
Spätes Drama in Frankfurt: Chukwuemeka rettet BVB in letzter Minute ein 3:3
Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund haben sich mit einem irren 3:3 (1:1) voneinander getrennt. Maximilian Beier (10.) brachte die Gäste in Führung, Can Uzun (22., Elfmeter) glich aus. In der zweiten Hälfte traf Felix Nmecha (68.) für den BVB, ehe Debütant Younes Ebnoutalib (71.) zum 2:2 traf. In einer dramatischen Nachspielzeit traf zunächst Mahmoud Dahoud (90.+2) für die Eintracht, doch Carney Chukwuemeka (90.+6) rettete Dortmund einen Punkt.
Der Bundesliga-Start ins Jahr 2026 bot direkt ein Spitzenspiel und ein packendes Fußballfest. Die formstarken Dortmunder reisten mit nur einer Niederlage aus den letzten 23 Bundesliga-Partien nach Frankfurt, während die Eintracht nur eines ihrer letzten sechs Pflichtspiele gewinnen konnte.
Bei der Eintracht debütierte Winter-Neuzugang Younes Ebnoutalib, der bis vor Kurzem Torschützenkönig der 2. Liga war und nun direkt in die Startelf rückte.
Beier und Uzun treffen in Durchgang eins
Trotz schwieriger Bedingungen im Frankfurter Regen begannen beide Teams mit hohem Tempo und guten Kombinationen. In der 10. Minute belohnten sich die Gäste mit einem herrlich herausgespielten Treffer: Nico Schlotterbeck schlug einen präzisen Diagonalball auf Julian Ryerson, der die Kugel gekonnt verarbeitete und scharf in die Mitte brachte, wo Maximilian Beier aus kurzer Distanz nur den Fuß hinhalten musste.
Die Eintracht ließ sich davon nicht beeindrucken und kam durch Uzun (17.) zu einer ersten Chance, die Kobel parierte. Als Serhou Guirassy in der 21. Minute Robin Koch im Strafraum traf, zeigte Schiedsrichter Daniel Schlager auf den Punkt. Uzun verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:1 (22.). In der Folge blieb die Partie ausgeglichen und intensiv, wobei Schlotterbeck kurz vor der Pause per Kopf an Kauã Santos scheiterte (40.).

Torreigen in der zweiten Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Frankfurt den Druck, doch Ebnoutalib verpasste mit einem Kopfball knapp das Tor (47.). Der BVB übernahm mit zunehmender Spieldauer wieder mehr Kontrolle und hatte durch Daniel Svensson und Marcel Sabitzer gute Möglichkeiten.
In der 68. Minute belohnten sich die Borussen: Nach einem abgewehrten Ball zog Felix Nmecha aus rund 20 Metern ab, Hugo Larsson fälschte leicht ab und der Ball prallte vom Innenpfosten ins Tor.
Doch die Freude währte nur kurz. Der eingewechselte Arnaud Kalimuendo – ebenfalls ein Neuzugang – bediente mustergültig Ebnoutalib, der frei vor Kobel cool blieb und zum 2:2 traf (71.).

Dramatische Schlussphase mit späten Toren
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Schlotterbeck traf in der 90. Minute per Kopf die Latte, Silva verfehlte im Nachsetzen das Tor.
Als die Partie in die Nachspielzeit ging, nahm das Drama seinen Lauf: Mahmoud Dahoud nutzte in der 92. Minute einen nicht geklärten Ball und traf mit einem sehenswerten Schuss vom Innenpfosten zum vermeintlichen 3:2-Siegtreffer für die Eintracht.
Die Fans im Deutsche Bank Park feierten bereits, doch der BVB bewies Moral. In der 96. Minute flankte Sabitzer von rechts in den Strafraum, der eingewechselte Carney Chukwuemeka nahm den Ball glücklich an und schob ihn aus kurzer Distanz zum umjubelten 3:3-Endstand über die Linie.

Man of the Match: Younes Ebnoutalib
Younes Ebnoutalib lieferte bei seinem Bundesliga-Debüt für die Eintracht eine Glanzleistung ab. Der Stürmer, der vor kurzem noch in der 2. Bundesliga für Elversberg auf Torejagd ging, benötigte keine Eingewöhnungszeit und war sofort im Spiel. Sein präziser Abschluss zum 2:2 zeugte von großer Abgeklärtheit. Ebnoutalib überzeugte nicht nur durch seinen wichtigen Treffer, sondern auch durch sein Kombinationsspiel und seine Dynamik. Mit seinen gefährlichen Läufen in die Tiefe – wie beim Tor nach Kalimuendos Steilpass – stellte er die Dortmunder Abwehr immer wieder vor Probleme und wurde verdient zum Spieler des Spiels gewählt.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Frankfurt 1,77 - Dortmund 2,37
Schnellster Spieler: Ansgar Knauff (SGE), 34,59 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:2 von Felix Nmecha (BVB), 3,24 Prozent
Most Pressed Player: Can Uzun (SGE), 18 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Rasmus Kristensen (SGE), +6,3
Fantasy Heroes: Felix Nmecha (282 Punkte), Younes Ebnoutalib (257), Nico Schlotterbeck (261)
