Zusammenfassung

  • Borussia Dortmund hat 2018/19 auf jeder Position mehrere hochwertige Kandidaten
  • Lucien Favre findet vor allem im Mittelfeld ein Gedränge vieler starker Spieler vor
  • Der Schweizer kennt Marco Reus und Mo Dahoud bereits aus Gladbacher Zeiten

Köln – Trainer Lucien Favre hat die Arbeit bei Borussia Dortmund aufgenommen. Dem Schweizer steht ein hochkarätig besetzter Kader zur Verfügung, der auf allen Positionen gleich mehrere Alternativen bietet. bundesliga.de macht einen Vorschlag, wie die erste Elf des BVB 2018/19 aussehen könnte.

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Tor:

Mit Roman Bürki und Marwin Hitz hat Favre gleich zwei Schweizer Landsmänner zur Verfügung, die beide seit Jahren in der Bundesliga zwischen den Pfosten stehen. Es spricht wenig dafür, dass Bürki seinen Status als Nummer eins verliert. Möglich ist aber auch eine Arbeitsteilung zwischen Bundesliga- und Pokalspielen.

Abwehr:

Manuel Akanji und Neuzugang Abdou Diallo könnten das neue Duo in der Innenverteidigung bilden. Der Schweizer Akanji hat bei der WM gegen Neymar und Co. starke Leistungen gezeigt, Diallo, der Kapitän der französischen U21, war in der letzten Saison der herausragende Akteur beim 1. FSV Mainz 05. Durch die Dreifachbelastung wird es aber zwangsweise zu Rotationen kommen und so wird auch Ömer Toprak auf reichlich Spielzeit kommen.

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Auf der rechten Abwehrseite hat Routinier Lukasz Piszczek seinen Stammplatz sicher. Auf der Linksverteidiger-Position könnte es hingegen einen Zweikampf zwischen Marcel Schmelzer und Raphael Guerreiro geben. Jeremy Toljan steht als Backup für beide Positionen zur Verfügung.

Defensives Mittelfeld:

Mit Neuzugang Thomas Delaney, Julian Weigl, Nuri Sahin, Mo Dahoud und Sebastian Rode hat Lucien Favre gleich fünf Optionen für die Sechser-Position. Während BVB-Wunschtransfer Delaney, der obendrein eine starke WM für Dänemark gespielt hat, wohl der größte Stammplatzkandidat ist, wird das Gedränge daneben schon recht eng. Ein Punkt, der für Mo Dahoud spricht: Er kennt Lucien Favre bereits aus Gladbacher Zeiten. Der Schweizer verhalf ihm damals sogar zum Bundesliga-Debüt.

Offensives Mittelfeld:

Marco Reus wird ohne jeden Zweifel die zentrale Figur im Spiel des BVB sein. Reus reifte einst in Gladbach unter Favre zu einem Weltklasse-Spieler, seine Qualitäten im Schuss, Passspiel und im Abschluss machen den entscheidenden Unterschied. Er kann außerdem auf der Zehn wie auf den Flügeln gleichermaßen spielen. Auf den Außenbahnen ist die Konkurrenzsituation mit Christian Pulisic, Maximilian Philipp, Andre Schürrle, Jadon Sancho und Neuzugang Marius Wolf enorm. Alle haben die Qualität, sich in der Stammelf durchzusetzen.

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Im zentralen Mittelfeld, also auf der Zehnerposition oder etwas defensiver auf der Acht, wenn Favre beispielsweise in einem 4-3-3 spielen lässt, sind Mario Götze und Shinji Kagawa die heißesten Anwärter auf die erste Elf. Als Geheimtipp könnte sich Sergio Gomez durchsetzen. Der 17-Jährige debütierte bereits unter Peter Stöger in der Bundesliga und gilt als eines der größten Talente Spaniens.

Angriff:

Nach dem Abgang von Pierre-Emerick Aubameyang und der Rückkehr von Michy Batshuayi zum FC Chelsea ist die Position im Sturmzentrum derzeit noch nicht personell nachbesetzt worden. Es gibt im aktuellen Kader aber genug Akteure, die im Angriff spielen könnten: Maximilian Philipp hat dies in der vergangenen Spielzeit getan, auch Marco Reus und Andre Schürrle sind Kandidaten dafür. Und dass selbst Mario Götze im Sturm auflaufen kann, hat er oft genug bei der Nationalmannschaft bewiesen. Vielleicht verhilft Favre aber auch dem jungen Alexander Isak zum Durchbruch in der Bundesliga. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Talent im Wartestand unter dem Schweizer durch die Decke geht.