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6:0 bei Borussia Mönchengladbach: Furioser SC Freiburg feiert höchsten Bundesliga-Sieg

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Der SC Freiburg hat bei Borussia Mönchengladbach einen historischen Auswärtssieg eingefahren: Bei der "Fohlenelf" gewannen die Breisgauer dank einer brillanten ersten Hälfte mit 6:0 (6:0) und fuhren den höchsten Bundesliga-Erfolg der Vereinsgeschichte ein. Bereits nach 37 Minuten hatte das Team von Trainer Christian Streich das halbe Dutzend Tore voll gemacht.

Bundesliga Match Facts

Maximilian Eggestein (2.), Kevin Schade (5.), Philipp Lienhart (12.), Nicolas Höfler (19.) , Lucas Höler (25.) und Nico Schlotterbeck (37.) machten bereits vor dem Seitenwechsel den Kantersieg für furiose Freiburger perfekt. Die letzte 6:0-Pausenführung gab es bei einem historischen Spiel mit Mönchengladbacher Beteiligung: Im April 1978 bei Borussias 12:0 gegen Dortmund, dem höchsten Bundesliga-Sieg aller Zeiten, führte die "Fohlenelf" zur Halbzeit ebenfalls mit 6:0.

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Borussia Mönchengladbach veränderte sein Team nach der 1:4-Niederlage im rheinischen Derby beim 1. FC Köln auf zwei Positionen: Stefan Lainer und Marcus Thuram, die zuletzt schon als Joker zum Einsatz kamen, standen erstmals seit dem 2. Spieltag in der Anfangsformation, Patrick Herrmann und Kapitän Lars Stindl rückten dafür auf die Bank. Christoph Kramer kehrte nach zwei Monaten Verletzungspause in den Gladbacher Kader zurück.

Fantasy Heroes: Nico Schlotterbeck (20 Punkte) | Philipp Lienhart (16) | Vincenzo Grifo (15)

Beim SC Freiburg tauschte Trainer Christian Streich gegenüber dem 0:1 beim VfL Bochum in der Vorwoche auf einer Position: Ermedin Demirovic, der zuvor bei allen seinen zwölf Saisoneinsätzen in der Bundesliga als Joker ins Spiel kam (maximal für 25 Minuten), stand erstmals seit Mitte Mai in der Bundesliga-Startelf - der Angreifer begann das Auswärtsspiel anstelle von Wooyeong Jeong, dem zunächst nur ein Platz auf der Freiburger Bank blieb.

Freiburg zerlegt die Borussia

Die Gäste fanden direkt hervorragend in die Partie, gingen mit dem ersten Angriff in Führung: Eggestein vollendete nach Vorlage von Schade zum frühen 1:0 (2.) - der erste Pflichtspieltreffer des ehemaligen Bremers für seinen neuen Arbeitgeber! Nur wenig später dann die nächste Premiere: Christian Günter flankte auf Schade, der aus zehn Metern zum 2:0 einköpfte (5.). Das erste Bundesliga-Tor des Freiburger Eigengewächses, das zuletzt vermehrt auf sich aufmerksam machen konnte.

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Das Schützenfest der Gäste ging jedoch weiter: Vincenzo Grifos Freistoßflanke segelte an Freund und Feind vorbei auf das Gladbacher Tor, den Abpraller drückte Lienhart zum 3:0 über die Linie (12.). Damit noch lange nicht genug, besonders bei Standards zeigten sich die Freiburger enorm gefährlich: Ein Eckball von der linken Seite fand am ersten Pfosten Höfler, der aus kurzer Distanz unbedrängt zum 4:0 einköpfen konnte (19.). 4:0 für den Sport-Club nach nicht einmal 20 Minuten!

Maximilian Eggestein bringt den SC Freiburg in Mönchengladbach früh in Führung - UWE KRAFT via www.imago-images.de/imago images/Uwe Kraft

Gladbach bleibt bemüht, aber glücklos

Doch die Streich-Elf legte noch vor dem Pausenpfiff weiter nach: Eine Freistoßvariante führte zum fünften Treffer der Freiburger, Lienhart legte per Kopf in die Mitte ab, wo letztlich Höler den Ball über die Linie köpfte (25.). Gladbach versuchte sich nochmals offensiv, vergab aber durch Thuram (26.), Denis Zakaria (34.) und Kouadio Kone (42.) aussichtsreiche Möglichkeiten, das Ergebnis erträglicher zu gestalten. Stattdessen schlugen die Gäste abermals eiskalt zu: Nico Schlotterbeck traf per Kopf nach einem Freistoß zum 6:0-Pausenstand (42.).

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In der zweiten Hälfte nahm Freiburg den Fuß deutlich vom Gaspedal, während die Gladbacher bemüht waren, Ergebniskosmetik zu betreiben. Doch die Gastgeber blieben auch nach dem Seitenwechsel bemüht, aber glücklos - die Breisgauer hatten weiterhin alles im Griff. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware: Höler verfehlte das Gladbacher Tor bei einer spektakulären Direktabnahme aus der Distanz nur knapp (72.), Jonas Hofmann schoss im Gegenzug volley ans Außennetz (73.).

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Der SC Freiburg springt durch den ersten Sieg nach zuvor drei Niederlagen in Folge mit 25 Punkten auf Platz vier - und hat am kommenden Wochenende mit der TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr) einen direkten Verfolger zu Gast. Borussia Mönchengladbach steht dagegen mit nur 18 Zählern im unteren Mittelfeld auf Rang 13, am kommenden Wochenende geht es für die "Fohlenelf" ebenfalls am Samstag um 15.30 Uhr beim Tabellennachbarn RB Leipzig (ebenfalls 18 Punkte, Platz elf) zur Sache.

Kevin Schade zeigte beim historisch hohen Auswärtssieg seiner Freiburger eine bärenstarke Leistung - Ulrich Hufnagel via www.imago-images.de/imago images/Ulrich Hufnagel

Spieler des Spiels: Kevin Schade

Kevin Schade gelangen in seinem elften Bundesliga-Spiel sein erstes Tor und seine erste Torvorlage. Er gab zwei Torschüsse ab, gewann 60 Prozent seiner Zweikämpfe und war schnellster Spieler der Partie (34,1 km/h).