöller.
Das Interimsduo Dennis Schmitt und Alexander Meier hat vorerst das Sagen an der Seitenlinie. Sie sollen möglichst schnell die Punktausbeute steigern, denn aus den ersten drei Spielen des neuen Jahres holte Frankfurt lediglich zwei Zähler. 27 Punkte stehen insgesamt auf dem Konto – neun weniger als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison. Doch das ist nicht das einzige Problem der SGE.

Frankfurt kassierte so viele Gegentore wie Heidenheim
Offenkundig ist die mangelhafte Defensivleistung die größte Baustelle der Frankfurter. 39 Gegentore kassierte die Eintracht schon, einzig der Tabellensechzehnte Heidenheim kommt ebenfalls auf eine so hohe Anzahl. Nur in der Saison 1984/85 hatte Frankfurt schon einmal so viele Gegentore nach 18 Spieltagen kassiert, nie waren es mehr – letzte Saison übrigens 15 weniger (24).
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Ein besonderer Faktor für die Frankfurter Misere sind Gegentreffer nach Ballverlusten, 13 Mal wurde die Eintracht so überwunden. Nach 18 Spieltagen sind das bereits mehr als doppelt so viele Gegentore nach eigenem Ballverlust wie in der kompletten letzten Saison (fünf). Da war die SGE in dieser Statistik noch das beste Team der gesamten Bundesliga.
SGE braucht mehr Konzentration in der Schlussphase
Doch warum sollte Frankfurt da nicht wieder hinkommen? Krösche betont in dieser Situation die Basics: "Das Entscheidende ist, dass sich jeder Einzelne seine Aufgabe bewusst macht. Für die Spieler heißt das: Was ist meine Position, wie muss ich sie ausfüllen, was wird von mir verlangt."
Manchmal würde schon etwas mehr Konzentration ausreichen. Schließlich gingen der SGE gerade erst gegen Dortmund, in Stuttgart und in Bremen wieder Punkte wegen später Gegentore durch die Lappen. Insgesamt 13 Gegentore in der Schlussviertelstunde sind ligaweit die meisten und ein Drittel der gesamten SGE-Gegentore.
Schmitt und Meier wissen, an welchen Stellschrauben sie drehen müssen. Wer auch immer der nächste Cheftrainer wird, weiß es sicher auch. Die Operation Neustart der SGE läuft!
