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Furiose Nachspielzeit: Eintracht Frankfurt dreht das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach

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Eintracht Frankfurt hat am 16. Spieltag der Bundesliga 2:1 (0:1) gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Aurélio Buta (90. +2) und Robin Koch (90. +7) schossen die Hessen in einer furiosen Nachspielzeit zum Sieg. Maximilian Wöber erzielte erst die Führung für die Borussia (27.), wurde dann durch seinen Platzverweis in der 88. Minute zur tragischen Figur.

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Dino Toppmöller nahm gegenüber dem 0:3 in Leverkusen drei Änderungen in der Startelf vor - Aurélio Buta, Niels Nkounkou und Hugo Larsson mussten auf die Bank, für sie rückten Omar Marmoush nach verbüßter Gelbsperre, Ellyes Skhiri und Philipp Max in die erste Elf.

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Gerardo Seoane ließ seine Startelf unverändert, die zuletzt 2:2 gegen Bremen spielte. Über Pflichtspiele dieser Saison gesehen hatte es zuvor nur einmal eine unveränderte Startelf der Borussia gegeben, das Ergebnis war ein 2:2 gegen Mainz am 7. Spieltag Anfang Oktober.

Fantasy Heroes: Robin Koch (17 Punkte), Tuta (11), Niels Nkounkou (10)

Wöber köpft eine Ecke zur Gladbacher Führung ins Tor - IMAGO/Gerhard Schultheiß

Gladbach trifft per Ecke

Nach dem 0:3 in Leverkusen wollten es die Adlerträger aus Hessen zuhause besser machen und ihren Fans drei Punkte zum Weihnachtsfest schenken. Den Gästen aus Mönchengladbach gehörte aber klar die Anfangsphase. Besonders Robin Hack war offensiv auffällig, der sich viele Aktionen über die linke Seite erarbeitete. Nach zehn Minuten wurde die SGE aber immer besser, so hatten Omar Marmoush (11.) und Willian Pacho (12.) zwei gute Möglichkeiten vor dem Gladbacher Tor, die gerade so verhindert wurden.

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Im weiteren Spielverlauf schnürten die Gastgeber die "Fohlen" immer weiter in ihrer Hälfte ein, wodurch Pacho nach einer Ecke die nächste Chance hatte, der Distanzschuss flog knapp drüber (22.). Wie aus dem Nichts gingen dann die Gäste nach einem Eckstoß in Führung: Franck Honorat fand Maximilian Wöber am Elfmeterpunkt der links ins Tor köpfte und seinen ersten Bundesliga-Treffer markierte – 1:0 (27.). Für Gladbach war es bereits das achte Saisontor nach einer Ecke. Seit Beginn der Erhebung dieser Daten 1992 kam die Borussia noch nie auf so viele Treffer nach Ecken in einer Saison.

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Irre Schlussphase

Im zweiten Durchgang verbuchte die Eintracht die erste gute Chance, als Chaibi einen Fehler im Gladbacher Aufbauspiel ausnutzte und allein links in den Strafraum stürmte. Moritz Nicolas parierte den Schuss aus spitzem Winkel gerade so (55.). Die Borussia zog sich danach phasenweise weit zurück und lauerte auf Konter. Erst in der 73. Minute hatte Koné die nächste Möglichkeit für die Gäste, schoss aber links im Strafraum knapp drüber.

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In der Schlussphase warf Frankfurt alles nach vorne, Gladbach stand aber defensiv stabil und nahm sogar noch die Gelb-Rote-Karte von Wöber in Kauf, der nach einem Foul an Farès Chaibi vom Platz musste. Das fiel der Borussia auf die Füße, denn der eingewechselte Aurélio Buta köpfte nach einem schönen Angriff rechts im Fünfer ins linke Eck zum 1:1 (90. +2). Und wäre das noch nicht genug, setzte die SGE noch einen obendrauf: Nkounkous Hereingabe fand Robin Koch, der sich vor dem Tor lang machte und die Kugel über die Linie beförderte – 2:1 in der siebten Minute der Nachspielzeit!

Am Ende belohnte sich die Eintracht für ihren Kampfgeist mit drei Punkten unterm Weihnachtsbaum, die nicht spektakulärer hätten geholt werden können. Das Team von Dino Topmöller beendete das Bundesliga-Jahr auf dem 6. Tabellenplatz, Gladbach rutschte auf Rang 12.

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Koch grätscht den Ball zum Sieg über die Linie - IMAGO/Patrick Scheiber

Spieler des Spiels: Robin Koch

Robin Koch sicherte der Eintracht mit seinem ersten Bundesliga-Tor im SGE-Trikot fröhliche Weihnachten, zudem war er am häufigsten von allen Spielern der Partie gegen Mönchengladbach am Ball (121-mal) und brachte 97 Prozent seiner Pässe zu Mitspielern – Bestwert.

Matchwinner Robin Koch wird gefeiert - Christian Kaspar-Bartke